Forschungsstelle für Personalschriften Marburg

Sophie Charlotte Weigbers (1670–1683)

01.08.2012

Kategorie: Leben in Leichenpredigten

Von: Jürgen Beyer

Johannes Lassenius’ Kopenhagener Leichenpredigt über eine unblutige Märterin als internationaler Longseller

Abbildung des Blasensteins, an dem Sophie Charlotte Weigbers litt. [1/5]

Fast alles, was wir über Sophie Charlotte Weigbers wissen, beruht auf der Leichenpredigt, die Johannes Lassenius verfasste und die zwei Jahre nach Sophie Charlottes Tod im Druck erschien.[1] In welcher Form die Leichenpredigt gehalten wurde, wissen wir nicht, sicherlich geschah das nicht so, wie sie gedruckt vorliegt, denn das hätte die Geduld jeder auch noch so teilnehmenden Trauergemeinde überfordert. Die eigentliche Leichenpredigt füllt 344 Seiten und ist mit nicht weniger als 853 lateinischen Anmerkungen versehen.

Lassenius war seit 1676 Hauptpastor an der heute noch bestehenden deutschen St.-Petri-Kirche in Kopenhagen.[2] Er gab der gedruckten Predigt den Titel "Versüssete Bitterkeit". Ein solches Paradox benutzte er nicht nur in anderen Leichenpredigten – so erschien 1668 ein "Gewinnender Verlust" und 1684 eine "Beseuffzete Nichtigkeit"[3] –, sondern überhaupt gern. In seinen "Sionitischen Erquick-Stunden" finden sich zahlreiche Kapitelüberschriften wie Die schuldige Unschuld, Das gantze Theil, Die ersprießliche Trübsal und auch Die süsse Bitterkeit.[4] Die folgenden Ausführungen stützen sich vor allem auf die "Historia defunctae", die auf die eigentliche Leichenpredigt folgt und Sophie Charlottes Leben und Sterben beschreibt.[5]

Die Eltern der Verstorbenen waren Herman Weigbers (Weigberg, Weyberg), Oberkammerdiener des dänischen Königs, und seine Frau Anna, geb. Lorentzen, aus Flensburg. Sophie Charlottes Großvater väterlicherseits, Wilcken Weigbers, stammte aus Westfalen, aber wegen der Verfolgung der Lutheraner dort musste er nach Oldenburg i. O. auswandern. Sophie Charlotte hatte zwei ältere Geschwister. Die Schwester Anna Margaretha war mit Hans Voskamp verheiratet, der ebenfalls Kammerdiener des Königs war. Der Bruder Friedrich studierte später im Ausland und machte danach am dänischen Hof Karriere.[6] Die enge Verbindung dieser deutschen Familie mit dem dänischen Hof war überhaupt nichts Ungewöhnliches, schließlich war die Sprache des Kopenhagener Hofs deutsch.

Im Hause der Eltern wurden regelmäßig Betstunden abgehalten, und Sophie Charlotte war immer mit Eifer dabei. Auch bei Lassenius’ Predigten fehlte sie nie. Sie war geschickt darin, Predigten nachzuerzählen,[7] was früher offenbar häufig praktiziert wurde.[8]

Schon als Kleinkind wurde Sophie Charlotte von allerlei Krankheiten geplagt. Als sie neun Jahre alt war, bekam sie Stein-Beschwerungen.[9] Gelegentlich sonderte sie Sand und kleine Steine ab, doch hielt man dies für Nierensteine. Erst nach dem 4. Dezember 1682 wurde es offensichtlich, dass sie einen großen Stein in der Blase hatte. Sie lag dann sechs Wochen zu Bett. Anschließend konnte sie einige Zeit auf sein, doch ab dem 20. Februar 1683 musste sie erneut das Bett hüten. Am 11. März verschlechterte sich ihr Zustand dramatisch, und sie hatte ständig sehr große Schmerzen.

Lassenius stilisiert sie zu einer unblutige[n] Märterin. Sie hielt ihre Schmerzen mit größter Geduld aus und tröstete die, die sie trösten wollten. Ausser diesem war ihre Arbeit nichts dann beten und singen. Damit unterbrach Sie die Schmertzen/ und machte sich freudig in GOTT. Gott gab ihr Stärcke [...]/ umb ein vollkommenes Muster menschlicher Gedult zu werden.[10]

Nachdem Lassenius ihr das Abendmahl gereicht hatte, rief Sophie Charlotte ihren Vater, um von ihm Abschied zu nehmen. Danach sagte sie mit rührenden Worten ihrer Mutter Lebewohl, schließlich verabschiedete sie sich auch von ihrer Schwester und ihrem Bruder. Nach diesem liesse sie alle so im Hause waren/ einen nach dem andern vor sich kommen; Gabe einem jeden seine Lehr/ Ermahnung/ auch letzten Segen; damit sie ja in der Welt niemands was schuldig bliebe; Auch vergasse Sie/ bey solcher Valet-Nehmung der Armuth nicht/ und wolte daß auch diese ihres Todes/ bey gewisser Schenckung/ eingedenck verbleiben solten.[11] Nachdem sie alles getan hatte, was auff Erden noch zu thun war; wante [sie] sich nun eintzig und allein zu ihrem Seligmacher Christo JEsu; redete von Ihm/ die noch übrige Zeit ihres Lebens.[12]

Als sie nach einem kurzen Schlaf erwachte, war sie voller Freude und berichtete, dass sie Jesus in großer Herrlichkeit gesehen habe. Der gelehrte Lassenius konnte ihr erzählen, dass Christus auch König Christian IV. erschienen sei. In der gedruckten Leichenpredigt zeigt ein Kupferstich dieses Ereignis.[13]

Sophie Charlotte starb am 13. März 1683 in einem Alter von dreizehn Jahren. Die Todesursache war der Stein in der Blase, dem in der Leichenpredigt recht viel Aufmerksamkeit gewidmet wird.[14] Sophie Charlotte wurde am 17. März im Kirchengewölbe unter dem Geläut aller Glocken beigesetzt, aber im folgenden Jahr umgebettet, nachdem ihr Vater eine Familienkapelle im Kapellenanbau der Kirche gekauft hatte.[15]

Im Gegensatz zu den meisten Leichenpredigten, die nur einmal gedruckt wurden und vor allem Freunde und Verwandte der oder des Verstorbenen erreichten, fand Lassenius’ gediegenes Stück barocker Gelehrsamkeit auch später noch Interesse, denn in einer als Erbauungsschrift geeigneten Form wurde das Buch mehrmals nachgedruckt, nämlich 1731, 1733, 1736, 1739, 1743 und 1751.[16] Das Buch hatte nun nicht mehr Quart-, sondern Oktavformat, die Lettern waren kleiner und die Fußnoten und Kupferstiche verschwunden. Deshalb füllte das Ganze nur noch 248 Seiten, wobei die "Historia defunctae" schon mitgezählt ist. Die Neudrucke sind einem adligen Ehepaar in der Nähe von Magdeburg gewidmet, dessen Tochter – ebenfalls mit Namen Sophie Charlotte – jung gestorben war.

1737 erschien sogar eine niederländische Übersetzung[17] und zwar in Amsterdam bei Zacharias Romberg, dessen Laden in der Nähe der lutherischen Kirche lag. Er verlegte hochdeutsche religiöse Standardwerke und viele niederländische Übersetzungen lutherischer Schriftsteller, darunter auch mehrere von Lassenius. Der Übersetzer wird auf dem Titelblatt mit J. A. Klockhof angegeben. Derselbe Mann übersetzte noch ein anderes Buch von Lassenius.[18] Sehr wahrscheinlich handelt es sich bei ihm um Johan Adolf Kloeckhof (Kluckhoff), der Verwalter ("rentmeester") in der Stadt Culemborg in der Provinz Gelderland war. Dieser Kloeckhof war also kein Theologe, sondern Laie. Er hatte aber zwei Neffen, die lutherische Pastoren wurden.[19]

Für eine Leichenpredigt – zumal für die Leichenpredigt eines Kindes – war es sehr ungewöhnlich, dass sie jahrzehntelang nachgedruckt und sogar übersetzt wurde.[20] In einem solchen Fall spricht man von einem Longseller, nicht von einem Bestseller, bei dem ja besonders viele Exemplare in kurzer Zeit abgesetzt werden.

Bewusst definiert Lassenius ein Heiligkeitsideal, das auf ganz andere Dinge Wert legt als das katholische. Auch wenn seine Heilige einige allgemeinchristliche Züge aufweist wie der für ihr Alter ungewöhnliche religiöse Ernst, findet sich hier kein Hinweis auf eine besondere Wundertätigkeit oder eine Verehrung nach dem Tod. Den höchsten Rang unter den katholischen Heiligen nahmen die Märtyrer ein, die ihr Blut für den christlichen Glauben vergossen hatten. Lassenius nennt Sophie Charlotte eine unblutige Märtyrerin, weil sie ihre Schmerzen mit vorbildlicher Geduld ausgehalten habe. Während in katholischen Heiligenlegenden der "odor sanctitatis", der Geruch der Heiligkeit, sich zeigt, wenn das Grab eines Heiligen geöffnet wird und ein Wohlgeruch entströmt, bleibt bei Sophie Charlotte der Geruch ihres Ehr- und Tugend-Lebens auff der Erden,[21] obwohl der sterbliche Leib verwest. [D]er Geruch ihres Christlich geführten Lebens/ und mit verwunderlicher Himmels-Gedult/ beschlossenen Endes [wird] seine Krafft nicht verlieren; so lang Christen leben/ und ihr Gedächtniß hören oder lesen werden.[22] Lassenius war sich also durchaus darüber im Klaren, dass im Protestantismus fromme Menschen am dauerhaftesten in den Ruf der Heiligkeit geraten konnten, wenn über sie Bücher veröffentlicht wurden.[23]

Die Neuausgabe von Lassenius’ Leichenpredigt stammt aus demselben Jahrzehnt, in dem die erste größere deutschsprachige Sammlung erbaulicher Kinderbiographien erschien, Johann Jacob Rambachs "Erbauliches Handbüchlein für Kinder" (1734–36). Rambach griff auf ein niederländisches Vorbild zurück, das seinerseits einer englischen puritanischen Vorlage folgte.[24] Während in den Niederlanden und England die religiöse Kinderbiographie schon einige Jahrzehnte früher gepflegt worden war, ist Lassenius’ Schrift ein frühes Beispiel für diese Gattung im deutschen Sprachraum, doch ist nicht klar, ob er bei seiner Leichenpredigt schon daran dachte, dass sie später einmal als Erbauungsschrift taugen könnte.

Insgesamt scheint sich Wilhelm Rahes Einschätzung zu bestätigen,[25] der Lassenius als einen Vertreter der sogenannten Reformorthodoxie bezeichnet: Theologisch ganz klar der lutherischen Orthodoxie verpflichtet, verwendete Lassenius in seiner praktischen Frömmigkeit viele Formen, wie sie später vom Pietismus gepflegt werden sollten.

 

Dr. JÜRGEN BEYER ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universitätsbibliothek Tartu/Estland.

 

Bestand: Königliche Bibliothek Kopenhagen
Signatur: G, 11340 4°

 

Anmerkungen:

[1] Johannes Lassenius, Vers[ü]ssete Bitterkeit Im Leben/ Lieben und Leiden Angewiesen von dem Apostel I. Corinth. X. v. 13. Und Zu allgemeinem Trost in allerhand [...] Anfechtungen Als Die [...] Jungfer Sophie Charlotte Weigbers/ Den 13. Martii [...] des 1683. Jahrs/ Ihr Christlich und Rühmlich geführtes Leben/ im 14. Jahr Ihres Alters/ mit ungemeiner Gedult/ und Freuden-Müthigkeit/ in wahrem Glauben und Vertrauen/ auff das theurste Verdienst JESU Christi seelig beschlossen/ und Dero entseelter Leib/ den 20. Martii [...] in der Teutschen S. Petri Kirchen alhie/ seiner Ruhe-Kammer einverleibet wurde [...], Kopenhagen 1685 (Bestand: Königliche Bibliothek Kopenhagen, Signaturen: 46,-245 4° sowie G, 11340 4° [dieses Exemplar wurde aus dem Bestand der ehemaligen Universitätsbibliothek Kopenhagen übernommen]). Im "Verzeichnis der im deutschen Sprachraum erschienenen Drucke des 17. Jahrhunderts" (VD17, URL: http://www.vd17.de [Zugriff: 24.07.2012]) ist dieser Titel nicht verzeichnet. Eine frühere Fassung des vorliegenden Aufsatzes erschien als Jürgen Beyer, Sophie Charlotte Weigbers, in: Ders./Johannes Jensen (Hg.), Sankt Petri Kopenhagen 1575–2000. 425 Jahre Geschichte deutsch-dänischer Begegnung in Biographien, Kopenhagen 2000, S. 39-43. In diesem Sammelband findet sich noch ein weiterer Aufsatz über eine Leichenpredigt: Jürgen Beyer, Maria Schultz, geb. Lepape [1584–1641], ebd., S. 9-11.

[2] Philip M. Mitchell, Johann Lassenius und seine 'Tisch-Reden', in: Joseph P. Strelka/Jörg Jungmayr (Hg.), Virtus et Fortuna. Zur deutschen Literatur zwischen 1500 und 1700. Festschrift für Hans-Gert Roloff zu seinem 50. Geburtstag, Bern/Frankfurt (Main)/New York 1983, S. 544-556; Jürgen Beyer, Johannes Lassenius. Ein lebendes Predigtexempel?, in: Ders./Jensen (Hg.), Sankt Petri Kopenhagen (wie Anm. 1), S. 23-32.

[3] Gerhard Dünnhaupt, Personalbibliographien zu den Drucken des Barock, Bd. 4 (Hiersemanns bibliographische Handbücher 9,4), 2. Aufl., Stuttgart 1991, S. 2489 und 2494.

[4] Johannes Lassenius, Sionitische Erquick-Stunden [...] Auff alle Tage des gantzen Jahrs gerichtet [...], Hamburg 1694 (1. Aufl. 1676) (Bestand: Universitätsbibliothek Dorpat [Estland], Sign.: III. V. 530), S. 1 (1. Januar), 100 (14. Januar), 235 (28. Februar), 34 (5. Januar).

[5] Ders., Vers[ü]ssete Bitterkeit (wie Anm. 1), Anhang "Historia defunctae", S. 1-24.

[6] Louis Bobé, Die deutsche St. Petri Gemeinde zu Kopenhagen. Ihre Kirche, Schulen und Stiftungen MDLXXV–MCMXXV, Kopenhagen 1925, S. 458f.; Vello Helk, Dansk-norske studierejser 1661–1813, Bd. 2 (Odense University Studies in History and Social Sciences 139,2), Odense 1991, S. 274.

[7] Lassenius, Historia defunctae (wie Anm. 5), S. 6.

[8] Vgl. Rudolf Schenda, Von Mund zu Ohr. Bausteine zu einer Kulturgeschichte volkstümlichen Erzählens in Europa, Göttingen 1993, S. 210-212.

[9] Lassenius, Historia defunctae (wie Anm. 5), S. 8.

[10] Ebd., S. 11.

[11] Ebd., S. 17.

[12] Ebd., S. 18.

[13] Ebd., S. 19. Von diesem Motiv sind zahlreiche Fassungen bekannt, vgl. Wolmeinende Erklerung dieses Bildes/ WElches Königliche Maytt. zu Dennemarck den 8. Decembris früh Morgens vmb 5. vhren abgewichenen 1625. Jahrs/ zu Rodenburg [...] erschienen, o.O. o.J.; Holger Rasmussen, Christian 4.s syn, in: Fynske Minder 1957, S. 60-75; Holger Berg, The Limited Political Relevance of Dreams in Two Lutheran Realms. Observations from Scandinavia in the 17th and 18th Centuries, in: Peeru Schmidt u.a. (Hg.), Traum und res publica. Traumkulturen und Deutungen sozialer Wirklichkeiten im Europa von Renaissance und Barock (Colloquia Augustana 26), Berlin 2008, S. 343-372, hier S. 347-349.

[14] Der Stein ist auf einem Kupferstich in Lassenius, Historia defunctae (wie Anm. 5) nach S. 20 abgebildet, wobei ein Schriftband mitteilt: So sieht der Mörder auß; der ungeheüre Stein, Der unsrer Sehligen verderber müssen sein, Fünff Loht war sein Gewicht; o daß er nie gewesen; So hätte man diß Leid hie nim[m]er dörffen lesen. Auf S. 21 wird das Gewicht sogar mit sieben Lot (gut 100 Gramm) angegeben. Eine exakte Umrechung ins metrische System ist nicht möglich. Vgl. Poul Rasmussen, Mål og vægt, 2. Aufl., Kopenhagen 1975, S. 52f., 67-70, 77.

[15] Louis Bobé, Uddrag af St. Petri Kirkes Begravelsesregnskaber for Aarene 1667–1725, in: Personalhistorisk Tidsskrift, 2. R., 3 (1888), S. 271-293, hier S. 292 (Das Titelblatt der Leichenpredigt datiert die Beisetzung auf den 20. März 1683!); Ders., St. Petri Kirkes Gravkapeller og Urtegaard, in: Fra Arkiv og Museum 2 (1903–05), S. 193-232, hier S. 211. Zu den Grabkapellen vgl. Jürgen Beyer, Gravmindevandring i Skt. Petri tyske kirke, in: Kirkehistoriske Samlinger 2013 (im Druck).

[16] Eingesehen werden konnten Ausgaben aus den Jahren 1736 und 1739, deren Widmung jeweils auf den 14. April 1731 datiert ist: Joh[annes] Lassenius, Versüssete Bitterkeit Im Leben/ Lieben und Leiden/ Zu allgemeinem Trost, In allerhand [...] Anfechtungen, angewiesen, Und von neuen heraus gegeben von H[einrich] L[udwig] G[ötten], Magdeburg 1736 (Bestand: Königliche Bibliothek Kopenhagen, Sign.: 5,-120 8° - rev.nr. 3051); Ders., Versüssete Bitterkeit [...], Magdeburg 1739 (Bestand: Königliche Bibliothek Kopenhagen, Sign.: 5,-120 8° - rev.nr. 3052). Die Angaben zu weiteren Auflagen sind Dünnhaupt, Personalbibliographien (wie Anm. 3), S. 2494, und dem Karlsruher Virtuellen Katalog (KVK, URL: http://www.ubka.uni-karlsruhe.de/kvk.html [Zugriff: 24.07.2012]) entnommen. Zum Herausgeber Götten siehe Johann Christoph Adelung, Fortsetzung und Ergänzungen zu Christian Gottlieb Jöchers allgemeinem Gelehrten-Lexico, Bd. 2, Leipzig 1787 (ND Hildesheim 1960), Sp. 1509.

[17] Johannes Lassenius, De versoetende bitterheyd [...], übersetzt von J. A. Klockhof, Amsterdam 1737 (Bestand: Königliche Bibliothek Kopenhagen, Sign.: 5,-120 8° - rev.nr. 3019). Auszüge aus der Widmung an die Adligen dienen hier als Vorrede.

[18] Ders., De hemelsche morgendauw, der soete genade Gods [...], übersetzt von J. A. K[loeckhoff], Amsterdam 1754 (Bestand: Königliche Bibliothek Kopenhagen, Sign.: 5,-120 - rev.nr. 3028). Die erste Auflage erschien 1737 in Amsterdam (siehe Short Title Catalogue Netherlands, URL: http://www.kb.nl/stcn/index.html [Zugriff: 24.07.2012]).

[19] Ich danke Fred van Lieburg (Amsterdam) für hilfreiche Auskünfte, u.a. für den Hinweis zu den beiden Neffen in J[an] P[ieter] de Bie u.a. (Hg.), Biographisch woordenboek van protestantsche godgeleerden in Nederland, Bd. 5, Den Haag 1943, S. 31-33.

[20] Zu einer besonderen Leichenpredigt, die in drei Auflagen erschien, vgl. Helga Petzoldt, Oswald Barthel (gest. 1507). Die lange Schicht zu Ehrenfriedersdorf – eine Leichenpredigt als historische Quelle einer erzgebirgischen Sage, in: Leben in Leichenpredigten 03/2011, URL: http://www.personalschriften.de/leichenpredigten/artikelserien/artikelansicht/details/osswaldt-bartel-gest-1507.html (Zugriff: 24.07.2012).

[21] Lassenius, Historia defunctae (wie Anm. 5), S. 1.

[22] Ebd., S. 2.

[23] Zu Heiligkeitskonzepten in der Frühen Neuzeit vgl. Jürgen Beyer u.a. (Hg.), Confessional Sanctity (c. 1550 – c. 1800) (Veröffentlichungen des Instituts für Europäische Geschichte Mainz, Beiheft 51), Mainz 2003.

[24] Fred van Lieburg, Art. "Pietismus", in: Enzyklopädie des Märchens. Handwörterbuch zur historischen und vergleichenden Erzählforschung, Bd. 10, Berlin/New York 2000–02, Sp. 1047-1056, hier Sp. 1050f.

[25] Wilhelm Rahe, Johannes Lassenius (1636–92). Ein Beitrag zur Geschichte des lebendigen Luthertums im 17. Jahrhundert (Beiträge zur Förderung christlicher Theologie 2,30), Gütersloh 1933.

 

Zitierweise: Jürgen Beyer, Sophie Charlotte Weigbers (1670–1683). Johannes Lassenius’ Kopenhagener Leichenpredigt über eine unblutige Märterin als internationaler Longseller, in: Leben in Leichenpredigten 08/2012, hg. von der Forschungsstelle für Personalschriften, Marburg, Online-Ausgabe: <http://www.personalschriften.de/leichenpredigten/artikelserien/artikelansicht/details/sophie-charlotte-weigbers-1670-1683.html>

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