Heinrich Wynich (1544-1612)
01.08.2013
Kategorie: Leben in Leichenpredigten
So glauben wir Catholischen – Konfession in den Leichenpredigten und Polemiken in Hildesheim im letzten Drittel des 16. Jahrhunderts
Dom Hildesheim [1/5]
In den Jahren 1578-1586 veröffentlichte Heinrich Wynich, der Domprediger in Hildesheim,[1] sechs gedruckte Leichenpredigten für verschiedene mit dem Hildesheimer Bischof und dem dortigen Kapitel verbundene Menschen.[2] Diese Sammlung ist gleich in mehreren Hinsichten außergewöhnlich interessant. Erstens - es handelt sich um einige der ältesten bisher bekannten gedruckten Leichenpredigten im katholischen Milieu. Gedruckte Leichenpredigten erschienen in katholischen im Vergleich zu lutherischen Gebieten deutlich später, was mit unterschiedlichen Vorstellungen über die Weisen der Heilserlangung in beiden Konfessionen zusammenhing. Die Reformation lehnte die Auffassung ab, dass die Lebenden auf jegliche Art und Weise für das Heil der Seelen der Verstorbenen arbeiten könnten; der Sinn der lutherisch geprägten Beisetzung ist es seither, nicht der Seele des Verstorbenen zu helfen, sondern die Hinterbliebenen zu belehren und zu trösten - durch Gottes Wort und die Erzählung über das gute Leben und den glückseligen Tod des Verstorbenen. Die katholische Kirche verharrte hingegen im Glauben an das Fegefeuer, und das Konzil von Trient (1545-1563) bestätigte die Möglichkeit, die Länge des Aufenthaltes einer Seele im Fegefeuer durch Gebete, Messen und Almosen zu beeinflussen. Im Mittelpunkt der katholischen kommemorativen Kultur blieben demzufolge Totenmessen und weitere Werke der Barmherzigkeit. Leichenpredigtendrucke schlossen sich diesen Formen von Erinnerung an die Verstorbenen allmählich erst seit dem letzten Viertel des 16. Jahrhunderts an und blieben die ganze Frühe Neuzeit hindurch exklusives Mittel der Repräsentation und Kommemoration der weltlichen und kirchlichen Eliten.[3] Wynichs Predigten entstanden also in den absoluten Anfängen der Entwicklung des Genres im katholischen Milieu und stellen überdies ein außergewöhnlich umfangreiches Korpus von einem einzigen Verfasser dar. Deren Bedeutung für die Erkenntnis der ersten Phase der katholischen Leichenpredigtendrucke ist deswegen grundsätzlich.
Zweitens - Wynichs Leichenpredigten sind eng mit der spezifischen lokalen Situation verbunden; gleich seine erste Leichenpredigt aus dem Jahre 1578 löste in der komplizierten religiösen Situation der kleinräumigen bikonfessionellen Stadt Hildesheim eine interessante gedruckte Auseinandersetzung zwischen ihm und dem dortigen Superintendenten Bartholomäus Wolffhart (gest. 1581) aus. Diese Auseinandersetzung fand zudem direkten Widerhall in der Wahl und Akzentuierung einiger konfessionell belasteter Themen in jüngeren Leichenpredigten in Hildesheim und zwar sowohl auf der katholischen als auch auf der lutherischen Seite.
Hildesheim war Residenzstadt des Bischofs als Landesherr des kleinen Hochstifts Hildesheim, dennoch erlangte sie im Mittelalter eine autonome Stellung und konvertierte 1542 zur evangelischen Religion. Die bikonfessionellen Verhältnisse in der Stadt bestanden darin, dass das Bürgertum fast ausschließlich lutherisch war, während die katholischen Stadtbewohner durch das Kapitel und die Besatzung der zahlreichen Klöster repräsentiert wurden. Die Lage in der Stadt begann sich Ende der 1580er-Jahre zu verschärfen, und es war gerade Wynich, ein deutlicher Exponent der Tridentinischen Reform, der 1587 Jesuiten in die Stadt einlud. Deren Wirkungstätigkeit verschärfte die örtlichen Beziehungen. Vom Ende des 16. und Anfang des 17. Jahrhunderts ist eine Reihe von Zwischenfällen, Angriffen, Beschwerden sowie gegenseitigen literarischen Auseinandersetzungen in der Form von Schmähschriften und Flugschriften bekannt.[4] Wynichs Leichenpredigten ermöglichen es, das Miteinander der beiden Konfessionen in Hildesheim noch vor der Ankunft der Jesuiten zu betrachten.
Das alltägliche Zusammenleben von verschiedenen Konfessionen im geschlossenen Raum einer frühneuzeitlichen Stadt wird in den letzten Jahren im Kontext der Diskussion über das Konfessionalisierungskonzept, wie es in den 1980er-Jahren von Wolfgang Reinhard und Heinz Schilling formuliert wurde, intensiv erforscht.[5] Wynichs Leichenpredigten deuten an, dass die Analyse der Rhetorik in Leichenpredigten zukünftig zur interessanten Möglichkeit werden kann, zwar nicht direkt in die Alltäglichkeit der Bewohner mehrkonfessioneller Lokalitäten durchzudringen, die Selbstrepräsentation konkurrierender Konfessionen hingegen und die Strategien ihrer geistlichen Führer zur symbolischen Beherrschung des öffentlichen Raumes mittels der Medien differenzierter zu untersuchen.
Womit empörte also Wynichs Predigt von 1578 die hiesigen lutherischen Eliten? Wynich pries darin seinen Lehrer, den Ingolstädter Professor Rudolf Klencke (gest. 1578), als ein nachzufolgendes Vorbild von priesterlichen Tugenden und tapferen Verkünder des richtigen (d. i. katholischen) Glaubens. Klencke hatte einen recht Christlichen Eyffer/ die wahre Religion zu propagieren vnd auβzubraitten, reizte zur Konversion viele Menschen, welche den Secten zugethan, lehrte und befestigte sie im katholischen Glauben.
Das Lob des Verstorbenen und seines Missionseifers ist mit einer expliziten Konfrontation von Katholizismus und Luthertum verbunden: Wynich grenzt sich scharf gegen sola fide und sola gratia ab und betont die heilbringende Wirkung von guten Werken. Die allgemeine Kritik der lutherischen Glaubenslehre ergänzt Wynich durch scharfe Angriffe gegen lutherische Prediger, einschließlich eines Verweises auf einen gewissen Konflikt mit deren hiesigen Vertretern, zu dem es vorher gekommen war. Die Leichenpredigt für Klencke war also nicht nur eine Begräbnisverherrlichung des verstorbenen Glaubensgenossen und Lobpreisung des katholischen Glaubens, sondern sie wurde auch zur eindeutigen Kampfwarnung vor den "neuen" Konfessionen und deren Prädikanten, welche ihre Anhänger in die Verdammnis führen, und unterstrich, dass außerhalb des Katholizismus, ausserhalb disem weg nicht möchte sälig werden.
Die rasante, obwohl in diesem Augenblick noch nicht persönliche Kritik der Lutheraner in Hildesheim, wirkte als Auslöser: Bereits im folgenden Jahr veröffentlichte Bartholomäus Wolffhart eine polemische Schrift im Druck,[6] welche eine leidenschaftliche Verteidigung des Luthertums und aggressive Kritik, ja Verhöhnung von Wynichs Leichenpredigt und insbesondere der katholischen Glaubenslehre, v.a. des Glaubens an das Fegefeuer ist. Wolffhart erläutert seinen Schutzbefohlenen sorgfältig mit Hilfe von Standard-Bibelverweisen, dass die 'Papisten' sich darin irrten, an Gottes gnade/ das jhme dardurch seine Sünde nicht konten vorgeben werden, dass sie an volkommene gnugthuung durch Jesus Christus und die Gnade Gottes nicht glaubten und dass sie sich an menschliche Hilfe wenden und seinen trost auff das erlogene Fegefewer setzen müssen. Diese papistischen grewel seien nichts anderes als öffentliche Zauberey. Die Konfrontation der beiden Konfessionen mündet dann in die Erwiderung der Heilsverweigerung für die katholischen Geistlichen: Sie böten den Menschen die lesterliche Lere an, seien verrannt und fielen in die Hellische Gruben.
Die frenetische Verdammung der Papisten gipfelt in der Propagierung der eigenen Glaubenslehre, welche im Gegensatz zur katholischen den Gläubigen Trost spendet: Bedencke nu hie ein jeder Christe/ was die Leute vnter den Papistischen Pfaffen für trost haben. Haben jhre grosse Doctores nicht mehr trostes/ denn das sie nach diesem leben ins Fegefewer müssen/ welches sie so heis machen/ das vnser teglich Fewer gantz kalt dargegen sey. Gedencke wie einem armen Menschen zu sinne ist/ den man hie zeitlich verbrennen soll/ das doch gar balt ein ende nimpt. Ach wie mus einem zu sinne sein/ was hat er für trost/ der in das schreckliche Fewer soll/ vnd weis kein ende/ wenn er wider herauss kommen solle? [...] Aber hie ist des endes kein trost. O blindheit vber alle blindheit.
Die aufwallende Polemik des Hildesheimer Superintendenten blieb nicht ohne Widerhall. Im folgenden Jahr 1581 erschienen gleich mehrere Werke, die auf die Schrift direkt reagierten: ein umfassender, unter Pseudonym veröffentlichter Gegenbericht und vier Leichenpredigten Wynichs. Der Verfasser des Gegenberichtes ist höchstwahrscheinlich ebenfalls Wynich selbst, der unter dem Namen Laurentius Theuwelius Friedtbergensis auftritt.[7] Er stilisiert sich selbst zur Person eines Fremden, von äußeren und den hiesigen Autoritäten (wie etwa Stadtrat, Bischof und den Vertretern der beiden Konfessionen) und deren Animositäten unabhängigen Beobachters, der die Rolle eines autonomen Richters auf sich nimmt und im fiktiven Gespräch mit seinem Gegner, dem hiesigen Superintendenten, verspricht, dessen Verwirrtheit zu beweisen.
Viel interessanter noch als der Gegenbericht, der letzten Endes eine zeitgemäß beliebte Standardpolemik darstellt, sind Wynichs vier Leichenpredigten, welche parallel im Druck veröffentlicht wurden: Die ersten drei hielt er für Verwandte des Hildesheimer Bischofs Ernst (1554-1612) aus der Familie der bayerischen Wittelsbacher und veröffentlichte sie in einem Buch unter dem Titel "Drey Leichpredige",[8] die vierte verfasste er für die Schwester eines der Hildesheimer Kanoniker.[9] Alle vier Leichenpredigten reagieren auf die Auseinandersetzung zum einen so, dass sich deren Inhalt erneut auf die Schlüsselthemen der ganzen Polemik konzentriert: auf die Kritik der Rechtfertigung durch den Glauben, auf die Bedeutung der guten Werke für die Erlösung, auf das Fegefeuer und auf die Rolle der Fürbitten für die Seelen der Verstorbenen; zum anderen durch die Dedikationen an den Hildesheimer Bischof, in denen Wynich die Ursache und den Verlauf des Streites mit dem lutherischen Superintendenten erläutert und dessen Standpunkte zusammenfasst. Er selbst präsentiert die Leichenpredigten also mit Hilfe der Widmungen explizit als eine weitere nachdrückliche Antwort an seinen Konfessionsgegner, deren Publizität schon dadurch die Region weit überschreitet, dass es sich um Leichenpredigten für außergewöhnlich bedeutende Menschen handelt, die zu katholischen Exponenten gehörten und Mitglieder einer führenden Reichsfamilie mit engen Beziehungen zur Kaiserfamilie waren.
Im Herbst 1581 wurde das Geplänkel zwischen dem Domprediger und dem lutherischen Superintendenten durch den Tod des Letzteren beendet. Es scheint jedoch, dass die Themen, welche für deren Polemiken einen Schlüsselcharakter hatten - also der katholische Glauben ans Fegefeuer und unterschiedliche Heilsauffassungen -, weder aus den Mündern der katholischen noch der lutherischen Leichenprediger in Hildesheim verschwanden.
Obwohl Wynichs Predigt aus dem Jahre 1586 den einzigen bisher bekannten Beleg der jüngeren katholischen Leichenpredigten aus Hildesheim darstellt,[10] ist die Weise, auf welche sie auf die fünf Jahre zurückliegende Streitigkeit rekurriert, mehr als aussagekräftig: Im Mittelpunkt der Predigt steht wieder die Kritik des lutherischen sola fide und die Auslegung der Wichtigkeit von Beichte, Buße und guten Werken für die Heilserlangung sowie die Erklärung der Wichtigkeit der Bitten und Gebete für die Seelen der Verstorbenen.
Die Akzentuierung der konfessionell konfrontierenden Themen ist auch in der erhaltenen lutherischen Produktion deutlich, obwohl die entsprechenden Hildesheimer Leichenpredigten wesentlich jünger als der Wynich-Wolffhart-Streit sind (die ältesten sind erst aus den 1590er-Jahren bekannt). Sie konzentrieren sich insbesondere auf die Erklärung der Heilsquellen (sola fide, sola gratia, sola scriptura), deren Bestandteil in der Regel auch eine kurze negative Abgrenzung gegenüber den Vorstellungen der Katholiken ist: gegenüber der Bedeutung von guten Werken, dem Glauben an die Fürbitten der Heiligen, den Wallfahrten und gewiss auch gegenüber dem Fegefeuer. Konfessionspolemiken dominieren jedoch die Predigten nicht mehr, diese erscheinen in Form von kurzen Kommentaren. Mit dem Abstand von zwanzig bis dreißig Jahren brauchte das konfessionell belehrte Publikum keine umfassenden, theologisch verankerten Auslegungen mit zahlreichen Verweisen auf biblische und andere Autoritäten mehr, und es genügt eine flüchtige Bemerkung zum gegebenen Thema, um auf konfessionelle Abgrenzungen, Identifizierung oder Denunziation des Andersgläubigen aufmerksam zu machen.
Die den Tod und Abgang der Seele ins Jenseits behandelnden Leichenpredigten befassen sich aus ihrer Natur heraus mit der Erlösung und der Weise, wie diese zu erlangen ist. In den konfessionell uneinheitlichen Regionen boten die Funeralschriften den Predigern der konkurrierenden Konfessionen ein äußerst geeignetes Potential nicht nur für konfessionelle Disziplinierung, sondern auch für Konfrontation und Auseinandersetzungen. Leichenpredigten konnten darüber hinaus, wie dieses Beispiel zeigt, auf eine geeignete Weise auch andere, anspruchsvollere Formen von konfessioneller Propaganda ergänzen oder sogar vertreten und somit die hiesige Unruhe befördern. Für die Bewohner der Kommunität waren konfessionell konnotierte Leichenpredigten wohl noch einprägsamer als andere literarische Gattungen, denn sie behandelten - im Gegensatz zu komplizierten, für Spezialisten bestimmte theologische Polemiken - auf eine verständliche Art und Weise den Tod ihrer Nächsten, Nachbarn und Familienmitgliedern. Sie gliederten ihn in konfessionell eindeutige Koordinaten ein und konnten somit nicht nur zum wirksamen Mittel der Formung von konfessioneller Identität, sondern auch zum "Blitzableiter" konfessioneller Spannungen werden und als Schaubühne wirken, auf der sich religiöse Animositäten materialisierten.
Dr. RADMILA PAVLÍČKOVÁ ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachbereich Geschichte der Philosophischen Fakultät der Palacký-Universität Olomouc.
Die Autorin bedankt sich herzlich bei der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel und der Dorothee Wilms-Stiftung, mit deren Unterstützung die vorliegende Studie entstand.
Bestand: Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel
Signatur: 130.1 Theol. (4)
Anmerkungen:
[1] Heinrich Wynich (1544-1612) war einer der ersten aus dem Heiligen Römischen Reich kommenden Studenten am Collegium Germanicum in Rom. Nach seiner Rückkehr erlangte er in Freiburg (Breisgau) den Titel Doktor der Theologie, kurz wirkte er als Domprediger in Halberstadt, Anfang der 1570er-Jahre war er Professor an der Universität in Freiburg und wurde 1574 als Domprediger nach Hildesheim berufen. Auf dessen Einladung kam 1587 der erste Jesuit, Johannes Heimer, nach Hildesheim und begann zu predigen. Die Prägung während seines Studiums am Germanicum und das Lehrangebot an die Jesuiten lassen erahnen, dass Wynich ein aktiver Anhänger der Realisierung der Tridentinischen Reform war. Christian Plath, Die Jesuiten als Faktor der konfessionellen Polarisierung im Hochstift Hildesheim, in: Jahrbuch für Geschichte und Kunst im Bistum Hildesheim 74 (2006), S. 243-274, v.a. S. 243; Ders., Konfessionskampf und fremde Besatzung. Stadt und Hochstift Hildesheim im Zeitalter der Gegenreformation und des Dreißigjährigen Krieges (ca. 1580-1660) (Schriftenreihe des Stadtarchivs und der Stadtbibliothek Hildesheim 32), Hildesheim 2005, S. 79, 112; Hermann Engfer, Ein angesehener Hildesheimer Domprediger aus dem 16. Jahrhundert, in: Unsere Diözese in Vergangenheit und Gegenwart. Zeitschrift des Vereins für Heimatkunde im Bistum Hildesheim 22 (1953), S. 81-87.
[2] Heinrich Wynich, Leichpredig/ Bey der Catholischen Begräbnuß deß [...] Herrn Rodolphen Klencken [...], Ingolstadt 1578 (VD16 W 4699); hier verwendet das Exemplar in der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel (im Folgenden HAB Wolfenbüttel), Sign.: 130.1 Theol. (4), Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek, München (im Folgenden BSB München), URN (Werk): http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:12-bsb00022977-2 (Zugriff: 12.06.2013); Ders., Drey Leichpredige/ Welcher die erste gehalten vber dem Christlichen Catholischen Besingnuß [...] Herrn Albrechten [...] Hertzogen in Obern vnd Nidern Beyern [...] Die zwo folgende aber wegen deß auch Christlichen Begenknuß oder dreysigsten/ der Alten löblichen Hertzoginnen/ als Hochgemeltes Fürsten gewesenen Frauwen Mutter [...], Köln 1581 (VD16 W 4697), hier: HAB Wolfenbüttel, 130.1 Theol (6)], Digitalisat der BSB München, Permalink (Werk): http://www.mdz-nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:bvb:12-bsb10148194-3 (Zugriff: 12.06.2013); Ders., Ein Catholische Leichpredig/ Jn welcher beyde von den Mitteln/ so Gott der Herr selbst zur Seligkeit/ als zu dem Himlischen Hierusalem vnd rechtem Vatterland verordnet [...], Ingolstadt 1581 (VD16 W 4698); hier: HAB Wolfenbüttel, 130.1 Theol. (8)], Digitalisat der BSB München, Permalink (Werk): http://www.mdz-nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:bvb:12-bsb10161668-3 (Zugriff: 12.06.2013); Ders., Eine Christliche Leichpredigt/ Auff dem Catholischen Begängnüß deß [...] Johann von Bothmer [...], Köln 1586 (VD16 W 4696); hier: BSB München, Res/4 Or.fun. 252,1.], Digitalisat, URN (Werk): http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:12-bsb00025672-8 (Zugriff: 12.06.2013).
[3] Georg Schrott, Leichenpredigten für bayerische Prälaten der Barock- und Aufklärungszeit (Materialien zur bayerischen Landesgeschichte 22), München 2012; Radmila Pavlíčková, Katholische Leichenpredigten über Bischöfe in der Frühen Neuzeit, in: Barok XVI/1 (31) (2009), Instytut Historyczny Uniwersytetu Warszawskiego, Warszawa, S. 15-47; Birgit Boge/Ralf Georg Bogner (Hg.), Oratio funebris. Die katholische Leichenpredigt der frühen Neuzeit. Zwölf Studien. Mit einem Katalog deutschsprachiger katholischer Leichenpredigten in Einzeldrucken 1576-1799 aus den Beständen der Stiftsbibliothek Klosterneuburg und der Universitätsbibliothek Eichstätt (Chloe 30), Amsterdam/Atlanta 1999.
[4] Christian Plath, Flugschriften aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts als Medium der konfessionellen Auseinandersetzung im Hochstift Hildesheim, in: Hildesheimer Jahrbuch für Stadt und Stift Hildesheim 78 (2006), S. 73-88; Ders., Das frühneuzeitliche Hildesheim als Spannungsfeld der Konfessionen, in: Jahrbuch für Geschichte und Kunst im Bistum Hildesheim 73 (2005), S. 107-143; Jürgen Stillig, Jesuiten und Germaniker im fürstbischöflichen Hildesheim. Aspekte der frühneuzeitlichen Territorialherrschaft, in: Alt-Hildesheim. Jahrbuch für Stadt und Stift Hildesheim 61 (1990), S. 73-94.
[5] Burkhard Dietz/Stefan Ehrenpreis, Drei Konfessionen in einer Region. Beiträge zur Geschichte der Konfessionalisierung im Herzogtum Berg vom 16. bis zum 18. Jahrhundert (Schriftenreihe des Vereins für Rheinische Kirchengeschichte 136), Köln/Bonn 1999; Etienne François, Die unsichtbare Grenze. Protestanten und Katholiken in Augsburg 1648-1806 (Abhandlungen zur Geschichte der Stadt Augsburg 33), Sigmaringen 1991; Paul Warmbrunn, Zwei Konfessionen in einer Stadt. Das Zusammenleben von Katholiken und Protestanten in den paritätischen Reichsstädten Augsburg, Biberach, Ravensburg und Dinkelsbühl von 1548 bis 1648 (Veröffentlichungen des Instituts für Europäische Geschichte, Mainz 111), Wiesbaden 1983.
[6] Bartholomäus Wolffhardt, Auff die Leügpredigt des Dompredigers zu Hildesheim/ Heinrich Wynickhs/ die er eine Catholische Leichpredigt nennet/ Kurtze vnd in Gottes Wort gegründete vorantwortung [...], Lemgo 1579 (VD16 W 4292), hier: HAB Wolfenbüttel, 250.7 Theol. (12).
[7] Kurtzes Bedencken vnd Gegenbericht Laurentij Theuwelij/ Richters/ Auff die vngeheure Schmehe Schrifft so Bart. Wolffhart [...] wider das Leben vnd Absterben H. D. Rodolphen Klencken/ seliger/ Vnd dann auch hierüber/ durch den Hildeßheimischen Thumprediger/ gehaltene Leichpredigt/ wie vnchristlich/ Also auch den Widersachern selbst fast schimpfflich/ durch öffentlichen Truck hat außgehen lassen [...], Köln 1581 (VD16 ZV 15603), hier: HAB Wolfenbüttel, A:250.7 Theol. (13), Digitalisat der BSB München, URN (Werk): http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:12-bsb00022978-8 (Zugriff: 12.06.2013).
[8] Wynich, Drey Leichpredige (wie Anm. 2). Es handelt sich um eine Gesamtausgabe von drei Leichenpredigten für Mitglieder der bayerischen Wittelsbacher-Linie und zwar für den Vater und die Großmutter des Hildesheimer Bischofs Ernst von Bayern: die Predigt für Albrecht V. Herzog von Bayern (1528-1579), die Wynich im Dezember 1579 hielt, und zwei im Dezember 1580 gehaltene Predigten für die Mutter Albrechts V., Maria Jakobäa, geb. Markgräfin von Baden (1507-1580).
[9] Ders., Ein Catholische Leichpredig (wie Anm. 2). Die Leichenpredigt für Maria Bock von Nordholz (gest. 1580), die Schwester eines Hildesheimer Kanonikers, hielt Wynich im Herbst 1580, der Druck erschien im folgenden Jahr.
[10] Ders., Eine Christliche Leichpredigt (wie Anm. 2). Die Predigt für Johann von Bothmer, den ehemaligen bischöflichen Statthalter in Hildesheim, der am 7. Januar 1586 auf seinem Sitz Bothmer (= Rittergut Bothmer I; Bothmer in der Lüneburger Heide ist heute ein Ortsteil von Schwarmstedt) starb, erschien im selben Jahr im Druck.
Zitierweise: Radmila Pavlíčková, Heinrich Wynich (1544-1612). So glauben wir Catholischen – Konfession in den Leichenpredigten und Polemiken in Hildesheim im letzten Drittel des 16. Jahrhunderts, in: Leben in Leichenpredigten 08/2013, hg. von der Forschungsstelle für Personalschriften, Marburg, Online-Ausgabe: <http://www.personalschriften.de/leichenpredigten/artikelserien/artikelansicht/details/heinrich-wynich-1544-1612.html>

