Rudolf Lenz (Hg.), Leichenpredigten als Quelle historischer Wissenschaften, Bd. 4

Stuttgart 2004. XIV, 694 Seiten mit 21 Farb- und 25 s/w-Abbildungen. ISBN 3-515-08561-0. EUR 68,00.

4. Marburger Personalschriften-Symposion. Eine internationale Fachkonferenz der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

Rezensionen

"Dieser Band vereinigt 28 Vorträge, die während des Symposions im Jahre 2002 zum 25jährigen Bestehen der Forschungsstelle für Personalschriften ... gehalten wurden. Ihre inhaltliche Bandbreite bestätigt eindrucksvoll die Feststellung, dass 'Leichenpredigten [...] ein Brunnen der Geschichtswissenschaft' sind (S. 427)."

Letha Böhringer, in: Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte Bd. 93 H. 1 (2006), S. 82f.

 

"Die reichhaltigen Erträge des Symposions fanden ihren Niederschlag in dem ... Tagungsband. In ihm finden sich des weiteren ein kurzer Bericht über das Konzert des Dresdener Kreuzchores ... und eine ausführliche Darstellung der Ausstellung 'Deß einen Todt, deß andern Brod" ... Didaktisch geschickt konzipiert, vermittelte die Ausstellung nicht nur die Arbeit der Forschungsstelle einer größeren Öffentlichkeit, sondern reflektierte auch die eigene Geschichte ... Der Band ist ... eine Fundgrube für die unterschiedlichsten Forschungsdisziplinen. Er wendet sich allerdings vor allem an ein Fachpublikum, weniger an den historisch interessierten Laien."

Norbert Haag, in: Zeitschrift für Kirchengeschichte Bd. 116/3 (2005), S. 203-205.

 

"Der hier zur Besprechung kommende stattliche Band enthält die verschiedenen dort referierten zum Teil sehr interessanten Beiträge, die sich gleichsam als Desiderate der drei vorhergegangenen Symposien für die Fachkonferenz 2002 zur Bearbeitung angeboten haben. ... Sofern es hilfreich schien, wurden die Beiträge des Symposiums für die Veröffentlichung im vorliegenden Band mit bibliographischen Hinweisen versehen, was der wissenschaftlichen Benutzung erheblich entgegenkommt. Auch der hier im Auftrag der Kommission für Personalschriften und gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft vorgelegte Band macht deutlich, welch vielfältige Aspekte historischen Erkenntnisgewinns Leichenpredigten und Trauerschrifttum ganz allgemein ermöglichen."

Edmund Neubauer, in: Zeitschrift für bayerische Landesgeschichte 70 (2007) H.1, S. 290-292.


"... Neben einem deutlich erweiterten Themenspektrum, das von den eigentlichen Texten bis zum Begräbniswesen reicht, wird auch eine Bilanz von mehr als drei Jahrzehnten Forschung gezogen. ... Insgesamt bieten die vorliegenden Tagungsbände der Arbeitsstelle ein solides Fundament für weitere Forschungen; sie weisen implizit aber auch auf Desiderate hin, zu denen die Bearbeitung von Leichenpredigten aus dem östlichen Europa gehört."

Detlef Haberland, in: Zeitschrift für Ostmitteleuropa-Forschung 61 (2012) H.1, S. 77-86.