Michael Gramann (1631-1702)
01.10.2014
Kategorie: Leben in Leichenpredigten
Denn Moscau kunt auch von ihm sagen/ Was er vor Curen da gethan – Ein Thüringer Mediziner als Arzt am russischen Zarenhof
Zar Alexej I. Michailowitsch (1629-1676) [1/3]
Der aus Stadtilm stammende und über ein Jahrzehnt in Moskau lebende Arzt Michael Gramann stellt in seiner Tätigkeit als Leib- und Hofarzt des Zaren keine Ausnahme in seiner Zeit dar. Das Anwerben ausländischer Fachkräfte bedeutete für den Moskauer Herrscherhof der Frühen Neuzeit eine der wichtigsten Methoden zur Wissensvermehrung und Modernisierung des lange Zeit von den Entwicklungen im übrigen Europa abgeschnittenen Staates.[1] Obwohl sich in der Publizistik des 16. und 17. Jahrhunderts ein reges Interesse an diesem Machtgebilde im Osten abzeichnet, fanden Erfahrungsberichte von in Moskau lebenden Ausländern jedoch kaum Eingang in die zeitgenössische Russlandliteratur. Gleichermaßen sind Leichenpredigten auf Verstorbene, die während ihres Lebens in russischen Staatsdiensten gestanden hatten, eher selten.[2] Das ist kein Zufall: Zum Einen kehrten in russischen Staatsdiensten lebende Ausländer nur selten in den Westen zurück, weil sie einerseits für ihre Arbeit großzügig bezahlt wurden und andererseits oftmals durch die Obrigkeiten an der Ausreise gehindert wurden. Zum Anderen scheinen die Wenigen, welche nach mehrjährigem Aufenthalt in Russland zurückgekehrt waren, ihrem Umfeld kaum etwas über ihre Erfahrungen in Moskau berichtet zu haben. Auch die wenigen in Moskau gehaltenen und andernorts gedruckten Leichenpredigten schweigen über die Zeit, welche die Verstorbenen im Zarenreich verbracht hatten.[3]
Die Leichenpredigt auf Michael Gramann weicht insofern von dieser Regel ab, als dass seine mehrjährige Tätigkeit als Leibarzt des Zaren Alexej I. Michailowitsch (1629-1676) bereits auf dem Titelblatt und im Predigtteil ins Zentrum gerückt wird. Jedoch erscheinen viele Angaben zu seinem Leben im Abgleich mit anderen Quellen und dem Forschungsstand zweifelhaft oder zumindest ungenau. Dennoch erlauben die Personalia einen begrenzten Einblick in das Leben eines im frühneuzeitlichen Moskau lebenden Ausländers und fügen dem bisher durch die Forschung erarbeiteten Lebenslauf des Arztes Michael Gramann einige Aspekte hinzu.[4]
Die im Jahre 1702 vom Rudolstädter Pastor Johann Nikolaus Schmid gehaltene Predigt mit dem Titel "Columna Honoris Gramanniana" umfasst in ihrer gedruckten Fassung 51 paginierte Seiten, wovon der Lebenslauf sechs Seiten einnimmt. Schmid macht die Entlohnung biblischer und historischer Ärzte zum Schwerpunkt seiner Predigt, wobei er unter anderem den Reisebericht[5] des holsteinischen Gesandtschaftssekretärs Adam Olearius als Quelle heranzieht, um die Besoldung des in den Dienst des Zaren getretenen Gesandtschaftsarztes Hartmann Gramann, Michael Gramanns Onkel, als Beispiel anzuführen. Im Anschluss an den Lebenslauf folgt eine weitere "Ehren-Säule", verfasst vom Stadtilmer Diakon Christian Fritzsch, die eine ausführlichere Version der ersten Predigt darstellt, bevor auf Seite 38 der Epicedienteil beginnt.[6]
Am 27. März 1631 in Stadtilm als Sohn des dort praktizierenden Arztes Matthäus Gramann geboren, genoss Michael Gramann zunächst eine gewöhnliche Erziehung und Schulbildung. Der Tod ihres Mannes im Jahre 1641 und die domähligen höchstverderblichen Krieges-Läufften bewogen die Mutter, sich an ihren in Moskau lebenden Schwager Hartmann Gramann zu wenden, um ihn mit der Erziehung ihres Sohnes fernab von den Schauplätzen des Dreißigjährigen Krieges zu beauftragen. 1643 verließ der Zwölfjährige seine Heimat und reiste zunächst nach Reval (estn. Tallinn), wo er von Johann von Fonne, dem Schwiegervater Hartmann Gramanns, in Obhut genommen und auf das dortige Gymnasium geschickt wurde.[7] Keine Erwähnung im Lebenslauf der Leichenpredigt findet ein erster mehrjähriger Aufenthalt bei seinem Onkel in Moskau, stattdessen werden die Ereignisse des zweiten Aufenthalts auf die Jahre 1647 bis 1651 vordatiert.[8] Nach diesem ersten Aufenthalt kehrte Michael Gramann nach Livland zurück, um an der Universität Dorpat (estn. Tartu) Medizin zu studieren.
Während Schmid berichtet, Gramann hätte sich nach dreijährigem Aufenthalt in Dorpat direkt zu seiner Mutter nach Stadtilm begeben und sein Studium in Wittenberg fortgesetzt, ist es wahrscheinlicher, dass er stattdessen 1655 zu seinem Onkel nach Moskau zurückgekehrt war und dort die Ereignisse stattfanden, die Schmid fälschlicherweise acht Jahre vorher ansetzt. Hartmann Gramann hatte demzufolge den Entschluss gefasst, mit seiner Familie nach Deutschland zurückzukehren, weshalb er seinen Neffen Michael zu sich nach Moskau rufen ließ, um gemeinsam von dort aufzubrechen.[9] Der Tod seiner Frau Eheliebsten und einzigen Jungfer Tochter[10] hinderte ihn aber an der Ausreise, bis er 1658 selbst in Moskau verstarb.[11] Michael Gramann verblieb ein weiteres Jahr in Moskau und praktizierte dort wie in den drei Jahren zuvor privat als Arzt. Es ist zu vermuten, dass er wie sein Onkel in der 1652 neu errichteten Ausländervorstadt lebte. Schmid berichtet, dass es Gramann einige Mühen bereitete, als erfolgreicher Arzt eine Ausreiseerlaubnis zu erhalten, und diese erst durch das Versprechen erhielt, sein Studium in seiner Heimat fortzusetzen, um mit besserer Qualifikation nach Moskau zurückzukehren.[12] 1659 traf Michael Gramann in seiner Heimatstadt Stadtilm ein, praktizierte dort als Arzt, studierte ab 1660 in Wittenberg und ab 1664 in Jena[13] und heiratete am 22. Februar 1664 Dorothea Sybilla Quehl.[14] Seine Mutter starb im Jahre 1665. Im Folgejahr erreichte ihn eine Einladung des Zaren Alexej I. Michailowitsch, die ihm neben einer Berufung zum Leib- und Hofarzt auch die Übernahme aller Spesen und Reisekosten zusicherte.[15] Im Dezember erlangte er in Jena bei Werner Rolfinck den Doktorgrad und brach am 21. März 1667 zusammen mit seiner Frau nach Moskau auf, wo er am 21. Juni desselben Jahres eintraf.
Über Gramanns Zeit im Dienste des Zaren weiß Schmid nicht viel zu berichten, außer dass er knapp zwölf Jahre als Leibarzt des Zaren tätig war.[16] Bereits in seiner Predigt konnte er sich nur auf Olearius als Quelle für die Angaben über die Besoldung eines im Dienste des Zaren stehenden Arztes berufen. Persönliche Aufzeichnungen des Verstorbenen standen ihm offenbar nicht zur Verfügung.[17] Der Lebenslauf fährt mit dem Jahre 1677 fort, als Gramann sich entschied, Moskau zu verlassen. Da sich der Aufenthalt als immer gefährlicher werdend erwies und seine Frau eine schwere Krankheit durchstehen musste, folgte Gramann ihrem Wunsch und erbat sich im Jahre 1678 vom zwei Jahre zuvor gekrönten Zaren Fjodor III. Alexejewitsch (1661-1681) die Erlaubnis zur Ausreise, die er erneut nur mit Schwierigkeiten erhielt.[18] Seine Rückreise nach Stadtilm trat er in Begleitung seiner Frau und anderen domestiquen, wie auch zweyen erkaufften Tartarischen Heyden-Kindern aus Calmüken an.[19] Die beiden Kinder hatte Gramann in der lutherischen Gemeinde in Moskau in der Christlichen Lutherischen Religion informieren, und darauf mit grossen Kosten allhier [Stadtilm; S.D.] tauffen lassen.[20]
Schmid betont, dass Gramann auf seiner Rückreise mehrere Anstellungen, die ihm in Livland und in Hamburg angetragen worden waren, ausschlug und auch in Stadtilm keine öffentlichen Ämter ausübte. Er praktizierte bis an sein Lebensende als Arzt in Stadtilm und zeichnete sich dabei laut Schmid als beispielhafter Christ aus, der niemanden übervorteilte, Arme und andere sogar umsonst behandelte und noch zuletzt große Summen an die Kirche spendete. Der Lebenslauf endet mit der Beschreibung der Todesumstände. Gramann litt demnach jahrelang unter Schmerzen und Lähmungserscheinungen in Armen und Beinen, denen er nach einer schweren Entzündung im Alter von 71 Jahren am 20. Juli 1702 erlag.
Michael Gramann ist im Rahmen medizinhistorischer Untersuchungen bereits mehrfach in den Blickfeld der Forschung geraten. Trotz einiger Ungenauigkeiten lassen sich aus der hier behandelten Leichenpredigt weitere Informationen über das Leben des Arztes gewinnen. Insbesondere über seine letzten beiden Lebensjahrzehnte herrschte bislang Unklarheit. Gramanns Aufenthalte in Moskau erhalten in Predigt und Lebenslauf eine prominente Stellung. Die entsprechenden Passagen geben allerdings nur wenige Informationen zu seinen Lebensumständen während der insgesamt 20 dort verbrachten Jahre preis. Schmid betont lediglich die grosse Gefahr und Travallien, die Gramann letztentlich auch dazu bewogen, in seine Heimat Stadtilm zurückzukehren.
SIMON DREHER B.A. ist Studentische Hilfskraft an der Forschungsstelle für Personalschriften. Er studiert im Masterstudiengang Geschichte an der Philipps-Universität Marburg.
Bestand: Historische Bibliothek der Stadt Rudolstadt
Signatur: Fun. div. II
Enthalten in: Katalog der Leichenpredigten und sonstiger Trauerschriften in der Historischen Bibliothek der Stadt Rudolstadt (Marburger Personalschriften-Forschungen 51), Stuttgart 2010
Anmerkungen:
[1] Vgl. Erik Amburger, Die Anwerbung ausländischer Fachkräfte für die Wirtschaft Rußlands vom 15. bis ins 19. Jahrhundert (Osteuropastudien der Hochschulen des Landes Hessen, Reihe 1 / Giessener Abhandlungen zur Agrar- und Wirtschaftsforschung des europäischen Ostens 42), Wiesbaden 1968.
[2] Eingesehen werden konnten: Peter Rhan, Gekrönete Beständigkeit der Christen [...], Königsberg 1677 (VD17 23:707338Z); Alexander Jung, Praesentissimum Mortis acerbae Antidotum, Das ist: Eine bewehrte und wohlprobierte Gifft-Latwerge wieder den Todt un[d] dessen Bitterkeit [...], Reval [1697] (VD17 7:704966Y), Digitalisat der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen, PURL (Werk): http://resolver.sub.uni-goettingen.de/purl?PPN617380937 (Zugriff: 22.09.2014); Ulrich Thomas Roloff, Leich-Rede/ So Bey dem Grabe/ Der [...] Jungfer Justina Maria Gutbiern [...], Berlin 1700 (VD17 7:687128F).
[3] Walter Leitsch, Westeuropäische Reiseberichte über den Moskauer Staat, in: Antoni Maczak/Hans Jürgen Teuteberg (Hg.), Reiseberichte als Quellen europäischer Kulturgeschichte. Aufgaben und Möglichkeiten der historischen Reiseforschung (Wolfenbütteler Forschungen 21), Wolfenbüttel 1982, S. 153-176, hier S. 155f., vermutet, dass aus diesem Grunde nicht nur Ausländern die Ausreise verweigert oder erschwert wurde, sondern auch westliche Berichte über den Moskauer Staat ihre dort lebenden Informanten deswegen ohne Namen anführen, um diese nicht der Gefahr einer Strafe durch die russischen Obrigkeiten auszusetzen. Aus Moskau zurückgekehrte Fachkräfte könnten aus demselben Grunde nur wenig berichtet haben, um in Russland zurückgebliebene Angehörige oder zukünftige Unternehmungen nicht zu gefährden.
[4] Bisher haben sich folgende Schriften mit dem Leben Gramanns befasst: Michael von Richter, Geschichte der Medicin in Rußland, Teil 2, Moskau 1815; F. Sorge, Hartmann und Michael Gramann. Zwei bedeutende Thüringer Ärzte des 17. Jahrhunderts, in: Schwarzburgbote. Blätter zur Thüringischen Geschichte und Heimatkunde 1929, Nr. 2, S. 2f., Nr. 3, S. 3f.; Sabine Dumschat, Hartmann Gramann. Ein deutscher Arzt im Baltikum und im Moskauer Rußland des 17. Jahrhunderts, in: Ortwin Pelc/Gertrud Pickhan, Zwischen Lübeck und Novgorod. Wirtschaft, Politik und Kultur im Ostseeraum vom frühen Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert, Lüneburg 1996, S. 281-303; und zuletzt Dies., Ausländische Mediziner im Moskauer Rußland (Quellen und Studien zur Geschichte des östlichen Europa 67), Stuttgart 2006. Erwähnung findet Gramann auch bei Andreas Wilhelm Fechner, Chronik der Evangelischen Gemeinden in Moskau, Bd. 1, Moskau 1876.
[5] Adam Olearius, Vermehrte Newe Beschreibung Der Muscowitischen vnd Persischen Reyse [...], 2. erw. Auflage, Schleswig 1656 (VD17 23:233282N), Digitalisat der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel, URN (Werk): http://diglib.hab.de/drucke/263-2-hist-2f/start.html (Zugriff: 22.09.2014).
[6] Johann Nikolaus Schmid, Columna Honoris Gramanniana, Das ist/ Die Gramannische Ehren-Säule Wurde bey Christlicher und Volckreicher Leich-Bestattung/ Des HochEdlen/ Vest und Hochgelahrten Herrn Michael Gramanns/ Der Edlen Medicin Doctoris, und Ihro Czaarischen Majest. in Moscau treugewesenen Hof- und Leib-Medici, nachher Hoch und weitberühmten hiesigen Practici [...] auffgeführet, Rudolstadt [1702].
[7] Vgl. auch von Richter, Geschichte der Medicin (wie Anm. 4), S. 289f.
[8] Sabine Dumschat, die sich auf Archivmaterial in Moskau stützt, berichtet von insgesamt acht Jahren, in denen sich Michael Gramann bereits vor seinem Antritt als Leib- und Hofarzt des Zaren in Moskau aufgehalten haben muss. Vgl. Dumschat, Ausländische Mediziner (wie Anm. 4), S. 623. Auf den ersten Aufenthalt von 1647 bis 1651 und dem Studium an der Universität Dorpat würde dann, anders als in der Leichenpredigt behauptet, nicht direkt das Studium in Wittenberg, sondern der zweite Aufenthalt von 1655 bis 1659 folgen.
[9] Aufgrund einer in Europa grassierenden Pestwelle musste er eine längere Unterbrechung seiner Reise in Nowgorod (heute offiziell Weliki Nowgorod) hinnehmen und konnte diese nur mithilfe eines zwischenzeitlich aus Moskau eingetroffenen Schreibens seines Onkels Hartmann Gramann fortsetzen. Vgl. Dumschat, Hartmann Gramann (wie Anm. 4), S. 215f.
[10] Dumschat berichtet dagegen von einem Sohn und zwei Töchtern, die Hartmann Gramann nach dem Tod seiner Ehefrau 1656 nach Reval schickte. Vgl. Dumschat, Ausländische Mediziner (wie Anm. 4), S. 621.
[11] Das Todesdatum fiel laut ebd., S. 623, auf den 24. März 1658.
[12] Als hilfreich erwies sich wohl auch ein 1658 von seinem Onkel angefertigtes Schreiben, in welchem sich dieser vom Zaren Alexej I. Michailowitsch die Finanzierung der Reise und des Studiums seines Neffens erbat. Vgl. Dumschat, Hartmann Gramann (wie Anm. 4), S. 295.
[13] Vgl. Dies., Ausländische Mediziner (wie Anm. 4), S. 623.
[14] Dumschat geht für die Heirat vom Jahr 1667 aus. Dorothea Sybilla Quehl war Tochter von Matthäus Quehl aus Gotha und wird in den russischen Quellen "Dar'ja Matveeva" genannt. Vgl. ebd.
[15] Vgl. auch von Richter, Geschichte der Medicin (wie Anm. 4), S. 290.
[16] Auch aus anderen Quellen geht darüber offenbar wenig hervor. Von Richter kann in ebd., S. 260f., einige von Michael Gramann angewendete Heilmittel und -praktiken nennen. Fechner, Chronik (wie Anm. 4), S. 339f., berichtet, dass Gramann in Briefen an seinen Schwiegervater Matthäus Quehl über General Nikolaus Baumann und Pastor Johann Gottfried Gregorii klagte, die er beschuldigte, in der lutherischen Gemeinde in Moskau Kollektengelder zur persönlichen Machterweiterung zweckzuentfremden. Um in Moskau keine Feindschaften entstehen zu lassen, bat er Quehl, ihn nicht als Informanten zu nennen.
[17] Sowohl in der Predigt durch Schmid als auch in derjenigen des Diakons Fritzsch im Anschluss an den Lebenslauf werden die in Olearius' Reisebeschreibung genannte Besoldung von insgesamt 2.088 Reichstalern (monatlich 124 Reichstaler und jährlich 300 Rubel) sowie zahlreiche andere Zuwendungen angeführt. Vgl. Olearius, Vermehrte Newe Beschreibung (wie Anm. 5), S. 250.
[18] Dumschat, Ausländische Mediziner (wie Anm. 4), S. 623, berichtet, dass Gramann 1677 wie seine Amtskollegen Laurentius Rinhuber und Peter Pontanus nach dem Sturz des ausländerfreundlichen Bojaren Artemon Sergejewitsch aus dem Staatsdienst entlassen und vor die Wahl gestellt wurden, fortan privat in Moskau zu praktizieren oder das Land zu verlassen.
[19] Laut ebd. verließ Gramann Moskau in Begleitung seiner Ehefrau, seiner Tochter, eines Neffen sowie von drei ausländischen Dienern und einer Magd.
[20] Es handelte sich bei den Kindern um einen dreizehnjährigen Jungen und ein zwölfjähriges Mädchen, die am 4. Februar 1679 getauft wurden. Vgl. Sorge, Thüringer Ärzte (wie Anm. 4), hier Nr. 3, S. 3.
Zitierweise: Simon Dreher, Michael Gramann (1631-1702). Denn Moscau kunt auch von ihm sagen/ Was er vor Curen da gethan – Ein Thüringer Mediziner als Arzt am russischen Zarenhof, in: Leben in Leichenpredigten 10/2014, hg. von der Forschungsstelle für Personalschriften, Marburg, Online-Ausgabe: <http://www.personalschriften.de/leichenpredigten/artikelserien/artikelansicht/details/michael-gramann-1631-1702.html>

