Forschungsstelle für Personalschriften Marburg

Philipp Christian Uffstainer (1589-1669)

01.12.2018

Kategorie: Leben in Leichenpredigten

Von: Holger Th. Gräf

Porträts in Leichenpredigten – Wie kamen sie hinein und wie kamen sie wieder heraus?

Alphabetischer Index im Rechnungsbuch Johann Philipp Thelotts (Ausschnitt)
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Seit Hans Jürgen von Wilckens Zusammenstellung von Porträtbildern sowie den Beiträgen von Christa Pieske und Ingrid Höpel zu bildlichen Darstellungen hat sich die Forschung - soweit mir bekannt - nicht mehr eingehender mit den Bildnissen in Leichenpredigten beschäftigt.[1] Lediglich die fürstlichen Funeralwerke, die zunehmend zu Repräsentationszwecken genutzt wurden und dementsprechend reich mit Porträts, genealogischen Tafeln und Stammbäumen sowie Darstellungen zu Trauerfeierlichkeiten ausgestattet sind, fanden wiederholt die angemessene Aufmerksamkeit der Forschung.[2] Im Zusammenhang mit den Porträts stellen sich jedoch einige ganz unterschiedliche Fragen, die den Entstehungsprozess der Leichenpredigten insgesamt, die zeitgenössische Wertschätzung dieser Gelegenheitsschriften, ihre Bedeutung für die stadtbürgerliche Porträtkultur und nicht zuletzt die Frage nach der Auftraggeberschaft für die Porträts berühren.

Zunächst erscheint eine Feststellung zum Umfang des Materials nötig und sinnvoll. Die von der Marburger Forschungsstelle für Personalschriften 1980 für die alte Bundesrepublik abgeschlossene Umfrage ergab rund 120.000, eine entsprechende Rundfrage in den Jahren 1997-2000 in den neuen Länder und Ost-Berlin weitere 100.000 Leichenpredigten.[3] Da damals viele angeschriebene Sammlungen und Bibliotheken keine oder keine exakten Angaben machen konnten oder wollten, kann davon ausgegangen werden, dass in den beiden Jahrhunderten zwischen 1550 und 1750 im deutschsprachigen Mitteleuropa rund eine Viertelmillion Leichenpredigten erschienen ist. Der weitaus größte Teil dieser Schriften kam zunächst ohne Illustrationen und Bilder aus. Allerdings kehrte sich der Anteil von Predigtdrucken mit einer bildlichen Ausstattung von 17 Prozent (1555-1600) auf 84 Prozent (1710-1750) in diesem Zeitraum gewissermaßen um.[4] Wohl aus Kostengründen überwiegen dabei die Holzschnitte gegenüber den Kupferstichen. Bei den bildlichen Darstellungen handelt es sich meist um Symbole, Allegorien, Embleme, Wappen und anfangs auch Druckerzeichen. Porträts sind vergleichsweise selten, verteilen sich aber gleichmäßig über den gesamten Zeitraum. In dem von ihr untersuchten Sample von 865 Predigten machte Ingrid Höpel 19 Predigten mit einem Porträt des Verstorbenen aus, was lediglich 2,2 Prozent entspricht. Rechnet man das jedoch auf die geschätzte Gesamtzahl um, so dürften sich immerhin rund 5.500 Porträts in Leichenpredigten befunden haben.

Einen Höhepunkt erlebte dieser Trend in den Jahrzehnten nach dem Dreißigjährigen Krieg. Für Frankfurt a.M., dessen patrizische Oberschicht und Theologen die Leichenpredigt damals als Form der Memoriapflege für sich entdeckten, konnten sich ungleich mehr Angehörige einen Bildnisstich eines/einer Verstorbenen leisten. Von den 161 bekannten bzw. erhaltenen Leichenpredigten zwischen 1650 und 1699 waren 23 mit einem Porträtstich versehen - gut 14 Prozent.[5] Für die Jahre 1664-1671 können anhand eines anonymen, leider nur fragmentarisch überlieferten Rechnungs- bzw. Arbeitsbuches einige Überlegungen zur Frage angestellt werden, wie die Porträts in die Leichenpredigten kamen.[6] Mittlerweile konnte der aus einer bedeutenden Augsburger Goldschmiede- und Kupferstecherfamilie stammende, selbst allerdings so gut wie unbekannte Johann Philipp Thelott (1639-1671) als Verfasser dieser Quelle verifiziert werden.[7] Er ließ sich wohl 1664 in Frankfurt nieder. In diesem Jahr erschienen im Verlag von Thomas Matthias Götz (1623-1672), einem der Merian-Schwiegersöhne und Erben, seine ersten bekannten Kupferstiche. Im Jahr darauf heiratete Thelott Susanna Elisabeth, die einzige Tochter des bereits 1641 verstorbenen Ernst Mylius (1599-1641), Professor der Mathematik an der Universität Marburg, und einer Frankfurter Kaufmannstochter.[8] Bereits 1671 verstarb Thelott und sein Rechnungsbuch endet auch mit diesem Jahr.

Dieses Rechnungsbuch erlaubt u.a. die Rekonstruktion seines Kundenkreises. Dabei dürfte der Patenonkel Thelotts, Zacharias Stenglin (1604-1674), eine erhebliche Rolle für seine rasche Etablierung in Frankfurt gespielt haben. Stenglin stand seit 1637 als Stadtsyndikus in den Diensten der Reichsstadt, die er auch auf dem Westfälischen Friedenskongress und dem Nürnberger Exekutionstag vertrat. Er stand nachweislich mit den führenden Kreisen des städtischen Patriziats, aber auch mit Gelehrten, Künstlern und Verlegern in Kontakt, die sich vor allem um die Merian-Erben sowie um Joachim von Sandrart, Maximilian zum Jungen und Ernst Bogislaw, den Sohn des bedeutenden Barockdichters Johann Michael Moscherosch, sammelten.[9] Viele dieser Namen tauchen auch in Thelotts Rechnungsbuch auf. In Bezug auf die Leichenpredigten kommt zudem Philipp Jakob Spener eine gewisse Rolle zu.

In den rund sieben Jahren seiner Tätigkeit in Frankfurt lieferte Thelott unter vielen anderem insgesamt elf Porträtstiche für die Leichenpredigten auf Frankfurter Persönlichkeiten, also fast die Hälfte aller Stiche in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Davon entfielen acht auf Angehörige der patrizischen Oberschicht, Ratsverwandte, Schöffen oder Bürgermeister: Vincenz Steinmeyer (1667), Achilles Sigismund von Glauburg (1667), Johann Adolf (1667) und Johann Philipp von Kellner (1665), Anna Sybilla Ruland, geb. zum Jungen (1669), Konrad Stein (1670), Philipp Christian Uffstainer (1669) und Ogier Christoph Völcker (1666). Drei weitere Stiche stellen lutherische Prediger dar: Johann Georg Büttner (1666), Christian Gerlach, der Vorgänger von Spener als Senior des Predigerministeriums (1665), sowie Bernhard Waldschmidt (1665).[10]

Vier der Predigten auf die Patrizier stammen von Philipp Jakob Spener, der 1666 von Straßburg als Senior des Predigerministeriums nach Frankfurt gewechselt war, zu weiteren, etwa jener von Uffstainer, trug er zumindest ein Epicedium bei. Spener vermittelte öfters als Agent zwischen Autoren und den in Frankfurt ansässigen Verlagen.[11] So empfahl er nachweislich Thelott dem in Kiel lehrenden Theologen Christian Kortholt als Stecher für das Titelporträt von dessen bei Wilhelm Serlin erscheinenden Publikation.[12] Als eigentlicher Auftraggeber trat Spener allerdings nicht in Erscheinung, taucht also auch nicht im Rechnungsbuch auf, wohl aber der Verleger des Bandes Serlin. Es ist dennoch zu vermuten, dass Spener den Angehörigen der Verstorbenen Thelott als Kupferstecher für die Porträts in den Leichenpredigten nahelegte.[13] Tatsächlich führte Thelott diese Aufträge stets unter den Namen der Verstorbenen, die er in seinem Index allerdings sorgfältig mit einem Kreuz markierte. (Abb. 1)

Bei diesen Kupferstichen dürfte es sich, wie üblich, "fast immer um Reproduktionsgraphik nach Gemäldevorlagen gehandelt" haben.[14] Bei drei Bildnissen werden auch die Maler ausdrücklich genannt: bei Vincenz Steinmeyer der in den 1650er-Jahren von Wien nach Frankfurt gekommene Johann Ludwig Pfannstil, bei Johann Adolf von Kellner der 1665 aus Stuttgart zugewanderte Johann Friedrich Trescher sowie bei Philipp Christian Uffstainer der 1667 aus Mainz nach Frankfurt übergesiedelte Johann Heinrich Roos. Während die Porträts von Pfannstil schon sieben Jahre und jenes von Trescher drei Jahre vor dem Tod des jeweils Dargestellten entstanden sind, muss das Porträt von Roos unmittelbar vor dem Tod Uffstainers angefertigt worden sein, da dieser am 14. Februar 1669 verstarb. Hierbei ist nicht auszuschließen, dass Roos eine ältere Vorlage nutzte und nicht nach dem Leben malte. (Abb. 2) Da weder Uffstainer noch Roos noch der Verfasser der Leichenpredigt Georg Philipp Liechtstein oder deren Verleger Spörlin im Kundenindex auftauchen, ist anzunehmen, dass Ernst Bogislaw Moscherosch den Stich in Auftrag gegeben hat. Von ihm stammt auch das Gedicht im Sockel und er wird im Rechnungsbuch von Thelott genannt.

Allerdings fehlt in den bekannten Leichenpredigten das Porträt Uffstainers.[15] In dem Exemplar in der Universitätsbibliothek Erfurt (im Folgenden UB Erfurt; LP P 8° V, 00016 (12); nicht digitalisiert) wird rechts neben der Titelvignette vermerkt Das Kupfer ist zu finden. (Abb. 3) Auch das zweite in Autopsie genommene Exemplar der Leichenpredigt in der Universitätsbibliothek Gießen (W 50466/10) enthält kein Porträt, hat aber auch keinen entsprechenden Verweis. Hingegen ist auf das Exemplar in der Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel (im Folgenden HAB Wolfenbüttel; Kat.Stolb.4/1,536, Nr. A 22348) der Porträtstich aufgeklebt. Er ist auch auf deutlich qualitätsvolleres Papier gedruckt als die Leichenpredigt selbst. Zudem ist er mit einer Blattgröße von 276x220 mm erheblich größer als die Leichenpredigt (195x145 mm) und dementsprechend gefaltet.

Das gleiche lässt sich am Beispiel des Porträtkupfers und der Leichenpredigt auf Vincenz Steinmeyer beobachten. (Abb. 4) Auch hier findet sich im Exemplar der UB Erfurt der Vermerk das Kupfer ist zu finden. (Abb. 5) Das heißt, das Porträt wurde, der Handschrift nach zu urteilen, nicht allzu bald nach dem Erscheinen aus der Leichenpredigt entfernt.

Das heißt, die Porträtstiche können ursprünglich den Leichenpredigten locker beigelegt worden sein und sind bereits zeitnah wieder daraus entnommen worden. Diese Vermutung erhält zusätzliche Plausibilität, wenn man sich vergegenwärtigt, dass die Kupferstiche eben nicht in der Druckerwerkstatt angefertigt wurden, sondern im Atelier des Künstlers. Wie Gert-Rüdiger Koretzki zeigte, wurden die Leichenpredigten ja in den meisten Fällen von den Hinterbliebenen in Auftrag gegeben. Gleiches lässt sich eben auch von den Porträtstichen annehmen. Beides war selbstverständlich in aller Eile zu erledigen, erwarteten die Angehörigen eine Publikation doch möglichst rasch nach der Beisetzung.[16] Der auf den 12. Juni 1666 datierte Eintrag im Rechnungsbuch Thelotts zur Lieferung seines Porträts des am 1. Mai verstorbenen Ogier Christoph Völcker zeigt, dass dies gewissermaßen binnen eines guten Monats tatsächlich geleistet werden konnte.[17]

Dass, wie Franz Lerner und viele andere vor und nach ihm bedauerten, "die erfaßten Personalschriften schon vor ihrer bibliographischen Aufnahme dieser wertvollen Beigaben beraubt worden sind", lag indes nicht etwa am Desinteresse oder der mangelnden Sorgfalt der Bibliothekare.[18] Vielmehr wurden sie oft zeitnah, meist von den Besitzern der Druckwerke selbst, herausgetrennt und separaten Porträtsammlungen hinzugefügt oder in sogenannten Klebebänden gesammelt.[19]

So riet Sigmund Jakob Apinus in seiner 1728 in Nürnberg erschienenen "Anleitung wie man die Bildnüsse berühmter und gelehrter Männer mit Nutzen sammlen"[20] soll, ganz unumwunden, sie, also die Bildnisse, aus Druckwerken herauszuschneiden: "Findest du vor Büchern, (l) Leich=Predigten, Calendern, Disputationen (m) Portraits, so nehme sie ohne Bedencken heraus, und lege sie zu deiner Collection."[21] (Abb. 6) Dieser heute etwas befremdliche Vorschlag rührte keineswegs von der manischen Sammelwut eines Dilettanten. Vielmehr maß man damals den Porträts u.a. einen außerordentlich hohen didaktischen Wert für den anschaulichen Unterricht an Schulen und Universitäten wie für die autodidaktische Bildung bei.[22] Und da Porträtstiche teuer waren und daher kaum in die Lehrbücher Eingang fanden, behalf man sich eben auf diesem Weg. Tatsächlich war Apinus selbst seit 1722 Professor am Nürnberger Egidien-Gymnasium und seit 1726 Mitglied der kaiserlichen Academia Naturae Curiosorum, also der sogenannten Leopoldina.[23]

Auch wenn der Leipziger Superintendent Martin Geier 1664 betonte, dass der Vorteil der Leichenpredigt für die Memoriapflege gegenüber dem solitären steinernen Monument in ihrer größeren Unzerstörbarkeit und in ihrer Mobilität bestand, verlor sie als Gelegenheitsschrift mit dem wachsenden zeitlichen Abstand zum Ereignis, also den Bestattungsfeierlichkeiten, naturgemäß ihre unmittelbare Bedeutung.[24] Das heißt, die Heraustrennung der Porträts dürfte den Akkumulatoren und Begründern der großen Bildnissammlungen in erster Linie als sinnvolle Nachnutzung erschienen sein.

 

Prof. Dr. HOLGER TH. GRÄF ist Akademischer Oberrat am Hessischen Landesamt für geschichtliche Landeskunde in Marburg und stellvertretender Dienststellenleiter dieser Einrichtung. Er ist zudem als Honorarprofessor am Fachbereich Geschichte und Kulturwissenschaften der Philipps-Universität Marburg tätig.

 

Bestand: Universitätsbibliothek Gießen
Signatur: W50466/10
Enthalten in: Katalog der Leichenpredigten und sonstiger Trauerschriften in der Universitätsbibliothek Gießen, Bd. 1 (Marburger Personalschriften-Forschungen 7,1), Marburg 1985

 

Anmerkungen:

[1] Vgl. Hans Jürgen von Wilckens, Portraitbilder in den Leichenpredigten des 17.-18. Jahrhunderts, Hildesheim 1967; Christa Pieske, Die druckgraphische Ausgestaltung von Leichenpredigten. Typologie und Ikonographie, in: Rudolf Lenz (Hg.), Leichenpredigten als Quelle historischer Wissenschaften, Bd. 2, Marburg 1979, S. 3-19; Ingrid Höpel, Bildliche Darstellungen in Leichenpredigten. Probleme und Praxis einer computergestützten Auswertung und ihre Relevanz für künstlerische Forschung, in: Rudolf Lenz (Hg.), Studien zur deutschsprachigen Leichenpredigt der frühen Neuzeit (Marburger Personalschriften-Forschungen 4), Marburg 1981, S. 132-184.

[2] Vgl. beispielsweise Jill Bepler, Ansichten eines Staatsbegräbnisses. Funeralwerke und Diarien als Quelle zeremonieller Praxis, in: Jörg Jochen Berns u.a. (Hg.), Zeremoniell als höfische Ästhetik in Spätmittelalter und Früher Neuzeit (Frühe Neuzeit 25), Tübingen 1995, S. 183-197; Eva Bender, Die letzte Reise, in: Unterwegs [...] des Fürsten Reiselust. Begleitband zum Ausstellungsprojekt "Unterwegs [...]", hrsg. vom Schlossmuseum Darmstadt, Darmstadt 2012, S. 115-132; und immer noch grundlegend Wolfgang Brückner, Bildnis und Brauch: Studien zur Bildfunktion der Effigies, Berlin 1966, hier vor allem S. 41-47.

[3] Vgl. Rudolf Lenz (Hg.), Leichenpredigten: eine Bestandsaufnahme, Bibliographie und Ergebnisse einer Umfrage (Marburger Personalschriften-Forschungen 3), Marburg 1980, S. X-XI; die Ergebnisse der Umfrage auf der Website der Forschungsstelle für Personalschriften, URL: http://www.personalschriften.de/leichenpredigten/bestandsumfrage.html (Zugriff: 27.08.2018).

[4] Vgl. Höpel, Darstellungen (wie Anm. 1), S. 152.

[5] Die Zahlen berechnet nach Franz Lerner, Frankfurter Leichenpredigten als Quellen der Stadt- und Kulturgeschichte des 16. bis 19. Jahrhunderts, in: Rudolf Lenz (Hg.), Leichenpredigten als Quelle historischer Wissenschaften, Bd. 1, Köln 1975, S. 234-276, hier S. 238 und 272.

[6] Diese außergewöhnlich interessante Quelle liegt dem Verfasser vor und wird gegenwärtig für eine kommentierte Edition vorbereitet.

[7] Vgl. Walther Karl Zülch, Frankfurter Künstler 1223-1700 (Veröffentlichung der historischen Kommission der Stadt Frankfurt am Main 10), Frankfurt (Main) 1935 (ND 1967), S. 565.

[8] Siehe die Leichenpredigt auf Mylius: Menno Hannekenium, Christliche Leichpredigt [...] M. Ernestii Mylii [...], Marburg 1641 (Universitätsbibliothek Gießen, W50100(12)).

[9] Vgl. Andreas Tacke, Italiensehnsucht und Akademiegedanke. Das Baseler Familienporträt Matthäus Merians des Jüngeren, in: Martin Gaier (Hg.), Der unbestechliche Blick. Lo sguadro incorruttibile. Festschrift zu Ehren von Wolfgang Wolters zu seinem siebzigsten Geburtstag, Trier 2005, S. 73-83, hier S. 83, Anm. 42.

[10] Vgl. dazu Johannes Wallmann, Philipp Jakob Spener und die Anfänge des Pietismus (Beiträge zur historischen Theologie 42), 2. Aufl., Tübingen 1986, S. 198-204.

[11] Vgl. Ders. (Hg.), Philipp Jakob Spener. Briefe aus der Frankfurter Zeit 1666-1686, Teil 1: 1666-1674, Tübingen 1992, S. 13f., Brief an Balthasar Scheidt in Straßburg, Frankfurt a. M. 1. November 1666: Verhandlungen mit dem Frankfurter Verlegers Götze 1666 bzgl. eines Manuskriptes seines Straßburger Lehrers Scheidt.

[12] Christian Kortholt, Vorbereitung zur Ewigkeit/ Oder Gründliche Anweisung/ Wie ein Mensch recht glauben/ Christlich leben/ und seelig sterben solle [...], Frankfurt (Main) 1671 (VD17 23:658547C); vgl. dazu Wallmann (Hg.), Spener (wie Anm. 11), S. 367-371, Brief an Christian Kortholt in Kiel, Frankfurt a. M. 24. Januar 1671, hier S. 368f. mit Anm. 13.

[13] Zur Bedeutung Speners als Verfasser von Leichenpredigten in den frühpietistischen Kreisen Frankfurts vgl. Lerner, Leichenpredigten (wie Anm. 5), S. 268f.

[14] Höpel, Darstellungen (wie Anm. 1), S. 158.

[15] Ich danke Herrn Simon Dreher, Forschungsstelle für Personalschriften, Marburg (jetzt Assistent am Institut für Osteuropäische Geschichte der Universität Wien), für die entsprechende Auskunft.

[16] Vgl. Gert-Rüdiger Koretzki, Leichenpredigten und ihre Druckherstellung. Ein Beitrag zur Untersuchung der materiellen Voraussetzungen einer gesellschaftlichen Modeerscheinung, in: Lenz (Hg.), Leichenpredigten als Quelle 2 (wie Anm. 1), S. 333-359, hier S. 351-354.

[17] Vgl. Rechnungs- und Arbeitsbuch Thelott, fol. 10 (vgl. Anm. 6). Auch hier diente vermutlich ein Gemälde als Vorlage, wenngleich Thelott die Vorlage nicht nennt. Vgl. Heinz F. Friedrichs, Ein neuentdecktes Ölbild des Frankfurter Bürgermeisters Ogier Christoph Völcker (1596-1666), in: Hessische Familienkunde 5 (1960/61), Sp. 337-340.

[18] Lerner, Leichenpredigten (wie Anm. 5), S. 272.

[19] Vgl. dazu beispielsweise Marie Isabelle Vogel, Die Klebebände der Fürstlich Waldeckschen Hofbibliothek Arolsen. Wissenstransfer und -transformation in der Frühen Neuzeit (MeLis 20), Frankfurt (Main) u.a. 2015.

[20] Sigmund Jakob Apinus, Anleitung wie man die Bildnüsse berühmter und gelehrter Männer mit Nutzen sammlen und denen dagegen gemachten Einwendungen gründlich begegnen soll [...], Nürnberg 1728 (VD18 90004515), Digitalisat der Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz, PURL (Werk): http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB0000173F00000000 (Zugriff: 31.08.2018). Ich danke Frau Lea Hagedorn (HAB Wolfenbüttel) für den Hinweis auf dieses Werk.

[21] Ebd., S. 32.

[22] Vgl. ebd., S. 57-77. Zu bedenken wäre freilich auch der Zusammenhang bei der Anlage dieser Klebebände bzw. Bildnissammlungen mit der im 17. Jahrhundert zu beobachtenden Konjunktur der "Porträtbücher" generell. Vgl. dazu Friedrich Polleroß, "Conterfet Kupfferstich". Neue Erkenntnisse zu den 'Porträtbüchern' des 17. Jahrhunderts, in: Frühneuzeit-Info 27 (2016), S. 170-191.

[23] Vgl. Otto Puchner, Art. "Apinus, Siegmund (Sigismund) Jakob", in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 327 [Online-Version], URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd120387794.html#ndbcontent (Zugriff: 04.09.2018).

[24] Vgl. Koretzki, Leichenpredigten (wie Anm. 16), S. 333f.

 

Zitierweise: Holger Th. Gräf, Philipp Christian Uffstainer (1589-1669). Porträts in Leichenpredigten – Wie kamen sie hinein und wie kamen sie wieder heraus?, in: Leben in Leichenpredigten 12/2018, hg. von der Forschungsstelle für Personalschriften, Marburg, Online-Ausgabe: <http://www.personalschriften.de/leichenpredigten/artikelserien/artikelansicht/details/philipp-christian-uffstainer-1589-1669.html>

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