Forschungsstelle für Personalschriften Marburg

Ulrich Herzog zu Mecklenburg (1527-1603)

01.04.2012

Kategorie: Leben in Leichenpredigten

Von: Jan-Hendrik Hütten

Woher vnd von weme eine Christliche Obrigkeit komme – Die Leichenpredigt als Form politischer Kommunikation

Ulrich Herzog zu Mecklenburg (1527-1603) [1/3]

Seitdem differenzierte Gesellschaften existieren, ist die Einteilung dieser hinsichtlich sozialer Merkmale die Regel. Die Ordnung der Gesellschaft in soziale Großgruppen, Stände genannt, war sowohl den Zeitgenossen geläufig, ist aber auch eine gängige historische Denkkategorie bei der Betrachtung komplexer Gesellschaftsstrukturen. Damit die Ordnung der Gesellschaft bestehen blieb, musste sie aufgrund der ausgeprägten sozialen Hierarchisierung und der damit verbundenen Ungleichheit fortwährend legitimiert werden, um möglichen Konflikten vorzubeugen.[1] Die „politische Kommunikation“ diente der Legitimation von Herrschaft, getragen wurde sie von bestimmten sozialen Gruppen des Gemeinwesens.[2] Die Legitimation geschah auf verschiedene Arten und die Religion spielte aufgrund ihrer Dominanz eine Schlüsselrolle im Mittelalter und der Frühen Neuzeit. In diesem Zusammenhang von Religion und der Artikulation politischer Normen wird mit Blick auf das 16./17. Jahrhundert von „politischer Theologie“[3] gesprochen und gerade die Reformation förderte neue Legitimationsansätze.[4]

Als einer der bedeutendsten mecklenburgischen Fürsten, Herzog Ulrich (1527-1603), starb, hatte er Mecklenburg insgesamt 49 Jahre regiert. Von 1555/56 bis 1576 lenkte er die Geschicke des Landes zusammen mit seinem älteren Bruder Johann Abrecht I. (1525-1576). Nach dessen Tod übernahm er die Vormundschaftsregierung für seinen unmündigen Neffen Johann VII. (1558-1592). Nachdem dieser 1585 für volljährig erklärt wurde, regierten sie zusammen. Ein erneuter Zusammenfall zu Gunsten Ulrichs erfolgte 1592 aufgrund des Selbstmordes von Johann. Hiernach übernahm er, diesmal für die Söhne Johanns, die Vormundschaftsregierung, die bis zu seinem Tod 1603 andauerte.[5] Die Regierungszeit Ulrichs wird als eine der fruchtbarsten Perioden in der mecklenburgischen Geschichte auf dem Gebiet der Kunst und Kultur interpretiert. Auf der einen Seite wurde der Ausbau von Residenzen forciert, die Reformation verfestigt und zahlreiche dynastisch-repräsentative Monumente entstanden.[6] Auf der anderen Seite bauten die mecklenburgischen Landstände ihren politischen Einfluss aus und legten den Grundstock für den bis ins 20. Jahrhundert prägenden Dualismus zwischen Landesherr und Landständen.[7]

Zum Tod des Herzogs wurden insgesamt vier Leichenpredigten erstellt.[8] Von diesen wurden drei vor unterschiedlichem Publikum gehalten[9] und eine weitere direkt im Anschluss an die Trauerfeierlichkeiten[10] verteilt.[11]

Im engeren Fokus steht die Leichenpredigt des Güstrower Hofpredigers Nikolaus Giesenhagen (1559-1638), die am 14. April 1603 parallel zu der Bestattungszeremonie im Dom – der Platz in der herzoglichen Grablege reichte schlichtweg nicht für alle Trauernden aus – in der Güstrower Pfarrkirche gehalten wurde. Im Gegensatz zur Leichenpredigt des Superintendenten Lucas Bacmeister (1530-1608), die im Dom vor dem Nachfolger Ulrichs, Herzog Karl I. (1540-1610), sowie weiteren hohen und niedrigen Adligen und Vertretern der Bildungselite gehalten wurde, predigte Giesenhagen in der Pfarrkirche vor gemeinem Volk. Hier waren beispielsweise die Güstrower Bürgerschaft, deren Frauen sowie der Untermarschall, die Hofdiener und Hofmägde anwesend.[12]

Die Leichenpredigt Giesenhagens bezieht sich auf das 4. und 5. Kapitel der Klagelieder des Jeremias. Giesenhagen will anhand der ausgewählten Bibelstellen begründen, woher vnd von weme eine Christliche Obrigkeit komme/ vnd was für ein tewres vnd edles kleinoth/ eine Gottselige Obrigkeit sey. Des Weiteren will er ausführen, dass Gott als oberster Lehnsherr Obrigkeit durch den Tod des Landesherrn auch wieder fortnimmt und warum dies geschieht. Er beginnt, indem er feststellt: Zu allen zeiten sind Leute gefunden worden/ welche es davor gehalten/ daß der Weltliche Regierstand/ Ein Menschliches Sündlein sey/ zu dem ende erdacht/ damit nicht ein jeglicher seines Kopffs vnd Willens leben kann. Er behauptet weiter, dass im Katholizismus der Obrigkeit Standt [...] ein gefehrlicher/ sündtlicher vnd verdambter Orden sei, in dem man nicht guten Gewissens leben und sterben könnte. Weiter thematisiert Giesenhagen den Vertrauensverlust der Menschen in die Kirche und dankt Gott, dass er sie von solchem Gräuel vnd Schewel des Papsts befreit hat, denn erst jetzt ist den Christen wieder auß Gottes klarem vnd warem Worte bekant/ daß die Obrigkeit Gottes wolgeselliger Standt vnd orden sey, da Gott den Regierungsstand doch selbst begründet und die Obrigkeit von Gott dem Herr[n] selbst zur Regierung angewiesen und gesalbet wird. Giesenhagen geht weiter darauf ein, dass die weltliche Obrigkeit ihre Funktion an Gottes stat, also als Stellvertreter Gottes auf Erden ausführt sowie als Schild des Glaubens dient und somit Gottes Amptleute sind. Im weiteren Verlauf zitiert er die prominente Bibelstelle aus dem Brief des Apostels Paulus an die Römer, Kapitel 13, Vers 1: [...] daß auch keine Obrigkeit sey/ dann nur von Gott/ Derselbe setzet König ein vnd wider ab.[13]

Hiernach bezieht Giesenhagen das Gesagte auf das Leben Herzog Ulrichs und stellt fest, dass sich dieser seiner Stellung bewusst war und Gott als obersten Lehnsherren anerkannte. Der Hofprediger führt weiter an, dass Ulrich seinen Amtspflichten nachkam, indem er die protestantische Kirche förderte und schützte. Er benennt die Aufgabe eines Landesherren, welcher Gottlose ärgerliche Leute [...] böse bellende vnd beissende Hunde wegreumen/ sie auß dem Lande verweisen vnd gar umbringen [...] muss [...] damit sie es nicht mehr thun/ vbel ärger machen.

Anschließend führt Giesenhagen aus, dass die Untertanen nicht immer das Geschenk der Obrigkeit erkennen, beziehungsweise zu würdigen wissen. Um jedoch darzulegen, dass diese positive Seiten hat, bezieht er sich auf die genannten Abschnitte im Buch Jeremia und charakterisiert anhand von dort benutzten Schlagwörtern die Mitglieder der Obrigkeit: Zum einen sind sie die Gesalbten des Herrn, zum anderen ein Schatten, ein Trost und zu letzterem eine Krone.[14] Giesenhagen gebraucht diese Zuschreibungen, um anhand ihrer darzustellen, wie gut Ulrich und seine Regentschaft doch war, denn sämtliche dieser Tugenden lassen sich in der Person des Herzogs wiederfinden. Als Argument, dass er ein Gesalbter des Herrn war, führt der Prediger an, dass Ulrich getauft sowie zum Herrscher gesalbt wurde. Der Schatten wird begründet, in dem Giesenhagen Ulrichs 49-jährige Regierungszeit hervorhebt. In dieser wurde Ulrich zu einem großen und starken Baum, welcher Schatten spendete und somit allen Untertanen gut tat. Des Weiteren führt er in diesem Kontext an, dass Ulrichs Äste bis weit nach Dänemark und Schottland reichten. Hiermit spielt Giesenhagen auf die Hochzeiten von Ulrichs Tochter nach Dänemark und seiner Enkelin nach Schottland an. Der Trost wird mit der milden und nachsichtigen Regierung des Herzogs erklärt, die auf das Wohl der Untertanen ausgelegt war. Die Krone wird sozusagen als „krönender Abschluss“ gebraucht. In diesem Kontext werden baulichen Bestrebungen des Geehrten benannt, die Förderung der Religion, sein schönes und wohlwollendes Äußeres sowie seine Funktion als Nestor des Niedersächsischen Reichskreises. Das Bild der Krone gebraucht Giesenhagen auch, wenn er in der Einleitung der Leichenpredigt kommentiert, dass mit dem Tod Ulrichs die Krone unsers Heuptes [...] abgefallen ist. Wiederholt spielt er damit auf die herausragende fürstliche Person Ulrichs als Obrigkeit an und führt ebenso aus, dass diese von Gott genommen wurde.

Giesenhagen wendet die Argumentation der Bibel direkt auf den verstorbenen Landesherrn an, indem er die Verdienste des Ulrichs hervorhebt. Damit beweist er den Untertanen zugleich, dass eine gerechte Obrigkeit das Leben aller fördert. Insgesamt kann konstatiert werden, dass der Hofprediger Ulrichs gesamte Regentschaft als auf das Wohl der Untertanen ausgelegt betrachtet, Ulrich die reine vnd ware Religion förderte und den Unterthanen als Spiegel und helles Liecht mit gutem Exempel voran gegangen war. Im weiteren Verlauf der Leichenpredigt beginnt Giesenhagen die beiden anderen Punkte darzulegen und stellt Ulrichs seliges Leben und Sterben dar. Des Weiteren appelliert er an die Zuhörer ein christliches Leben zu führen.

Werden alle Leichenpredigten betrachtet, so fällt auf, dass nur Giesenhagen in seiner Leichenpredigt den Zuhörern die hierarchisch gegliederte Gesellschaft erläutert. Bei Andreas Johannes,[15] Seelsorger in der herzoglichen Residenz Mirow, findet kein Verweis auf die Legitimation fürstlicher Herrschaft statt. Ebenso wenig in der ersten Leichenpredigt Giesenhagens, die am 16. März während der Aufbahrung der fürstlichen Leiche in der Schlosskapelle gehalten wurde. Bacmeister erwähnt in seiner Predigt zwar, dass die Fürsten ihre weltliche Stellung Gott verdanken, näher erläutert wird diese Aussage aber nicht. Der gesellschaftslegitimierende Inhalt von Giesenhagens Leichenpredigt kann also direkt mit der Zuhörerschaft aus dem gemeinen Volk erklärt werden – bei allen anderen Leichenpredigten kamen die Adressaten aus Adel und Funktionselite.[16] Der Inhalt dieser Predigten bezieht sich vornehmlich auf das christliche Leben, das selige Sterben sowie Errungenschaften Ulrichs.

Giesenhagen greift in seiner Predigt direkt das lutherische Obrigkeitsverständis auf, stellt die Reformation als äußerst positiv dar und erläutert den Zuhörern, dass die Obrigkeit von Gott eingesetzt wird und der Gehorsam ihr gegenüber Gottesdienst ist.[17] In der mecklenburgischen Kirchenordnung wird dies ebenso thematisiert: das die unterthanen der Weltlichen Obrigkeit gehorsam schuldig sind/ Also/ das ungehorsam Sünd wider Gott sey.[18] Er erklärt den niederen sozialen Gruppen, dass die Ordnung direkt auf Gott zurückgeht und legitimiert diese mit seinen Ausführungen. Er unterfüttert seine Aussagen weiter, indem er den Schutzauftrag der Obrigkeit gegenüber der protestantischen Kirche benennt und Ulrich als gewesenen Patron darstellt, der zum irdischen und seligen Wohl seiner Untertanen agierte.[19]

Das Aufgreifen der sozialen Ordnung innerhalb der protestantischen Predigtliteratur kann für diese Zeit als typisch gelten und die soziale Herkunft des Publikums erklärt, warum der Inhalt entsprechend gewählt wurde.[20] Dass die „politische Kommunikation“ der Herrschaftslegitimierung dient und die „politische Theologie“ ein Teil dieser ist, wurde bereits am Beginn dargestellt. Als Mittler der Herrschaftslegitimierung tritt in diesem Fall der theologisch gebildete und von Ulrich eingesetzte Hofprediger Giesenhagen auf. Im Kontext der „Kommunikation über Herrschaft“ ist Einbindung von Theologen keine Seltenheit.[21] Das Amt des Hofpredigers schloss in der Frühen Neuzeit immer stärker politische Aufgaben mit ein und war Teil der protestantischen Funktionselite, die dann im Hinblick auf die Herrschaftsordnung wichtige systemlegitimierende aber auch kritische Aufgaben wahrnahm.[22]

Die Leichenpredigt Giesenhagens auf Ulrich kann als eindrucksvolles Zeugnis politischer Kommunikation mit dem Ziel der Herrschaftslegitimierung in der Frühen Neuzeit gewertet werden. Sie rechtfertigt die Hierarchisierung der Gesellschaft anhand typisch lutherischer Ansichten und will den Zuhörern verdeutlichen, dass die Ordnung der Welt auf Gott zurückgeht. In der historischen Forschung wurde in den vergangenen Jahren herausgearbeitet, dass sich ein Großteil der politischen protestantischen Schriften des 16./17. Jahrhunderts mit der Legitimation und Begrenzung von Herrschaft auseinandersetzten.[23] Inwieweit Leichenpredigten einen Anteil an der politischen Kommunikation hatten, beziehungsweise inwiefern sie als Medium eben dieser benutzt wurden, ist aber noch unzureichend erforscht.

 

JAN-HENDRIK HÜTTEN B.A. ist Student der Neueren Geschichte Europas und der Politikwissenschaft sowie Studentische Hilfskraft im Arbeitsbereich Historische Geographie und Demographie des Instituts für Medienforschung an der Universität Rostock. Der Autor ist erreichbar unter: jan-hendrik.huetten[at]uni-rostock.de.

 

Bestand: Landesbibliothek Mecklenburg-Vorpommern Schwerin
Signatur: Mkl f I 1150

 

Anmerkungen:

[1] Paul Münch, Grundwerte der frühneuzeitlichen Ständegesellschaft? Aufriß einer vernachlässigten Thematik, in: Winfried Schulze (Hg.), Ständische Gesellschaft und soziale Mobilität (Schriften des Historischen Kollegs. Kolloquien 12), München 1988, S. 53-72; Otto Gerhard Oexle, Die funktionale Dreiteilung als Deutungsschema der sozialen Wirklichkeit in der ständischen Gesellschaft des Mittelalters, in: ebd., S. 19-51; Winfried Schulze, Die ständische Gesellschaft des 16./17. Jahrhunderts als Problem von Statik und Dynamik, in: ebd., S. 1-17.

[2] Luise Schorn-Schütte, Kommunikation über Herrschaft, in: Lutz Raphael (Hg.), Ideen als gesellschaftliche Gestaltungskraft im Europa der Neuzeit. Beiträge für eine erneuerte Geistesgeschichte (Ordnungssysteme 20), München 2006, S. 71-108.

[3] Ebd., S. 72.; Dies., Die Drei-Stände-Lehre im reformatorischen Umbruch, in: Bernd Moeller (Hg.), Die frühe Reformation in Deutschland als Umbruch. Wissenschaftliches Symposium des Vereins für Reformationsgeschichte 1996 (Schriften des Vereins für Reformationsgeschichte 199), Gütersloh 1998, S. 435-461.

[4] Schorn-Schütte, Kommunikation (wie Anm. 2), S. 77.

[5] Bis vor ungefähr 20 Jahren war das Interesse am Leben und Wirken Herzog Ulrichs relativ gering. Vielmehr stand sein älterer Bruder, Johann Albrecht I., im Fokus der mecklenburgischen Historiografie. Dies ist vornehmlich der mecklenburgischen Geschichtsschreibung des 19. Jahrhunderts geschuldet, die in den architektonischen Hinterlassenschaften einen „nationalen mecklenburgischen Stil“ ausmachte. In den vergangenen Jahrzehnten stieg das Forschungsinteresse an Herzog Ulrich an: Steffen Stuth, Höfe und Residenzen. Untersuchungen zu den Höfen der Herzöge von Mecklenburg im 16. und 17. Jahrhundert (Quellen und Studien aus den Landesarchiven Mecklenburg-Vorpommerns 4), Bremen 2001; Ders., Mecklenburg im 16. Jahrhundert, in: Stadt und Hof. Schwerin als Residenzstadt im 16. Jahrhundert. Begleitband zur Ausstellung, hg. vom Historischen Museum Schwerin, Schwerin 1995, S. 31-63; Andreas Pečar, Bruderzwist im Hause Mecklenburg. Herzog Ulrich (1554-1603) als Prototyp innerfamiliärer Herrschaftskonkurrenz, in: Mecklenburgische Jahrbücher 123 (2008), S. 77-103.

[6] Carsten Neumann, Die Renaissancekunst am Hofe Ulrichs zu Mecklenburg (Bau + Kunst 15), Kiel 2009; Andreas Pečar, Genealogie als Instrument fürstlicher Selbstdarstellung, in: zeitenblicke 4 (2005), Nr. 2, [2005-06-28], URL: http://www.zeitenblicke.de/2005/2/Pecar/index_html#d4148e33 (Zugriff: 10.01.2012); Steffen Stuth, David Chytraeus und die mecklenburgischen Landesfürsten. Am Beispiel der Korrespondenz mit Herzog Ulrich, in: Karl-Heinz Glaser/Steffen Stuth (Hg.), David Chytraeus (1530-1600). Norddeutscher Humanismus in Europa. Beiträge zum Wirken des Kraichgauer Gelehrten, Ubstadt-Weiher 2000, S. 73-87.

[7] Michael Busch, Die Befestigung landständischer Macht in Mecklenburg im 16. Jahrhundert. Güstrower und Sternberger Reversalen von 1555 und 1572, in: Ders. (Hg.), Terra et Mars. Aspekte der Landes- und Militärgeschichte. Festschrift für Eckardt Opitz zum 65. Geburtstag, Neumünster 2003, S. 27-42; Ernst Münch, Mecklenburgs widersprüchlicher Übergang in die frühe Neuzeit. 1477-1621, in: Wolf Karge/Ernst Münch/Hartmut Schmied (Hg.), Die Geschichte Mecklenburgs. Von den Anfängen bis zur Gegenwart, 4. Aufl., Rostock 2004, S. 57-65.

[8] Ilka Minneker, Vom Kloster zur Residenz. Dynastische Memoria und Repräsentation im spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Mecklenburg (Symbolische Kommunikation und gesellschaftliche Wertesystem 18), Münster 2007, S. 15f.

[9] Lucas Bacmeister, Eine Christliche Predigt/ gehalten bey der Fürstlichen Leichbestätung/ des Weiland Durchleuchtigen [...] herrn Ulrichen hertzogen zu Mecklenburg [...], Rostock 1603 (VD17 23:248718Q), Digitalisat der Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz (im Folgenden SBB-PK Berlin), PURL (Werk): http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB0001885000000000 (Zugriff: 10.01.2012); Nikolaus Giesenhagen, Zwo einfeltige Predigten/ Über den tödlichen/ jedoch christlichen vnd Gottseligen Abscheid [...] Herrn VLRICHEN, Hertzogen zu Mecklenburg [...], Rostock 1603 (VD17 23:280926V), Digitalisat der Universitätsbibliothek Rostock, PURL (Werk): http://purl.uni-rostock.de/rosdok/ppn823398161 (Zugriff: 10.01.2012).

[10] Der Ablauf der Trauerfeierlichkeiten ist verhältnismäßig gut dokumentiert: Anonym, Procesz der Leichbegengnisz des hochwürdigen, durchleuchtigsten Fürsten vnd Herrn, Herrn Vlrichen zu Mecklenburg, Fürsten zu Wenden, Administratorn des Stiffts vnd Graffen zu schwerin, der Lande Rostock und Stargard Herrn hochlöblicher christmilder Gedechtnisz, welcher den 14. Apr. Anno 1603 zu Güstrow ist begangen vnd gehalten worden, vnd was darauff erfolget etc., Rostock 1603.

[11] Andreas Johannes, Hochfürstlicher Ehrenpreiß/ Aus Josephs herrlicher vnd denkwirdiger Valetrede/ Genes. 50. auff die fürstliche vnd in Gott ruhende Leiche/ Des hochwürdigen [...] Herrn Vlrichen, Hertzogen zu Mecklenburg [...], in: Bacmeister, Predigt (wie Anm. 9); Minneker, Vom Kloster zur Residenz (wie Anm. 8), S. 503.

[12] Ebd.; Stuth, Höfe und Residenzen (wie Anm. 5), S. 367-381; Minneker, Vom Kloster zur Residenz (wie Anm. 8), S. 431.

[13] Röm 13,1 zitiert nach Giesenhagen, Zwo einfeltige Predigten (wie Anm. 9), Bl. 42. In der Bibelübersetzung nach Martin Luther in der revidierten Fassung von 1984 lautet der Text: "Jedermann sei untertan der Obrigkeit, die Gewalt über ihn hat. Denn es ist keine Obrigkeit außer von Gott; wo aber Obrigkeit ist, die ist von Gott angeordnet." Aus: Die Bibel nach der Übersetzung Martin Luther in der revidierten Fassung von 1984. Durchgesehene Ausgabe in neuer Rechtschreibung, hg. von der Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart 1984.

[14] Klgl 4,20-22 und 5,16 zitiert nach Giesenhagen, Zwo einfeltige Predigten (wie Anm. 9), Bl. 34 und 45ff.

[15] Lebensdaten unbekannt.

[16] Stuth, Höfe und Residenzen (wie Anm. 5), S. 340-381; Procesz der Leichbegengnisz (wie Anm. 11).

[17] Max Josef Suda, Die Ethik Martin Luthers (Forschungen zur systematischen und ökumenischen Theologie 108), Göttingen 2006, S. 117-150.

[18] Revidirte Kirchenordnung: Wie es mit Christlicher Lehre/ reichung der Sacrament/ Ordination der Diener des Evangelii/ ordentlichen Ceremonien in der Kirchen/ Visitation/ Consistorio vnd Schulen: Im Hertzogthumb Meckelnburg/ etc. gehalten wirdt, Güstrow/Rostock 1602 (VD17 39:129937B), Digitalisat der SBB-PK Berlin, PURL (Werk): http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB0000ADB300000000 (Zugriff: 10.01.2012).

[19] Matthias Weiss, ... weltliche hendel werden geistlich. Zur politica christiana des 16. Jahrhunderts, in: Raphael (Hg.), Ideen (wie Anm. 2), S. 109-125.

[20] Schorn-Schütte, Kommunikation (wie Anm. 2), S. 79f.

[21] Ebd., S 81f.

[22] Ebd., S. 88f.; Astrid von Schlachta, Hofgeistlichkeit, in: Werner Paravicini (Hg.), Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich. Bilder und Begriffe (Residenzenforschung 15,2), Teil 1: Begriffe, Ostfildern 2005, S. 44-46.

[23] Schorn-Schütte, Kommunikation (wie Anm. 2), S. 77-80.

 

Zitierweise: Jan-Hendrik Hütten, Ulrich Herzog zu Mecklenburg (1527-1603). Woher vnd von weme eine Christliche Obrigkeit komme – Die Leichenpredigt als Form politischer Kommunikation, in: Leben in Leichenpredigten 04/2012, hg. von der Forschungsstelle für Personalschriften, Marburg, Online-Ausgabe: <http://www.personalschriften.de/leichenpredigten/artikelserien/artikelansicht/details/ulrich-herzog-zu-mecklenburg-1527-1603.html>

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