Forschungsstelle für Personalschriften Marburg

THENOM - Thesaurus Nominum Auctorum et Mortuorum

01.04.2011

Kategorie: Projekte

Erstellung einer biographisch-prosopographischen Datenbank von Verfassern und Verstorbenen in frühneuzeitlichen Leichenpredigten

Screenshot der geplanten Datenbank THENOM (Stand 2008)

Der Thesaurus Nominum Auctorum et Mortuorum (THENOM) soll Verstorbene und Verfasser aus 37 bis zum Jahr 2007 erschienenen Leichenpredigten-Katalogen der Reihe Marburger Personalschriften-Forschungen in einer Internet-Datenbank erschließen. Das Ausgangsmaterial dieser Datenbank bilden rund 56.600 Namen von Verfassern und 33.000 Namen von Verstorbenen. Sie sollen individualisiert werden, d.h. mit ihren jeweiligen Trägern identifiziert werden. Zu diesem Zweck müssen bei den Verfassern Recherchen durchgeführt werden, welche die Datenbank mit zusätzlichen biographischen Daten anreichern. Die wichtigsten biographischen Daten der Verstorbenen können hingegen aus den Leichenpredigten-Katalogen übernommen werden.

So wird schließlich eine biographisch-prosopographische Datenbank im Internet zur Verfügung stehen, welche die bisher – abgesehen von den in GESA übernommenen Daten – nur in gedruckter Form vorhandenen personenbezogenen Informationen aus den bis 2007 erschienenen Leichenpredigten-Katalogen der Forschungsstelle für Personalschriften für neuartige Recherchen bereithält. Insbesondere Verknüpfungen zwischen unterschiedlichen Personen können ermittelt und personale Netzwerke sichtbar gemacht werden. Der regionale Schwerpunkt von THENOM wird auf den bis 2007 hauptsächlich von der Forschungsstelle bearbeiteten Regionen Hessen, Sachsen und Schlesien liegen.

THENOM wurde 2007/08 in der Forschungsstelle für Personalschriften konzipiert und entwickelt. Die neue Datenbank sollte in den Kreis der bereits existierenden Internet-Datenbanken der Forschungsstelle sinnvoll eingebunden werden und auf diese Weise von Synergieeffekten profitieren. Ihre projektierten Recherchemöglichkeiten haben GESA, den Thesaurus Locorum und den Thesaurus Professionum zum Vorbild. Seit Juli 2009 wurde THENOM für zwei Jahre von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert. Nach Ablauf dieser Laufzeit 2011 sollte das Projekt, für das der ehemalige Leiter der Forschungsstelle für Personalschriften, Rudolf Lenz, zuständig ist, in weiteren zwei Jahren mit finanzieller Unterstützung der VolkswagenStiftung weiterentwickelt und abgeschlossen werden.