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		<title>Personalschriften</title>
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		<description>Aktuelles</description>
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			<title>Personalschriften</title>
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		<lastBuildDate>Fri, 11 May 2012 09:45:00 +0200</lastBuildDate>
		
		
		<item>
			<title>Leben und Sterben vor 400 Jahren - Leichenpredigten als biographische Quelle der Alltagsgeschichte</title>
			<link>http://www.personalschriften.de/aktuelles/feed/details/leben-und-sterben-vor-400-jahren-leichenpredigten-als-biographische-quelle-der-alltagsgeschichte.html</link>
			<description>&quot;Leben und Sterben vor 400 Jahren - Leichenpredigten als biographische Quelle der...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:150%">"Leben und Sterben vor 400 Jahren - Leichenpredigten als biographische Quelle der Alltagsgeschichte" - unter diesem Titel sprach Daniel Geißler M.A., Mitarbeiter der Forschungsstelle für Personalschriften, am 10. Mai 2012 im Rahmen einer Vortragsreihe des Heimat- und Geschichtsverein Münchhausen am Christenberg e.V.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify; line-height: 150%;">Im Bürgerhaus Simtshausen berichtete er über die Arbeit und Ergebnisse der Marburger Leichenpredigt-Forschung und informierte über das breite Serviceangebot der Forschungsstelle, u.a. über die umfassenden Recherche-möglichkeiten in den Online-Datenbanken ihres Wissensportals www.personalschriften.de. Neben grundlegenden Bemerkungen zu Geschichte und Aufbau der Leichenpredigten präsentierte Daniel Geißler die konkrete wissenschaftliche Arbeit in Form der Erfassung, Katalogisierung und Digitalisierung der Trauerschriften in der Forschungsstelle. An ausgewählten Beispielen demonstrierte er darüber hinaus den hohen Quellenwert der Informationen, die aus Leichenpredigten gewonnen werden können - sowohl für die unterschiedlichsten wissenschaftlichen Disziplinen als auch für den versierten Genealogen oder den interessierten Laien. Wanderwege von Handwerksgesellen stellte der Referent ebenso vor wie über ihre Ehefrauen klagende Männer, selbstlose Rettungsversuche, musikalische Formen der Erinnerung, die Flucht vor marodierender Soldateska oder die Schilderung der Obduktion einer Kaufmannsfrau. </p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify; line-height: 150%;">Der Schwerpunkt des Vortrags lag auf hessischen Leichenpredigten, darunter einigen auf geehrte Personen aus dem Wetteraner Raum, wie u.a. Heinrich Eckard, Georg Milchling von und zu Schönstadt, Elisabeth Winckelmann, geb. Weiss, Justus Vultejus und Friedrich Sylburg. Insbesondere ging Daniel Geißler auf das Leben von Euricius Cordus ein, dem aus Simtshausen stammenden berühmten Mediziner und Dichter, dessen Geburtstag sich im Jahr 2011 zum 525. Mal gejährt hatte.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify; line-height: 150%;">Das zahlreich erschienene Publikum verfolgte interessiert dem Vortrag. Im Anschluss an die Ausführungen entspann sich eine lebhafte Diskussion über den Nutzen von Leichenpredigten für die regionale Landes- und Personengeschichtsforschung. </p>]]></content:encoded>
			<category>Vorträge</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 11 May 2012 09:45:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Leben und Sterben vor 400 Jahren</title>
			<link>http://www.personalschriften.de/aktuelles/feed/details/vortrag-in-simtshausen.html</link>
			<description>Vortrag von Daniel Geißler</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:150%">"Leben und Sterben vor 400 Jahren - Leichenpredigten als biographische Quelle der Alltagsgeschichte" - unter diesem Titel sprach Daniel Geißler M.A., Mitarbeiter der Forschungsstelle für Personalschriften, am 10. Mai 2012 im Rahmen einer Vortragsreihe des Heimat- und Geschichtsverein Münchhausen am Christenberg e.V.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify; line-height: 150%;">Im Bürgerhaus Simtshausen berichtete er über die Arbeit und Ergebnisse der Marburger Leichenpredigt-Forschung und informierte über das breite Serviceangebot der Forschungsstelle, u.a. über die umfassenden Recherche-möglichkeiten in den Online-Datenbanken ihres Wissensportals www.personalschriften.de. Neben grundlegenden Bemerkungen zu Geschichte und Aufbau der Leichenpredigten präsentierte Daniel Geißler die konkrete wissenschaftliche Arbeit in Form der Erfassung, Katalogisierung und Digitalisierung der Trauerschriften in der Forschungsstelle. An ausgewählten Beispielen demonstrierte er darüber hinaus den hohen Quellenwert der Informationen, die aus Leichenpredigten gewonnen werden können - sowohl für die unterschiedlichsten wissenschaftlichen Disziplinen als auch für den versierten Genealogen oder den interessierten Laien. Wanderwege von Handwerksgesellen stellte der Referent ebenso vor wie über ihre Ehefrauen klagende Männer, selbstlose Rettungsversuche, musikalische Formen der Erinnerung, die Flucht vor marodierender Soldateska oder die Schilderung der Obduktion einer Kaufmannsfrau. </p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify; line-height: 150%;">Der Schwerpunkt des Vortrags lag auf hessischen Leichenpredigten, darunter einigen auf geehrte Personen aus dem Wetteraner Raum, wie u.a. Heinrich Eckard, Georg Milchling von und zu Schönstadt, Elisabeth Winckelmann, geb. Weiss, Justus Vultejus und Friedrich Sylburg. Insbesondere ging Daniel Geißler auf das Leben von Euricius Cordus ein, dem aus Simtshausen stammenden berühmten Mediziner und Dichter, dessen Geburtstag sich im Jahr 2011 zum 525. Mal gejährt hatte.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify; line-height: 150%;">Das zahlreich erschienene Publikum verfolgte interessiert dem Vortrag. Im Anschluss an die Ausführungen entspann sich eine lebhafte Diskussion über den Nutzen von Leichenpredigten für die regionale Landes- und Personengeschichtsforschung. </p>]]></content:encoded>
			<category>Nachrichten</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 11 May 2012 09:45:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Unzweifelhaft ein seliger Tod!</title>
			<link>http://www.personalschriften.de/aktuelles/feed/details/unzweifelhaft-ein-seliger-tod.html</link>
			<description>Duellanten in protestantischen Leichenpredigten</description>
			<content:encoded><![CDATA[Alexander Kästner, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Geschichte der Frühen Neuzeit an der Technischen Universität Dresden, problematisiert in seiner jüngsten Studie "Unzweifelhaft ein seliger Tod!" die zeitgenössische gesellschaftliche Wahrnehmung von Duellanten, die bei entsprechenden gewaltsamen Auseinandersetzungen ums Leben kamen.
Anhand der Darstellung von Konfliktverläufen in Leichenpredigten ergründet der Beitrag, welche moraltheologischen und rechtlichen Standpunkte für die Verfasser von Relevanz waren, um derart Verstorbenen dennoch einen seligen Tod attestieren zu können. In diesem Zusammenhang wird zudem deutlich, wie wichtig den Hinterbliebenen eine christliche Bestattung und damit einhergehend die gesicherte, öffentlich akzeptierte Verortung der Verstorbenen in der christlichen Wertegemeinschaft war. Die Quellengattung Leichenpredigt bietet dabei vor dem Hintergrund des Zwiespaltes der Prediger zwischen der Schilderung eines frommen Lebens und den moralischen wie rechtlichen Bedenken gegen gewaltsame private Zweikämpfe Einblicke in sowohl soziale als auch theologische Normierungsversuche und Lösungsstrategien. 
Der Beitrag ist im soeben veröffentlichten Sammelband "Das Duell. Ehrenkämpfe vom Mittelalter bis zur Moderne" enthalten. Eine der Mitherausgeberinnen, Ulrike Ludwig, hat über die Thematik 'Leichenpredigten auf Duellanten' bereits in der Artikelserie "Leben in Leichenpredigten" der Forschungsstelle für Personalschriften publiziert.

Bibliographische Angaben:
Alexander Kästner, Unzweifelhaft ein seliger Tod! Überlegungen zur Darstellung des Sterbens von Duellanten in protestantischen Leichenpredigten, in: Ulrike Ludwig, Barbara Krug-Richter, Gerd Schwerhoff (Hg.), Das Duell. Ehrenkämpfe vom Mittelalter bis zur Moderne (Konflikte und Kultur - Historische Perspektiven 23), S. 141-158, Konstanz: UVK Verlagsgesellschaft mbH 2012, 372 Seiten, 54,- EUR, ISBN 978-3-86764-319-1. &nbsp;&nbsp;]]></content:encoded>
			<category>Neuerscheinungen</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 07 May 2012 12:22:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Konfession und Sprache in Leichenpredigten</title>
			<link>http://www.personalschriften.de/aktuelles/feed/details/konfession-und-sprache-in-leichenpredigten.html</link>
			<description> &quot;Leichenpredigten des 17. Jahrhunderts im konfessionellen Kontext&quot; lautet der Titel einer Studie...</description>
			<content:encoded><![CDATA[ "Leichenpredigten des 17. Jahrhunderts im konfessionellen Kontext" lautet der Titel einer Studie von Mechthild Habermann in dem soeben erschienenen Sammelband&nbsp; zu "Konfession und Sprache in der Frühen Neuzeit".
 Der Band, der die Vorträge einer Tagung am Exzellenzcluster "Religion und Politik" der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster vereinigt, stellt neue Forschungsergebnisse zur Sprache von Katholiken und Protestanten in der Frühen Neuzeit vor.&nbsp; Wer hatte das "beste Teutsch"? &nbsp;Als Quellen wurden vor allem Grabinschriften, Leichenpredigten, Schulordnungen und Konversionsschriften herangezogen. Germanisten, Historiker und Vertreter der Epigraphik untersuchten in diesem Zusammenhang u.a.&nbsp;Textstrategien, Wortwahl und Schreibweisen.&nbsp;
Herausgeber des Sammelbandes ist der Münsteraner Germanist, Prof. Dr. Jürgen Macha, der am Exzellenzcluster das Projekt C19 "Zwischen Religion und Politik: Konfessionalisierung der Sprache in der Frühen Neuzeit " leitet, in dem die Mitherausgeberinnen Anna-Maria Balbach und Sarah Horstkamp promovieren.

Bibliographische Angaben:
Jürgen Macha, Anna-Maria Balbach, Sarah Horstkamp (Hg.), Konfession und Sprache in der Frühen Neuzeit. Interdisziplinäre Perspektiven. (Studien und Text zum Mittelalter und zur frühen Neuzeit 18), Münster: Waxmann Verlag 2012, 245 S., 37,90 EUR, ISBN 978-3-8309-2636-8.
]]></content:encoded>
			<category>Neuerscheinungen</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 04 May 2012 10:54:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Anna Behr, geb. Hyller, verw. Dußig (1581-1661)</title>
			<link>http://www.personalschriften.de/aktuelles/feed/details/anna-behr-geb-hyller-verw-dussig-1581-1661.html</link>
			<description>Das lange Leben und der soziale Aufstieg einer schlesischen Fischerstochter</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:0cm;margin-bottom:.0001pt;line-height: 150%;mso-layout-grid-align:none;text-autospace:none"><em>Unser Leben weret siebentzig Jahr/ wenns hoch kömt/ so sinds achtzig Jahr/ und wenns köstlich gewesen/ so ist Mühe und Arbeit gewesen/ denn es fähret</em> <em>schnell</em><em> </em><em>dahin/ als flöhen wir davon […]</em> – auf den 90. Psalm (eine Gebet Moses) baut Samuel Albinus, Diakon an der Elisabethkirche in Breslau (poln. Wrocław), seine 28 Seiten zählende Leichenpredigt[1] auf die 1661 im achtzigsten Lebensjahr verstorbene Färberwitwe Anna Behr auf.[2] In der Frühen Neuzeit, in der der Mensch von vielfachen Krankheiten geplagt war, galt dieses Alter als außergewöhnlich hoch. Selten erreichten es vor allem Frauen, die bei ihren zahlreichen Niederkünften verschiedensten Komplikationen ausgesetzt waren und oft im Kindbett starben. Luthers Worte helfen dem Prediger, seine Predigt didaktisch zu fundieren: Die Verkürzung des menschlichen Lebens sei als Ergebnis einer sündhaften Lebensführung zu betrachten. Während zu Moses’ Lebzeiten der damalige Mensch das 70. oder 80. Lebensjahr erreichen konnte, so setze Martin Luther die Altersgrenze mit 40 oder 50 Jahren an; in diesem Alter ließen nämlich die menschlichen Kräfte nach. Albinus schildert den christlichen Lebenswandel von Anna Behr, indem er sich auf Moses Exemplifizierung des menschlichen Lebens in drei Sinnbildern beruft: <em>einem Buch der Chronica/ mit der Überschrift/ Dies Annorum/ einem geputzten Last-Thiere/ und drüber/ Splendida Miseria: Labor & Afflictio. / einem durch die Lufft fliegenden Adler/ mit der uberschrifft/ Sic avolamus.</em></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:0cm;margin-bottom:.0001pt;line-height: 150%;mso-layout-grid-align:none;text-autospace:none">&nbsp;</p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: 150%;">Die Leichenpredigt anlässlich des Todes von Anna Behr ist nicht nur wegen des ungewöhnlich hohen Alters der Handwerkerfrau von großem Interesse für den Leser, sondern auch wegen ihres sozialen Aufstiegs, der anhand des Lebenslaufs rekonstruiert werden kann. Anna wurde 1581 als Tochter des Fischers Gregor Hyller in der Breslauer Neustadt geboren. Nachdem sie allzu früh ihre Eltern verloren hatte, fand sie ihr neues Zuhause bei Nathanael Tilesius, Pfarrer von Militsch (poln. Milicz), bei dem sie Dienstmädchen wurde. Das Städtchen Militsch an der polnischen Grenze war damals <em>Haupt-Ort einer freyen Standes-Herrschaft in Schlesien</em> und besaß <em>Fürstliche Prerogativen</em>.[3] So kann den Personalien entnommen werden, dass Anna nicht nur traditionelle christliche Tugenden und Lesen, sondern auch die polnische Sprache im Pfarrhaus lernte. Weitere Erfahrungen in <em>Wirtschafts-Verrichtungen</em> machte Anna auch am Hof der Freiin von Maltzan in Militsch, wo sie <em>mit [einer] rühmlichen recommendation</em> von Tilesius <em>als sein eigen Kind</em>[4] hinkam und sieben Jahre verbrachte. Eine in der Hofetikette bewanderte junge Dame konnte für die Gastwirtschaft <em>Bey dem weissen Schwan</em> von Lorenz Weber und seiner Frau[5] nur von Vorteil sein. Das Ehepaar ersuchte bei der Freiin, um Anna in seine Dienste stellen zu können und nach ihrer Einwilligung verließ Anna bald Militsch. Ihr Fleiß und ihre Kompetenz wurden von Gastwirt Weber so anerkannt, dass er der Jungfrau, die aufgrund ihrer Herkunft wahrscheinlich nur über eine kärgliche Mitgift verfügte, 1610 <em>eine kostbare Hochzeit</em>[6] mit dem Aufdinger Paul Dußig ausrichtete: <em>[…] biß es sich damals ereignete/ daß aus Göttlichem Rath-Schluß der weiland Ehrbare Paul Dußig/ gewesener Auffdinger allhier/ bey der Herrschafft umb sie zu heirathen sich angegeben; welches ehrliche Ansinnen von gedachter Herrschafft auch gar nicht verhindert/ sondern in Betrachtung [der] geleisteten treuen Dienste ihr alle rühmliche Beförderung gethan/ und darzu eine kostbare Hochzeit gemacht/ ja als ihr eignes Kind den 20. Sontag nach Trinitatis/ war der 10. Octobr. Anno 1610. wol ausgesetzt […]</em>.</p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:0cm;margin-bottom:.0001pt;line-height: 150%;mso-layout-grid-align:none;text-autospace:none">&nbsp;</p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: 150%;">Aus der sieben Jahre dauernden Ehe entsprangen zwei Söhne, von denen einer früh starb, und der andere, Simon Dußig, sich als <em>Barbierer und Wund-Arzt</em> in Lissa (poln. Leszno) niederließ. Mit 36 Jahren wurde Anna Witwe. Vier Jahre später (1621) heiratete sie den <em>Ehrbaren und Kunstreichen Bürger und […] Waid- und Schön-Färbern Eltesten</em> Balthasar Behr aus Breslau, dem sie ebenfalls zwei Söhne gebar, welche Nachfolger in dessen <em>im Bürgerwerder</em> erbauten Familienfärberei wurden. Nach 23 Jahren verstarb auch ihr zweiter Gatte, Anna Behr blieb bis zu ihrem Lebensende im Witwenstand. Einer Handwerkerfrau kam nach dem Tod des Ehemanns gewöhnlich die Betreuung bzw. das Weiterführen des Familiengeschäfts zu. Das <em>Elend des menschlichen Lebens</em>, das im Titel des Funeraldrucks steht und im Exordium ausgedeutet wird, weist u.a. auf diese Lebensphase hin: Dazu gehörte nicht nur der Kummer nach dem Tod der Angehörigen, sondern beispielsweise auch die Vernichtung der Färberei durch einen Brand am 10. Dezember 1648, währenddessen Anna Behr selbst eine schwere Verletzung erlitt. Trost brachten der alten Frau das glückliche Eheleben der Söhne und der Wiederaufbau der Färberei mit dem väterlichen Erbe durch den jüngeren Sohn im Jahre 1656, wie die Personalien angeben.</p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:0cm;margin-bottom:.0001pt;line-height: 150%;mso-layout-grid-align:none;text-autospace:none">&nbsp;</p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: 150%;">Der für die Leichenpredigten übliche Tugendkatalog der verstorbenen Person wird in der Leichenpredigt von Albinus mithilfe der rhetorischen Darstellung der <em>köstlichen Krone des Lebens</em> umgesetzt. Er knüpft dabei an die bekannte Edelsteinsymbolik an: <em>Sie hat im Leben getragen die Krone mit schönen Edelgesteinen/ so der Apostel Paulus fromen Frauen auffsetzt/ in welcher geglänzet Prudentia die Vorsichtigkeit/ nemlich des Geistes/ das war die wolgeübte Gottesfurcht/ welche als eine Mutter die andern gebäret: Es glänzte die Gedult/ die Keuschheit/ […] Darumb hat ihr Gott die Krone der Ehren auch auffgesetzt/ wie ihre Lebens-Chronica aus Mosis Worten weiset/ daß sie ihr Leben auff 80.Jahr gebracht.</em>[7]</p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:0cm;margin-bottom:.0001pt;line-height: 150%;mso-layout-grid-align:none;text-autospace:none">&nbsp;</p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:0cm;margin-bottom:.0001pt;line-height: 150%">Die besprochene Leichenpredigt von Samuel Albinus ist in den Beständen der Universitätsbibliothek Wrocław als Teil eines Sammeldrucks (UBWr. Sign. 426037)<strong><em> </em></strong>aufgenommen. Er enthält des Weiteren eine <em>Gegen-Antwort</em> (Abdankung, 26 Seiten) von Johannes Acoluthus, damals zweiter Diakon an der Elisabethkirche, ein Epicedium von Christoph Bremer, einem Freund der Familie der Verstorbenen, ein Sonnet von Balthasar Kopisch aus <em>Reichenbach</em>[8]sowie eine Grabschrift von Balthasar Behr, einem Enkel Anna Behrs und Schüler am Elisabethanum in Breslau. Unter Bezugnahme auf den von Albinus <em>erstabgelesenen Lebens-Lauf</em>[9]weist Acoluthus noch auf eine andere christliche Tugend der verstorbenen Frau hin, die hinsichtlich ihres hohen Alters sicherlich bedeutsam war – die Sorge um ihren Leib: <em>Darneben ist sie nicht aus der Zahl derer gewesen/ die es reuet daß sie ihrem Leibe etwas gutes thun sollen/ viel mehr aber hat sie mit gebührender Versorgung/ mit Nahrung und Artzney-Mitteln ihrer gepfleget/ zur Folge deß Göttlichen Befehlichs: Wartet des Leibes/ doch also daß er nicht geil werde.</em> (zitiert aus Röm. 13,14).</p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: 150%;">&nbsp;</p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: 150%;">Wie bekannt, wurde die Frau in der Frühen Neuzeit seit der Kindheit einem reformatorisch geprägten Tugendkatalog gemäß erzogen und auf ihre künftige Rolle als Ehefrau und Mutter vorbereitet. Anna Behrs langes Leben zeigt zugleich ihre Sozialisation von einem Waisenkind über ein fleißiges Dienstmädchen und eine anerkannte Wirtin bis hin zur Handwerkerfrau und -witwe, die für die Aufrechterhaltung des Familienbetriebs Sorge trug und somit eine beträchtliche gesellschaftliche Statuserhöhung erfuhr.<strong></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: 150%;">&nbsp;</p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: 150%;">&nbsp;</p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:0cm;margin-bottom:.0001pt;line-height: 150%"><strong>Bestand:</strong> Universitätsbibliothek Wrocław (Breslau)<strong><br />Signatur:</strong> 426037<strong><br />Enthalten in:</strong> <link http://cgi-host.uni-marburg.de/%7Eomgesa/tbk/id2.php?lang=de&p=0&ex=&l=10&id[]=1405&id[]=1406&id[]=1407&id[]=1408&id[]=14204 _blank - "TBK Anna Behr">Titelblattkatalog der Leichenpredigten und sonstiger Trauerschriften in der Universitätsbibliothek Breslau</link></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: 150%;">&nbsp;</p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: 150%;">&nbsp;</p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: 150%;"><strong>Anmerkungen:</strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: 150%;">&nbsp;</p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:0cm;margin-bottom:.0001pt;line-height: 150%">[1] <span lang="PL">Albinus, Samuel, </span>Das Köstliche Elend Menschlichen Lebens/ Welches Moses fürgestellet im Ps. 90.10.11 und Bey dem Volckreichen Leich-Begängnüß Der weiland Ehrbaren/ Viel Ehr- und Tugendreichen Frauen Anna Hyllerin/ Deß weiland Ehrbahren und Kunstreichen Hn. Balthasar Behrs/ Bürgers/ Waid- und Schön-Färber Eltesten in Breßlau/ hinterlassenen Wittib/ betrachtet am Tage Creutz-Erfindung/ war der 3. May/ dieses 1661. Jahres. M. Samuel Albinus/ Diac. zu St. Elisabeth. Breßlau/ Gedruckt durch Gottfried Gründern/ Baumannischen Factor.</p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: 150%;">&nbsp;</p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:0cm;margin-bottom:.0001pt;line-height: 150%">[2] Siehe auch Mróz-Jabłecka, Kalina, Die weiblichen Lebenswelten in den barocken Funeraldrucken. Gedächtnisformen der urbanen Kultur am Beispiel der Stadt Breslau von Mitte des 17. bis Mitte des 18. Jahrhunderts (Studium Litterarum 19), Berlin 2011.</p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: 150%;">&nbsp;</p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:0cm;margin-bottom:.0001pt;line-height: 150%">[3] Zu Militsch siehe: Zedler, Johann Heinrich, Grosses vollständiges Universallexicon aller Wissenschafften und Künste, Bd. 21, Leipzig/Halle/Saale 1739, S. 212, Online: www.zedler-lexikon.de, Sucheabfrage mit dem Begriff „Militsch“ unter der URL: <link http://www.zedler-lexikon.de/suchen/suchergebnisse.html?suchmodus=standard _blank - "Zedler-Lexikon Suchmaske">http://www.zedler-lexikon.de/suchen/suchergebnisse.html?suchmodus=standard</link> [Letzter Zugriff: 17. April 2012].</p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:0cm;margin-bottom:.0001pt;line-height: 150%">&nbsp;</p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: 150%;">[4] Albinus, Das Köstliche Elend (wie Anm. 1), S. 22.</p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:0cm;margin-bottom:.0001pt;line-height: 150%">&nbsp;</p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: 150%;">[5] In der Leichenpredigt findet sich als Ortsangabe zur Gastwirtschaft der Familie Weber und zur Herkunft des ersten Ehegatten Paul Dußig die Bemerkung <em>allhier</em>. Diese Angabe des Verfassers der Leichenpredigt im Zusammenhang mit dem Beerdigungsort Anna Behrs weist darauf hin, dass es sich jeweils um Breslau handelte.</p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:0cm;margin-bottom:.0001pt;line-height: 150%">&nbsp;</p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: 150%;">[6] Albinus, Das Köstliche Elend (wie Anm. 1), S. 23.</p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:0cm;margin-bottom:.0001pt;line-height: 150%">&nbsp;</p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: 150%;">[7] Ebd., S. 26.</p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:0cm;margin-bottom:.0001pt;line-height: 150%">&nbsp;</p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: 150%;">[8] Mit großer Wahrscheinlichkeit handelt es sich um Reichenbach im Eulengebirge (poln. Dzierżoniów).</p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:0cm;margin-bottom:.0001pt;line-height: 150%">&nbsp;</p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: 150%;">[9] Albinus, Das Köstliche Elend (wie Anm. 1), S. 57.</p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: 150%;">&nbsp;</p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: 150%;">&nbsp;</p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: 150%;"><strong>Zitierweise:</strong> Kalina Mróz-Jabłecka, Anna Behr, geb. Hyller, verw. Dußig (1581-1661). Das lange Leben und der soziale Aufstieg einer schlesischen Fischerstochter, in: Leben in Leichenpredigten 5/2012 &lt;http://www.personalschriften.de/leichenpredigten/artikelserien/artikelansicht/details/anna-behr-geb-hyller-verw-dussig-1581-1661.html&gt;</p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; line-height: 150%;">&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			<category>Leben in Leichenpredigten</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 01 May 2012 11:55:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Leichenpredigten in Arnstadt</title>
			<link>http://www.personalschriften.de/aktuelles/feed/details/leichenpredigten-in-arnstadt.html</link>
			<description>Unter dem Titel &quot;Sieben Schlösser bis zum Kirchenschatz&quot; wurde am 21. April 2012 in einem Artikel...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Unter dem Titel "Sieben Schlösser bis zum Kirchenschatz" wurde am 21. April 2012 in einem Artikel in der Thüringischen Allgemeinen der einzigartige Buchbestand der Arnstädter Oberkirche vorgestellt.
Über 3.000 Bände befinden sich seit 1588 in der Bibliothek. Nach dem großen Stadtbrand von 1581, dem auch die Arnstädter Buchbestände zum Opfer fielen, wurde durch eine private Stiftung der Grundstock für die Oberkirchen-Bibliothek gelegt. Sie gehört heute zu den ältesten überlieferten protestantischen Kirchenbibliotheken in Thüringen.
Neben etlichen Raritäten, darunter zahlreiche Inkunabeln, enthält die Bibliothek auch einen wertvollen Bestand von Leichenpredigten aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Es ist vorgesehen, diese im Rahmen des Thüringen-Projektes der Forschungsstelle für Personalschriften zu katalogisieren.]]></content:encoded>
			<category>Nachrichten</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 23 Apr 2012 10:28:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Neu im Team: Christoph Althen</title>
			<link>http://www.personalschriften.de/aktuelles/feed/details/neu-im-team-christoph-althen.html</link>
			<description>Seit dem 1. April 2012 verstärkt Christoph Althen als studentische Hilfskraft das Team...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Seit dem 1. April 2012 verstärkt <link 277>Christoph Althen</link> als studentische Hilfskraft das Team der&nbsp;<link forschungsstelle/personen/mitarbeiter.html>Forschungsstelle für Personalschriften</link>.]]></content:encoded>
			<category>Personalia</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 10 Apr 2012 10:53:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>&quot;Von den letzten Dingen&quot;</title>
			<link>http://www.personalschriften.de/aktuelles/feed/details/von-den-letzten-dingen.html</link>
			<description>Ausstellung im Neuen Museum Berlin</description>
			<content:encoded><![CDATA[Nur noch für kurze Zeit, bis Mittwoch, den 11. April 2012, ist im Neuen Museum Berlin die Ausstellung "Von den letzten Dingen - Tod und Begräbnis in der Mark Brandenburg 1500-1800" zu sehen. Sie wurde konzipiert von der Arbeitsgemeinschaft Sepulkralkultur der Neuzeit (ar.se.n) in Zusammenarbeit mit dem Museum für Vor- und Frühgeschichte der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz, in Kooperation mit dem Museum für Sepulkralkultur Kassel, dem Landesdenkmalamt Berlin und dem Freundeskreis für Alteuropäische Geschichte und Archäologie (FAGUA).
Die Ausstellung konzentriert sich besonders auf Gruftbestattungen. Erstmals werden Funde aus der 2008 am Schlossplatz in Berlin-Mitte gefundenen Adelsgruft der Familien von Burgsdorff, von Canitz und von Dohna der Öffentlichkeit gezeigt. Außerdem wird der Brauch der Totenkronen vorgestellt. Auch Leichenpredigten sind zu sehen.
]]></content:encoded>
			<category>Nachrichten</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 05 Apr 2012 09:58:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Ulrich Herzog zu Mecklenburg (1527-1603)</title>
			<link>http://www.personalschriften.de/aktuelles/feed/details/ulrich-herzog-zu-mecklenburg-1527-1603.html</link>
			<description>Woher vnd von weme eine Christliche Obrigkeit komme – Die Leichenpredigt als Form politischer...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="Standard1" style="line-height: 150%;">Seitdem differenzierte Gesellschaften existieren, ist die Einteilung dieser hinsichtlich sozialer Merkmale die Regel. Die Ordnung der Gesellschaft in soziale Großgruppen, Stände genannt, war sowohl den Zeitgenossen geläufig, ist aber auch eine gängige historische Denkkategorie bei der Betrachtung komplexer Gesellschaftsstrukturen. Damit die Ordnung der Gesellschaft bestehen blieb, musste sie aufgrund der ausgeprägten sozialen Hierarchisierung und der damit verbundenen Ungleichheit fortwährend legitimiert werden, um möglichen Konflikten vorzubeugen.[1] Die „politische Kommunikation“ diente der Legitimation von Herrschaft, getragen wurde sie von bestimmten sozialen Gruppen des Gemeinwesens.[2] Die Legitimation geschah auf verschiedene Arten und die Religion spielte aufgrund ihrer Dominanz eine Schlüsselrolle im Mittelalter und der Frühen Neuzeit. In diesem Zusammenhang von Religion und der Artikulation politischer Normen wird mit Blick auf das 16./17. Jahrhundert von „politischer Theologie“[3] gesprochen und gerade die Reformation förderte neue Legitimationsansätze.[4]</p>
<p class="Standard1" style="line-height: 150%;">Als einer der bedeutendsten mecklenburgischen Fürsten, Herzog Ulrich (1527-1603), starb, hatte er Mecklenburg insgesamt 49 Jahre regiert. Von 1555/56 bis 1576 lenkte er die Geschicke des Landes zusammen mit seinem älteren Bruder Johann Abrecht I. (1525-1576). Nach dessen Tod übernahm er die Vormundschaftsregierung für seinen unmündigen Neffen Johann VII. (1558-1592). Nachdem dieser 1585 für volljährig erklärt wurde, regierten sie zusammen. Ein erneuter Zusammenfall zu Gunsten Ulrichs erfolgte 1592 aufgrund des Selbstmordes von Johann. Hiernach übernahm er, diesmal für die Söhne Johanns, die Vormundschaftsregierung, die bis zu seinem Tod 1603 andauerte.[5] Die Regierungszeit Ulrichs wird als eine der fruchtbarsten Perioden in der mecklenburgischen Geschichte auf dem Gebiet der Kunst und Kultur interpretiert. Auf der einen Seite wurde der Ausbau von Residenzen forciert, die Reformation verfestigt und zahlreiche dynastisch-repräsentative Monumente entstanden.[6] Auf der anderen Seite bauten die mecklenburgischen Landstände ihren politischen Einfluss aus und legten den Grundstock für den bis ins 20. Jahrhundert prägenden Dualismus zwischen Landesherr und Landständen.[7]</p>
<p class="Standard1" style="line-height: 150%;">Zum Tod des Herzogs wurden insgesamt vier Leichenpredigten erstellt.[8] Von diesen wurden drei vor unterschiedlichem Publikum gehalten[9] und eine weitere direkt im Anschluss an die Trauerfeierlichkeiten[10] verteilt.[11]</p>
<p class="Standard1" style="line-height: 150%;">Im engeren Fokus steht die Leichenpredigt des Güstrower Hofpredigers Nikolaus Giesenhagen (1559-1638), die am 14. April 1603 parallel zu der Bestattungszeremonie im Dom – der Platz in der herzoglichen Grablege reichte schlichtweg nicht für alle Trauernden aus – in der Güstrower Pfarrkirche gehalten wurde. Im Gegensatz zur Leichenpredigt des Superintendenten Lucas Bacmeister (1530-1608), die im Dom vor dem Nachfolger Ulrichs, Herzog Karl I. (1540-1610), sowie weiteren hohen und niedrigen Adligen und Vertretern der Bildungselite gehalten wurde, predigte Giesenhagen in der Pfarrkirche vor gemeinem Volk. Hier waren beispielsweise die Güstrower Bürgerschaft, deren Frauen sowie der Untermarschall, die Hofdiener und Hofmägde anwesend.[12]</p>
<p class="Standard1" style="line-height: 150%;">Die Leichenpredigt Giesenhagens bezieht sich auf das 4. und 5. Kapitel der Klagelieder des Jeremias. Giesenhagen will anhand der ausgewählten Bibelstellen begründen<em>, woher vnd von weme eine Christliche Obrigkeit komme/ vnd was für ein tewres vnd edles kleinoth/ eine Gottselige Obrigkeit sey</em>. Des Weiteren will er ausführen, dass Gott als oberster Lehnsherr Obrigkeit durch den Tod des Landesherrn auch wieder fortnimmt und warum dies geschieht. Er beginnt, indem er feststellt: <em>Zu allen zeiten sind Leute gefunden worden/ welche es davor gehalten/ daß der Weltliche Regierstand/ Ein Menschliches Sündlein sey/ zu dem ende erdacht/ damit nicht ein jeglicher seines Kopffs vnd Willens leben</em> kann. Er behauptet weiter, dass im Katholizismus <em>der Obrigkeit Standt [...] ein gefehrlicher/ sündtlicher vnd verdambter Orden</em> sei, in dem man nicht guten Gewissens leben und sterben könnte. Weiter thematisiert Giesenhagen den Vertrauensverlust der Menschen in die Kirche und dankt Gott, dass er sie von solchem Gräuel <em>vnd Schewel des Papsts</em> befreit hat, denn erst jetzt ist den Christen wieder <em>auß Gottes klarem vnd warem Worte bekant/ daß die Obrigkeit Gottes wolgeselliger Standt vnd orden sey</em>, da Gott den Regierungsstand doch selbst begründet und die Obrigkeit <em>von Gott dem Herr[n] selbst zur Regierung angewiesen und gesalbet</em> wird. Giesenhagen geht weiter darauf ein, dass die weltliche Obrigkeit ihre Funktion <em>an Gottes stat</em>, also als Stellvertreter Gottes auf Erden ausführt sowie als Schild des Glaubens dient und somit <em>Gottes Amptleute</em> sind. Im weiteren Verlauf zitiert er die prominente Bibelstelle aus dem Brief des Apostels Paulus an die Römer, Kapitel 13, Vers 1: <em>[...] daß </em><em>auch keine Obrigkeit sey/ dann nur von Gott/ Derselbe setzet König ein vnd wider ab</em>.[13]</p>
<p class="Standard1" style="line-height: 150%;">Hiernach bezieht Giesenhagen das Gesagte auf das Leben Herzog Ulrichs und stellt fest, dass sich dieser seiner Stellung bewusst war und Gott als obersten Lehnsherren anerkannte. Der Hofprediger führt weiter an, dass Ulrich seinen Amtspflichten nachkam, indem er die protestantische Kirche förderte und schützte. Er benennt die Aufgabe eines Landesherren, welcher <em>Gottlose ärgerliche Leute [...] böse bellende vnd beissende Hunde wegreumen/ sie auß dem Lande verweisen vnd gar umbringen</em> <em>[...]</em> muss <em>[...]</em> <em>damit sie es nicht mehr thun/ vbel ärger machen</em>.</p>
<p class="Standard1" style="line-height: 150%;">Anschließend führt Giesenhagen aus, dass die Untertanen nicht immer das Geschenk der Obrigkeit erkennen, beziehungsweise zu würdigen wissen. Um jedoch darzulegen, dass diese positive Seiten hat, bezieht er sich auf die genannten Abschnitte im Buch Jeremia und charakterisiert anhand von dort benutzten Schlagwörtern die Mitglieder der Obrigkeit: Zum einen sind sie die <em>Gesalbten</em> des Herrn, zum anderen ein <em>Schatten</em>, ein <em>Trost</em> und zu letzterem eine <em>Krone</em>.[14] Giesenhagen gebraucht diese Zuschreibungen, um anhand ihrer darzustellen, wie gut Ulrich und seine Regentschaft doch war, denn sämtliche dieser Tugenden lassen sich in der Person des Herzogs wiederfinden. Als Argument, dass er ein Gesalbter des Herrn war, führt der Prediger an, dass Ulrich getauft sowie zum Herrscher gesalbt wurde. Der Schatten wird begründet, in dem Giesenhagen Ulrichs 49-jährige Regierungszeit hervorhebt. In dieser wurde Ulrich <em>zu einem großen und starken Baum, welcher Schatten spendete</em> und somit allen Untertanen gut tat. Des Weiteren führt er in diesem Kontext an, dass Ulrichs Äste bis weit nach Dänemark und Schottland reichten. Hiermit spielt Giesenhagen auf die Hochzeiten von Ulrichs Tochter nach Dänemark und seiner Enkelin nach Schottland an. Der Trost wird mit der milden und nachsichtigen Regierung des Herzogs erklärt, die auf das Wohl der Untertanen ausgelegt war. Die Krone wird sozusagen als „krönender Abschluss“ gebraucht. In diesem Kontext werden baulichen Bestrebungen des Geehrten benannt, die Förderung der Religion, sein schönes und wohlwollendes Äußeres sowie seine Funktion als Nestor des Niedersächsischen Reichskreises. Das Bild der Krone gebraucht Giesenhagen auch, wenn er in der Einleitung der Leichenpredigt kommentiert, dass mit dem Tod Ulrichs die <em>Krone unsers Heuptes [...] abgefallen</em> ist. Wiederholt spielt er damit auf die herausragende fürstliche Person Ulrichs als Obrigkeit an und führt ebenso aus, dass diese von Gott genommen wurde.</p>
<p class="Standard1" style="line-height: 150%;">Giesenhagen wendet die Argumentation der Bibel direkt auf den verstorbenen Landesherrn an, indem er die Verdienste des Ulrichs hervorhebt. Damit beweist er den Untertanen zugleich, dass eine gerechte Obrigkeit das Leben aller fördert. Insgesamt kann konstatiert werden, dass der Hofprediger Ulrichs gesamte Regentschaft als auf das Wohl der Untertanen ausgelegt betrachtet, Ulrich <em>die reine vnd ware Religion</em> förderte und den <em>Unterthanen als Spiegel und helles Liecht mit gutem Exempel</em> voran gegangen war. Im weiteren Verlauf der Leichenpredigt beginnt Giesenhagen die beiden anderen Punkte darzulegen und stellt Ulrichs seliges Leben und Sterben dar. Des Weiteren appelliert er an die Zuhörer ein christliches Leben zu führen.</p>
<p class="Standard1" style="line-height: 150%;">Werden alle Leichenpredigten betrachtet, so fällt auf, dass nur Giesenhagen in seiner Leichenpredigt den Zuhörern die hierarchisch gegliederte Gesellschaft erläutert. Bei Andreas Johannes,[15] Seelsorger in der herzoglichen Residenz Mirow, findet kein Verweis auf die Legitimation fürstlicher Herrschaft statt. Ebenso wenig in der ersten Leichenpredigt Giesenhagens, die am 16. März während der Aufbahrung der fürstlichen Leiche in der Schlosskapelle gehalten wurde. Bacmeister erwähnt in seiner Predigt zwar, dass die Fürsten ihre weltliche Stellung Gott verdanken, näher erläutert wird diese Aussage aber nicht. Der gesellschaftslegitimierende Inhalt von Giesenhagens Leichenpredigt kann also direkt mit der Zuhörerschaft aus dem gemeinen Volk erklärt werden – bei allen anderen Leichenpredigten kamen die Adressaten aus Adel und Funktionselite.[16] Der Inhalt dieser Predigten bezieht sich vornehmlich auf das christliche Leben, das selige Sterben sowie Errungenschaften Ulrichs.</p>
<p class="Standard1" style="line-height: 150%;">Giesenhagen greift in seiner Predigt direkt das lutherische Obrigkeitsverständis auf, stellt die Reformation als äußerst positiv dar und erläutert den Zuhörern, dass die Obrigkeit von Gott eingesetzt wird und der Gehorsam ihr gegenüber <em>Gottesdienst</em> ist.[17] In der mecklenburgischen Kirchenordnung wird dies ebenso thematisiert: <em>das die unterthanen der Weltlichen Obrigkeit gehorsam schuldig sind/ Also/ das ungehorsam Sünd wider Gott sey</em>.[18] Er erklärt den niederen sozialen Gruppen, dass die Ordnung direkt auf Gott zurückgeht und legitimiert diese mit seinen Ausführungen. Er unterfüttert seine Aussagen weiter, indem er den Schutzauftrag der Obrigkeit gegenüber der protestantischen Kirche benennt und Ulrich als gewesenen Patron darstellt, der zum irdischen und seligen Wohl seiner Untertanen agierte.[19]</p>
<p class="Standard1" style="line-height: 150%;">Das Aufgreifen der sozialen Ordnung innerhalb der protestantischen Predigtliteratur kann für diese Zeit als typisch gelten und die soziale Herkunft des Publikums erklärt, warum der Inhalt entsprechend gewählt wurde.[20] Dass die „politische Kommunikation“ der Herrschaftslegitimierung dient und die „politische Theologie“ ein Teil dieser ist, wurde bereits am Beginn dargestellt. Als Mittler der Herrschaftslegitimierung tritt in diesem Fall der theologisch gebildete und von Ulrich eingesetzte Hofprediger Giesenhagen auf. Im Kontext der „Kommunikation über Herrschaft“ ist Einbindung von Theologen keine Seltenheit.[21] Das Amt des Hofpredigers schloss in der Frühen Neuzeit immer stärker politische Aufgaben mit ein und war Teil der protestantischen Funktionselite, die dann im Hinblick auf die Herrschaftsordnung wichtige systemlegitimierende aber auch kritische Aufgaben wahrnahm.[22]</p>
<p class="Standard1" style="line-height: 150%;">Die Leichenpredigt Giesenhagens auf Ulrich kann als eindrucksvolles Zeugnis politischer Kommunikation mit dem Ziel der Herrschaftslegitimierung in der Frühen Neuzeit gewertet werden. Sie rechtfertigt die Hierarchisierung der Gesellschaft anhand typisch lutherischer Ansichten und will den Zuhörern verdeutlichen, dass die Ordnung der Welt auf Gott zurückgeht. In der historischen Forschung wurde in den vergangenen Jahren herausgearbeitet, dass sich ein Großteil der politischen protestantischen Schriften des 16./17. Jahrhunderts mit der Legitimation und Begrenzung von Herrschaft auseinandersetzten.[23] Inwieweit Leichenpredigten einen Anteil an der politischen Kommunikation hatten, beziehungsweise inwiefern sie als Medium eben dieser benutzt wurden, ist aber noch unzureichend erforscht.</p>
<p class="Standard1" style="line-height: 150%;">&nbsp;</p>
<p class="Standard1" style="line-height: 150%;"><strong>Bestand:</strong> Landesbibliothek Mecklenburg-Vorpommern Schwerin<br /><strong>Signatur:</strong> Mkl f I 1150</p>
<p class="Standard1" style="line-height: 150%;">&nbsp;</p>
<p class="Standard1" style="line-height: 150%;"><strong>Anmerkungen:</strong></p>
<p class="Standard1" style="line-height: 150%;">[1] Münch, Paul, Grundwerte der frühneuzeitlichen Ständegesellschaft? Aufriß einer vernachlässigten Thematik, in: Schulze, Winfried (Hg.), Ständische Gesellschaft und soziale Mobilität (Schriften des Historischen Kollegs. Kolloquien 12), München 1988, S. 53-72; Oexle, Otto Gerhard, Die funktionale Dreiteilung als Deutungsschema der sozialen Wirklichkeit in der ständischen Gesellschaft des Mittelalters, in: ebd., S. 19-51; Schulze, Winfried, Die ständische Gesellschaft des 16./17. Jahrhunderts als Problem von Statik und Dynamik, in: ebd., S. 1-17.</p>
<p class="Standard1" style="line-height: 150%;">[2] Schorn-Schütte, Luise, Kommunikation über Herrschaft, in: Raphael, Lutz (Hg.), Ideen als gesellschaftliche Gestaltungskraft im Europa der Neuzeit. Beiträge für eine erneuerte Geistesgeschichte (Ordnungssysteme 20), München 2006, S. 71-108.</p>
<p class="Standard1" style="line-height: 150%;">[3] Ebd., S. 72.; dies., Die Drei-Stände-Lehre im reformatorischen Umbruch, in: Moeller, Bernd (Hg.), Die frühe Reformation in Deutschland als Umbruch. Wissenschaftliches Symposium des Vereins für Reformationsgeschichte 1996 (Schriften des Vereins für Reformationsgeschichte 199), Gütersloh 1998, S. 435-461.</p>
<p class="Standard1" style="line-height: 150%;">[4] Schorn-Schütte, Kommunikation (wie Anm. 2), S. 77.</p>
<p class="Standard1" style="line-height: 150%;">[5] Bis vor ungefähr 20 Jahren war das Interesse am Leben und Wirken Herzog Ulrichs relativ gering. Vielmehr stand sein älterer Bruder, Johann Albrecht I., im Fokus der mecklenburgischen Historiografie. Dies ist vornehmlich der mecklenburgischen Geschichtsschreibung des 19. Jahrhunderts geschuldet, die in den architektonischen Hinterlassenschaften einen „nationalen mecklenburgischen Stil“ ausmachte. In den vergangenen Jahrzehnten stieg das Forschungsinteresse an Herzog Ulrich an: Stuth, Steffen, Höfe und Residenzen. Untersuchungen zu den Höfen der Herzöge von Mecklenburg im 16. und 17. Jahrhundert (Quellen und Studien aus den Landesarchiven Mecklenburg-Vorpommerns 4), Bremen 2001; ders., Mecklenburg im 16. Jahrhundert, in: Stadt und Hof. Schwerin als Residenzstadt im 16. Jahrhundert. Begleitband zur Ausstellung, hg. vom Historischen Museum Schwerin, Schwerin 1995, S. 31-63; Pečar, Andreas, Bruderzwist im Hause Mecklenburg. Herzog Ulrich (1554-1603) als Prototyp innerfamiliärer Herrschaftskonkurrenz, in: Mecklenburgische Jahrbücher 123/2008, S. 77-103.</p>
<p class="Standard1" style="line-height: 150%;">[6] Neumann, Carsten, Die Renaissancekunst am Hofe Ulrichs zu Mecklenburg (Bau + Kunst 15), Kiel 2009; Pečar, Andreas, Genealogie als Instrument fürstlicher Selbstdarstellung, in: zeitenblicke 4 (2005), Nr. 2, [2005-06-28], URL: <link http://www.zeitenblicke.de/2005/2/Pecar/index_html#d4148e33 _blank - "Fürstliche Selbstdarstellung zeitenblicke">http://www.zeitenblicke.de/2005/2/Pecar/index_html#d4148e33</link> (Letzter Zugriff: 10. Januar 2012); Stuth, Steffen, David Chytraeus und die mecklenburgischen Landesfürsten. Am Beispiel der Korrespondenz mit Herzog Ulrich, in: Glaser, Karl-Heinz/ders. (Hg.), David Chytraeus (1530-1600). Norddeutscher Humanismus in Europa. Beiträge zum Wirken des Kraichgauer Gelehrten, Ubstadt-Weiher 2000, S. 73-87.</p>
<p class="Standard1" style="line-height: 150%;">[7] Busch, Michael, Die Befestigung landständischer Macht in Mecklenburg im 16. Jahrhundert. Güstrower und Sternberger Reversalen von 1555 und 1572, in: ders., (Hg.), Terra et Mars. Aspekte der Landes- und Militärgeschichte. Festschrift für Eckardt Opitz zum 65. Geburtstag, Neumünster 2003, S. 27-42; Münch, Ernst, Mecklenburgs widersprüchlicher Übergang in die frühe Neuzeit. 1477-1621, in: Karge, Wolf/ders./Schmied, Hartmut (Hg.), Die Geschichte Mecklenburgs. Von den Anfängen bis zur Gegenwart, 4. Aufl., Rostock 2004, S. 57-65.</p>
<p class="Standard1" style="line-height: 150%;">[8] Minneker, Ilka, Vom Kloster zur Residenz. Dynastische Memoria und Repräsentation im spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Mecklenburg (Symbolische Kommunikation und gesellschaftliche Wertesystem 18), Münster 2007, S. 15f.</p>
<p class="Standard1" style="line-height: 150%;">[9] Bacmeister, Lucas, Eine Christliche Predigt/ gehalten bey der Fürstlichen Leichbestätung/ des Weiland Durchleuchtigen [...] herrn Ulrichen hertzogen zu Mecklenburg [...], Rostock 1603; Giesenhagen, Nikolaus, Zwo einfeltige Predigten/ Über den tödlichen/ jedoch christlichen vnd Gottseligen Abscheid [...] Herrn VLRICHEN, Hertzogen zu Mecklenburg [...], Rostock 1603.</p>
<p class="Standard1" style="line-height: 150%;">[10] Der Ablauf der Trauerfeierlichkeiten ist verhältnismäßig gut dokumentiert: [Anonym], Procesz der Leichbegengnisz des hochwürdigen, durchleuchtigsten Fürsten vnd Herrn, Herrn Vlrichen zu Mecklenburg, Fürsten zu Wenden, Administratorn des Stiffts vnd Graffen zu schwerin, der Lande Rostock und Stargard Herrn hochlöblicher christmilder Gedechtnisz, welcher den 14. Apr. Anno 1603 zu Güstrow ist begangen vnd gehalten worden, vnd was darauff erfolget etc., Rostock 1603.</p>
<p class="Standard1" style="line-height: 150%;">[11] Johannes, Andreas, Hochfürstlicher Ehrenpreiß/ Aus Josephs herrlicher vnd denkwirdiger Valetrede/ Genes. 50. auff die fürstliche vnd in Gott ruhende Leiche/ Des hochwürdigen [...] Herrn Vlrichen, Hertzogen zu Mecklenburg [...], Rostock 1603; Minneker, Vom Kloster zur Residenz (wie Anm. 8), S. 503.</p>
<p class="Standard1" style="line-height: 150%;">[12] Ebd.; Stuth, Höfe und Residenzen (wie Anm. 5), S. 367-381; Minneker, Vom Kloster zur Residenz (wie Anm. 8), S. 431.</p>
<p class="Standard1" style="line-height: 150%;">[13] Röm. 13,1 zitiert nach: Giesenhagen, Zwo einfeltige Predigten (wie Anm. 9), Bl.. 42. In der Bibelübersetzung nach Martin Luther in der revidierten Fassung von 1984 lautet der Text: <em>Jedermann sei untertan der Obrigkeit, die Gewalt über ihn hat. Denn es ist keine Obrigkeit außer von Gott; wo aber Obrigkeit ist, die ist von Gott angeordnet.</em> Aus: Die Bibel nach der Übersetzung Martin Luther in der revidierten Fassung von 1984. Durchgesehene Ausgabe in neuer Rechtschreibung, hg. von der Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart 1984.</p>
<p class="Standard1" style="line-height: 150%;">[14] Klgl. 4,20-22 und 5,16 zitiert nach: Giesenhagen, Zwo einfeltige Predigten (wie Anm. 9), Bll. 34 u. 45ff.</p>
<p class="Standard1" style="line-height: 150%;">[15] Lebensdaten unbekannt.</p>
<p class="Standard1" style="line-height: 150%;">[16] Stuth, Höfe und Residenzen (wie Anm. 5), S. 340-381; Procesz der Leichbegengnisz (wie Anm. 11).</p>
<p class="Standard1" style="line-height: 150%;">[17] Suda, Max Josef, Die Ethik Martin Luthers (Forschungen zur systematischen und ökumenischen Theologie 108), Göttingen 2006, S. 117-150.</p>
<p class="Standard1" style="line-height: 150%;">[18] Revidirte Kirchenordnung: Wie es mit Christlicher Lehre/ reichung der Sacrament/ Ordination der Diener des Evangelii/ ordentlichen Ceremonien in der Kirchen/ Visitation/ Consistorio vnd Schulen: Im Hertzogthumb Meckelnburg/ etc. gehalten wirdt, Güstrow/Rostock 1602.</p>
<p class="Standard1" style="line-height: 150%;">[19] Weiss, Matthias, …weltliche hendel werden geistlich. Zur politica christiana des 16. Jahrhunderts, in: Raphael, Lutz (Hg.), Ideen als gesellschaftliche Gestaltungskraft im Europa der Neuzeit. Beiträge für eine erneuerte Geistesgeschichte (Ordnungssysteme 20), München 2006, S. 109-125.</p>
<p class="Standard1" style="line-height: 150%;">[20] Schorn-Schütte, Kommunikation (wie Anm. 2), S. 79f.</p>
<p class="Standard1" style="line-height: 150%;">[21] Ebd., S 81f.</p>
<p class="Standard1" style="line-height: 150%;">[22] Ebd., S. 88f.; Schlachta, Astrid von, Hofgeistlichkeit, in: Parvicini, Werner (Hg.),Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich. Bilder und Begriffe (Residenzenforschung 15,2), Teil 1: Begriffe, Ostfildern 2005. S. 44-46.</p>
<p class="Standard1" style="line-height: 150%;">[23] Schorn-Schütte, Kommunikation (wie Anm. 2), S. 77-80.</p>
<p class="Standard1" style="line-height: 150%;">&nbsp;</p>
<p class="Standard1" style="line-height: 150%;"><strong>Zitierweise:</strong> Jan-Hendrik Hütten, Ulrich Herzog zu Mecklenburg (1527-1603). Woher vnd von weme eine Christliche Obrigkeit komme – Die Leichenpredigt als Form politischer Kommunikation, in: Leben in Leichenpredigten 4/2012 &lt;http://www.personalschriften.de/leichenpredigten/artikelserien/artikelansicht/details/ulrich-herzog-zu-mecklenburg-1527-1603.html&gt;</p>]]></content:encoded>
			<category>Leben in Leichenpredigten</category>
			
			
			<pubDate>Sun, 01 Apr 2012 11:31:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Tag der Archive 2012</title>
			<link>http://www.personalschriften.de/aktuelles/feed/details/tag-der-archive-2012-1.html</link>
			<description>Unter dem Motto &quot;Feuer, Wasser, Krieg und andere Katastrophen&quot; fand am 4. März 2012 der 6. Tag...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Unter dem Motto "Feuer, Wasser, Krieg und andere Katastrophen" fand am 4. März 2012&nbsp;der 6. Tag der Archive statt. Im Hessischen Staatsarchiv am Friedrichsplatz und in der benachbarten Archivschule präsentierten sich 19 Marburger Archive, darunter auch die Forschungsstelle für Personalschriften, der interessierten Öffentlichkeit. Zwischen 11:00 und 18:00 Uhr erkundeten über 450 Besucher die Infostände, Ausstellungen und Präsentationen oder nahmen an Führungen teil. Für das leibliche Wohl war mit Kaffee und Kuchen ebenfalls gesorgt.
Am Infostand der Forschungsstelle&nbsp;im Landgrafensaal stellten die Mitarbeiter den Besuchern Leichenpredigten vor, die eindrucksvoll Zeugnis geben über die Auswirkungen von Stadtbränden, Unwettern, Seuchenzügen und ähnlichen Katastrophen in der Zeit zwischen 1600 und 1800. Zu Wort kamen aber auch Quellen, die über den Alltag im Dreißigjährigen Krieg berichten. Außerdem bestand Gelegenheit, in den Online-Datenbanken der Forschungsstelle nach historischen Namen, Orten und Berufen zu recherchieren und in diesem Zusammenhang auch an einem Quiz teilzunehmen.]]></content:encoded>
			<category>Präsentationen</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 08 Mar 2012 00:00:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Auf der Suche nach historischen Namen, Orten und Berufen. Die Datenbanken der Forschungsstelle für Personalschriften</title>
			<link>http://www.personalschriften.de/aktuelles/feed/details/auf-der-suche-nach-historischen-namen-orten-und-berufen-die-datenbanken-der-forschungsstelle-fuer.html</link>
			<description>Am 3. März 2012 veranstaltete der Verein für Computergenealogie die Münchener Genealogiebörse....</description>
			<content:encoded><![CDATA[Am 3. März 2012 veranstaltete der Verein für Computergenealogie&nbsp;die Münchener Genealogiebörse. Tagungsort war das Kardinal-Wendel-Haus&nbsp;der Katholischen Akademie in Bayern.
Im&nbsp;Rahmen des Hauptprogramms der Genealogiebörse hielt Dr. Eva-Maria Dickhaut einen Vortrag&nbsp;"Auf der Suche nach historischen Namen, Orten und Berufen. Die Datenbanken der&nbsp;Forschungsstelle für Personalschriften".
Weitere Vorträge befassten sich u.a. mit den personengeschichtlichen Quellen im Stadtarchiv München, dem MOSAIC-Datenbank-Projekt zur Erforschung historischer Bevölkerungen, der Digitalisierung an der Bayerischen Staatsbibliothek und den Personenstandsunterlagen in Bayern. Neben den wissenschaftlichen Vorträgen fanden diverse Workshops und Projektvorstellungen zur Genealogie statt. Unter anderem stellten sich mehrere genealogische Vereine aus Deutschland und Österreich vor. Außerdem präsentierten Verlage und elektronische Dienstleister spezielle Softwarelösungen. ]]></content:encoded>
			<category>Vorträge</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 06 Mar 2012 12:32:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Vortrag auf der Münchener Genealogiebörse</title>
			<link>http://www.personalschriften.de/aktuelles/feed/details/vortrag-auf-der-muenchener-genealogieboerse.html</link>
			<description>Am 3. März 2012 veranstaltete der Verein für Computergenealogie die Münchener Genealogiebörse....</description>
			<content:encoded><![CDATA[Am 3. März 2012 veranstaltete der Verein für Computergenealogie die Münchener Genealogiebörse. Tagungsort war das Kardinal-Wendel-Haus der Katholischen Akademie in Bayern.
Im&nbsp;Rahmen des Hauptprogramms der Genealogiebörse hielt Dr. Eva-Maria Dickhaut einen Vortrag&nbsp;"Auf der Suche nach historischen Namen, Orten und Berufen. Die Datenbanken der&nbsp;Forschungsstelle für Personalschriften".
Weitere Vorträge befassten sich u.a. mit den personengeschichtlichen Quellen im Stadtarchiv München, dem MOSAIC-Datenbank-Projekt zur Erforschung historischer Bevölkerungen, der Digitalisierung an der Bayerischen Staatsbibliothek und den Personenstandsunterlagen in Bayern. Neben den wissenschaftlichen Vorträgen fanden diverse Workshops und Projektvorstellungen zur Genealogie statt. Unter anderem stellten sich mehrere genealogische Vereine aus Deutschland und Österreich vor. Außerdem präsentierten Verlage und elektronische Dienstleister spezielle Softwarelösungen. ]]></content:encoded>
			<category>Nachrichten</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 06 Mar 2012 11:24:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Hans Georg von Maltitz (hingerichtet 1604)</title>
			<link>http://www.personalschriften.de/aktuelles/feed/details/hans-georg-von-maltitz-hingerichtet-1604.html</link>
			<description>Mit dem Mantel der christlichen Liebe bedecken und verbergen - Todesstrafe und christliche...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<em>Ioabi Svpplicivm. Joabs Rechtfertigung 1.Reg, 2. Erkläret/ und in einer besondern Leichpredigt außgelegt/ Als der weyland Edle Hans Georg von Maltitz/ den 2. Junij dieses 1604. Jares/ wegen vielfältiger geübten Verbrechungen/ am Leben mit dem Schwert/ In der Schönburgischen</em> <em>Herrschaft</em>&nbsp;<em>zu Glauchaw/ gestrafft und dernach Christlich/ wegen seiner vorhergehenden ernsten Bekehrung/ zur Erden bestattet worden. Auff befehl und begehren Der löblichen herrlichen Schönburgischen Regierung/ daselbst gehalten und publiciret/ Durch M. Martinvm Hammern/ Pfarrherr und Superintendenten der Schönburgischen Herrschaft/ Glauchisches theils [...]</em>
Schon auf dem Titelblatt des Leichenpredigt-Drucks werden die heiklen Umstände des unglücklichen Lebens und Endes von Hans Georg von Maltitz (gest. 1604) deutlich angezeigt. Nach einem Mord wurde der Adlige von einem Gericht in Glauchau zum Tode verurteilt und auf dessen Befehl hin enthauptet. Dennoch erhielt von Maltitz eine christliche Beerdigung, denn er hatte vor seiner Hinrichtung ernsthaft Reue gezeigt.
Das ganze Ereignis bedurfte eines ausführlichen Berichts, der uns in Form der bei der Beerdigung gehaltenen Predigt von Superintendent Martin Hammer überliefert ist.[1] In der Darstellung wirkten die weltliche und kirchliche Obrigkeit der Stadt Glauchau zusammen, um ein Gerichtsurteil, einen gerichtlichen Vollzug und eine christliche Beerdigung zu erklären, zu rechtfertigen und als Exempel zu propagieren. Das daraus entstandene Dokument in Form der gedruckten Leichenpredigt widmete Martin Hammer den&nbsp;<em>Räthen</em>&nbsp;und&nbsp;<em>wolverordneten Assessoren</em>, d.h. den für das Gerichtsurteil verantwortlichen Funktionären, die darin den biblischen Beleg zur Rechtfertigung des Urteils lesen konnten.
Als Leichtext wählte der Verfasser die alttestamentarische Erzählung über General Joab. Dieser hatte König David bei dessen vielen Kämpfen stets zur Seite gestanden. Aber David fürchtete ihn – nicht nur wegen seiner Macht, sondern auch wegen seiner Unberechenbarkeit, denn Joab benutzte sein hohes Amt, um ungestraft Menschen – sogar Familienmitglieder – aus Rache, oder weil sie ihm in seiner Karriere im Wege standen, zu ermorden. Obwohl Joab sich im Asylbereich eines Heiligtums befand, ließ Salomo ihn nach dem Tode Davids verhaften und hinrichten, weil er sich auf die Seite von Salomons Gegner Adonias gestellt hatte.
Es geht also in dieser Predigt darum, mit Hilfe des biblischen Textes und vieler Anekdoten aus der Geschichte zu zeigen, dass auch berühmte Persönlichkeiten ihre gesellschaftliche Stellung dazu missbrauchen können, Mitmenschen zu töten, aber auch sie am Ende ihrer gerechten Strafe nicht entgehen werden. Beachtenswert ist dabei, dass der Prediger betont, wie solche Leute schon in jungen Jahren durch negative Einflüsse derartige Moralvorstellungen entwickeln. Am Ende des ersten Teils der Predigt warnt Hammer dann auch die Jugendlichen davor, diesen Weg einzuschlagen. Zwei weitere Predigtteile schildern, wie Joab in das Heiligtum flüchtete und dort gefangen genommen wurde. Der Prediger ist insbesondere darauf bedacht zu zeigen, warum Salomon das Recht hatte, Joab zum Tode zu verurteilen. Als Joab erkannte, dass sein Asyl ihn nicht vor den Feinden retten würde, bereitete er sich auf den Tod vor. Im vierten Teil der Predigt erzählt Hammer, wie mit der Leiche des hingerichteten Joabs umgegangen wurde. Man&nbsp;<em>wütete nicht tyrannisch</em>, sondern begrub Joab in&nbsp;<em>seinem Vaters Haus</em>. Die allgemeine Lehre: Bei Übeltätern, die Buße tun, soll man ihr Vergehen zwar bestrafen, aber nachher&nbsp;<em>mit dem Mantel der christlichen Liebe bedecken und verbergen</em>.
Mit diesem exegetischen Teil der Predigt ist die Basis für eine Rechtfertigung des Vorgehens der Behörden gelegt. In dem darauf folgenden Lebenslauf (der&nbsp;<em>Applicatio</em>, S. 48f.) vergleicht der Prediger immer wieder die biblische Geschichte mit dem Lebenslauf des Hingerichteten: Wie Joab war auch Hans Georg von Maltitz aus einem „<em>vornehmen und löblichen</em>“ Geschlecht. Seine Eltern hatten ihn sorgfältig erzogen. Er wurde Page beim Landesherrn Wolf Graf von Schönburg und ging dann nach Wien in den Dienst des Grafen von Hardeck. Von dort aus hatte von Maltitz sich anschließend an vielen europäischen Höfen und in vielen Delegationen und Kriegsereignissen&nbsp;<em>gebrauchen lassen</em>. Er sei&nbsp;<em>ein versuchter und wohlerfahrener Juncker</em>&nbsp;gewesen, würdigt ihn der Prediger. Ein solch rastloses Leben kann aber auch dazu führen, dass man&nbsp;<em>wilde, wüst und unbendig</em>&nbsp;wird. In böser Gesellschaft sei der Junker&nbsp;<em>in ein ganz wildes und wüstes Leben gerathen ... Wie er denn auch letztlich ohne gegebene Ursache einen armen Mann hinderwerts um einer leichtfertigen Fettel willen erschossen</em>&nbsp;habe.
Nach dem Mord musste die Obrigkeit eingreifen. Obwohl von Maltitz zuerst seine Unschuld beteuerte&nbsp;<em>und für öffentlichen peinlichen Halsgericht allerley sich zu retten einwenden wolle</em>, gestand er das Verbrechen, als man ihm die betreffenden gerichtlichen Untersuchungsakten zeigte. Die Personalia berichten weiter, von Maltitz habe sich daraufhin&nbsp;<em>Christlich besonnen, [...] seine Sünden auf den Knien bereut und beweint, [...] und der gnädigen Herrschaft einen Fußfall getan</em>. Während seiner letzten Mahlzeit ermahnte er die Schüler&nbsp;<em>zum Gehorsam gegenüber den Lehrern und Obern</em>, denn er machte für&nbsp;<em>seinen ganzen Unfall</em>&nbsp;die&nbsp;<em>Verführung in der Jugend</em>&nbsp;verantwortlich. In seinem Testament veerbte von Maltitz einen großen Teil seines Vermögens Kirchen, Schulen und dem Rat der Stadt Glauchau. Im Hinblick auf die Reue des Verurteilten konstatiert der Prediger:&nbsp;<em>Dieweil nun sein End selig und Christlich gewesen als wird ihm billig mit Joab ein ehrliches Begräbnis gegönnt, in deren diese Predigt gehalten wurde</em>.
Der gedruckten Predigt ist das betreffende Predigtkonzept beigefügt, in dem die Exegese und die Beweisführung noch einmal deutlich gezeigt werden. Dafür sind auch die Anmerkungen am Seitenrand gedacht. So steht z.B. bei der Passage über die Verurteilung von Maltitz (S. 50):&nbsp;<em>Straff und Rechtfertigung des von Maltitz</em>. Am Ende des Druckes folgen zwei Epicedien, die das Vorgehen von Behörden und Gericht nochmals als richtig bekräftigen.
Mit der Leichenpredigt lag ein Dokument vor, das geistlichen wie weltlichen Behörden den Ablauf und erfolgreichen Abschluss der Ereignisse bestätigte. Die Predigt gab Gelegenheit, ausführlich über die begangenen Verbrechen, das Strafverfahren und die innere Vorbereitung zum Sterben zu berichten. So fungieren Leichenpredigt und Lebenslauf zugleich als biographisches Memorial, als Rechtfertigung und als Exempel – und darum als wichtiges Element im kirchlichen wie auch städtischen Prozess.

<strong>Bestand:</strong>&nbsp;Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden<br /><strong>Signatur:</strong>&nbsp;6 A 6189, 1<br /><strong>Enthalten in:</strong>&nbsp;Katalog ausgewählter Leichenpredigten und sonstiger Trauerschriften in der Sächsischen Landesbibliothek Dresden (Marburger Personalschriften-Forschungen 19), Bd. 1, Sigmaringen 1995

<strong>Anmerkung:</strong>
[1] Der Volltext der Predigt ist abrufbar unter der URL:<br /><link http://dfg-viewer.de/v2/?set[mets]=http%3A//digitale.bibliothek.uni-halle.de%2Foai%2F%3Fverb%3DGetRecord%26metadataPrefix%3Dmets%26identifier%3D692565 _blank - "Titelblatt Maltitz">http://dfg-viewer.de/v2/?set[mets]=http%3A//digitale.bibliothek.uni-halle.de%2Foai%2F%3Fverb%3DGetRecord%26metadataPrefix%3Dmets%26identifier%3D692565</link>&nbsp;(Letzter Zugriff: 11. Januar 2012), digitalisiert von der Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt Halle, Exemplar mit der Signatur: an Pon Zb 343 (8).

<strong>Zitierweise:</strong>&nbsp;Cornelia Niekus Moore, Hans Georg von Maltitz (hingerichtet 1604). Mit dem Mantel der christlichen Liebe bedecken und verbergen - Todesstrafe und christliche Beerdigung, in: Leben in Leichenpredigten 3/2012 &lt;http://www.personalschriften.de/leichenpredigten/artikelserien/artikelansicht/details/hans-georg-von-maltitz-hingerichtet-1604.html&gt;]]></content:encoded>
			<category>Leben in Leichenpredigten</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 01 Mar 2012 08:28:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Tag der Archive 2012</title>
			<link>http://www.personalschriften.de/aktuelles/feed/details/tag-der-archive-2012.html</link>
			<description>Unter dem Motto &quot;Feuer, Wasser, Krieg und andere Katastrophen&quot; findet am 4. März 2012 der 6....</description>
			<content:encoded><![CDATA[Unter dem Motto "Feuer, Wasser, Krieg und andere Katastrophen" findet am 4. März 2012&nbsp;der 6. Tag der Archive statt. Im Hessischen Staatsarchiv am Friedrichsplatz und in der benachbarten Archivschule präsentieren sich 19 Marburger Archive, darunter auch die Forschungsstelle für Personalschriften, der interessierten Öffentlichkeit.
Am Infostand der Forschungsstelle&nbsp;im Landgrafensaal werden&nbsp;den Besuchern Leichenpredigten vorgestellt, die eindrucksvoll Zeugnis geben über die Auswirkungen von Stadtbränden, Unwettern, Seuchenzügen und ähnlichen Katastrophen in der Zeit zwischen 1600 und 1800. Zu Wort kommen aber auch Quellen, die über den Alltag im Dreißigjährigen Krieg berichten. Außerdem besteht Gelegenheit, in den Online-Datenbanken der Forschungsstelle nach historischen Namen, Orten und Berufen zu recherchieren und in diesem Zusammenhang auch an einem Quiz teilzunehmen.
Die Veranstaltung beginnt um 11 Uhr und endet um 18 Uhr.]]></content:encoded>
			<category>Veranstaltungen</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 27 Feb 2012 10:42:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Neuer Zugang zu Leichenpredigten</title>
			<link>http://www.personalschriften.de/aktuelles/feed/details/neuer-zugang-zu-leichenpredigten.html</link>
			<description>Start der DFG-finanzierten innovativen Archiv- und Editionsplattform</description>
			<content:encoded><![CDATA[Die Forschungsstelle für Personalschriften an der Philipps-Universität Marburg startet mit vier Kooperationspartnern das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Projekt "<strong>A</strong>rchiv-, <strong>E</strong>ditions- und <strong>Di</strong>stributionspla<strong>t</strong>tform für Werke der Frühen Neuzeit (AEDit Frühe Neuzeit)". Im Rahmen von AEDit Frühe Neuzeit werden in dem mit 65.000,00 EUR geförderten Teilprojekt die Arbeitsergebnisse der Forschungsstelle deutlich über den bisherigen Umfang hinaus für Recherchen im Internet bereitgestellt und zugleich langfristig archiviert. 
Zum offiziellen Start des Projekts, der zum Jahrestag des Relaunchs der Website <span class="link-external"></span>personalschriften.de erfolgte, kamen am 6. Februar 2012 die Vorsitzende der Kommission für Personalschriften bei der&nbsp;Akademie der Wissenschaften und Literatur Mainz, Professorin Dr. Irene Dingel, der Generalsekretär der Akademie, Professor Dr. Claudius Geisler, der Kanzler der Philipps-Universität, Dr. Friedhelm Nonne, der ehemalige Universitätspräsident, Professor Dr. Werner Schaal, sowie zahlreiche der Forschungsstelle verbundene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammen. Die Leiterin der Forschungsstelle, Dr. Eva-Maria Dickhaut, hob insbesondere die langjährige gute Zusammenarbeit zwischen der Mainzer Akademie und der Marburger Universität hervor. Irene Dingel betonte, dass – abgesehen von Mainz – Marburg mit fünf Projekten der bedeutendste Standort dieser Akademie sei.
Weitere Informationen zum fortschrittlichen Editionsprojekt AEDit Frühe Neuzeit erhalten Sie über unten stehenden Link. ]]></content:encoded>
			<category>Veranstaltungen</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 14 Feb 2012 10:34:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Irene Dingel in den Wissenschaftsrat berufen</title>
			<link>http://www.personalschriften.de/aktuelles/feed/details/irene-dingel-in-den-wissenschaftsrat-berufen.html</link>
			<description>Der Bundespräsident hat auf gemeinsamen Vorschlag der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Der Bundespräsident hat auf gemeinsamen Vorschlag der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der Max-Planck-Gesellschaft, der Hochschulrektorenkonferenz, der Helmholtz-Gemeinschaft, der Fraunhofer-Gesellschaft und der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz Prof. Dr. Irene Dingel für drei Jahre in den Wissenschaftsrat berufen.
Irene Dingel ist seit 1998 ordentliche Professorin für Kirchen- und Dogmengeschichte am Fachbereich Evangelische Theologie der Universität Mainz, seit 2005 Direktorin des Leibniz-Instituts für Europäische Geschichte (IEG), Abteilung für Abendländische Religionsgeschichte. Seit 2000 ist sie ordentliches Mitglied der Mainzer Akademie, wo sie die Forschungsvorhaben "Controversia et confessio" und "Personalschriften" leitet.&nbsp; ]]></content:encoded>
			<category>Personalia</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 09:24:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Hans Joachim von Zieten (1699-1786)</title>
			<link>http://www.personalschriften.de/aktuelles/feed/details/hans-joachim-von-zieten-1699-1786.html</link>
			<description>Gefährten in der Schlacht – Des Königs General</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal" style="line-height: 150%;">Das Jahr 2012 bietet wieder einmal Gelegenheit, sich intensiv mit dem Preußenkönig Friedrich II., "der Große" genannt, zu befassen.[1] Grund ist der 300. Geburtstag am 24. Januar. Vor allem wegen seiner militärischen Leistungen wurde dem Monarchen das schmückende Attribut verliehen.[2] Einer alten Binsenweisheit folgend kann kein Mann, sei er auch König und Feldherr, allein und aus eigener Kraft Kriege führen. Wenn sich zu einem Jubiläum alle Blicke auf den Regenten richten, lohnt im Besonderen die Betrachtung der Personen, die maßgeblich zu dessen Ruhm beigetragen haben. Der General der Kavallerie Hans Joachim von Zieten ist eine der militärischen Führungspersönlichkeiten, die in den diversen Kriegen, die Preußen führte, herausragende Leistungen erbracht hat. Doch war ihm der Erfolg nicht in die Wiege gelegt, der Weg zum Ruhm steinig, und nicht nur einmal erschien er vorzeitig beendet.</p>
<p class="MsoNormal" style="line-height: 150%;">Zieten wurde 1699 in Wustrau südlich von Neuruppin geboren.[3] Seine Familie gehörte dem kurmärkischen Uradel an. Er wuchs auf dem Gut seines Vaters auf und verlebte eine unbeschwerte Kindheit, wenn auch in recht bescheidenen Verhältnissen. Weder der Knabe noch seine Schwestern genossen eine Schulbildung. Mit 16 Jahren wurde Zieten als Freikorporal in das Infanterieregiment Nr. 24 aufgenommen. 1720 wurde er Fähnrich, doch weitere Beförderungen ließen auf sich warten und blieben letztlich aus. Der Regimentschef Kurt Christoph von Schwerin setzte sich nicht für Zieten ein. Als Angehörigem des Adels sollte Zieten eigentlich das Tor zu einer Karriere als preußischer Offizier weit offenstehen. Doch die Natur hatte Zieten nicht gerade mit den körperlichen Merkmalen ausgestattet, die man bei einer militärischen Führungspersönlichkeit finden möchte. Er war von kleiner Gestalt und soll nur 1,60 Meter groß gewesen sein. Zudem wirkte seine Stimme zart und dünn, somit also nicht geeignet, eine Kompanie oder gar ein Regiment zu führen. So musste er 1724 zunächst seine Demission hinnehmen, auch wenn er sich persönlich an König Friedrich Wilhelm I. gewandt hatte. 1726 gab ihm der König eine zweite Chance und berief ihn in das Dragonerregiment von Wuthenau (Nr. 6). Streitigkeiten mit dem Schwadronschef, die endlich 1730 in einem Duell zwischen den beiden gipfelten, führten dazu, dass Zieten in Festungshaft kam, wo er sechs Monate ausharren musste. Trotz dieser Misslichkeiten war man auf die soldatischen Fähigkeiten des nicht mehr ganz so jungen Mannes aufmerksam geworden. In der Kavallerie konnte Zieten seine körperlichen Defizite durch reiterisches Können und Gewandtheit mit der Waffe kompensieren.</p>
<p class="MsoNormal" style="line-height: 150%;">1731 berief man Zieten zum Rittmeister und Chef eines Husarenkorps. Es folgten noch viele Prüfungen und Demütigungen, doch die militärische Karriere nahm endlich wie gewünscht&nbsp; ihren Lauf. Zieten zeichnete sich in der Kavallerie in den Kriegen, die Preußen in der Mitte des 18. Jahrhunderts führte, aus, stieg vor allem während des Siebenjährigen Krieges zum General der Kavallerie auf und wurde ein enger Weggefährte Friedrichs. Auch wenn er nicht die Position des Inspekteurs der Husaren einnehmen konnte und dem General von Winterfeldt den Vortritt lassen musste, genoss er spät aber nicht zu spät großes Ansehen wegen seiner Tapferkeit und seines taktischen Geschicks. Dabei behielt er selbst in den unübersichtlichsten Situationen stets den Überblick und die nötige Ruhe, um zum richtigen Zeitpunkt Entscheidungen zum Angriff oder zum geordneten Rückzug zu fällen. Zieten war einer der wenigen Generale, die den Siebenjährigen Krieg überlebt hatten und empfand es sicher als Genugtuung, am 27. März 1763 an der Seite des Königs zu Pferde in Berlin einzuziehen.</p>
<p class="MsoNormal" style="line-height: 150%;">Nachdem Zieten seine erste Frau 1737 verloren hatte, heiratete er mit 65 Jahren 1764 die um 40 Jahre jüngere Hedwig Elisabeth Albertine von Platen, mit der er sogar noch zwei Kinder hatte. In der folgenden Friedenszeit diente er Preußen als Vorsitzender von Kriegsgerichten und bewährte sich als wirtschaftlich erfolgreicher Gutsherr auf seinem Landsitz. Im selben Jahr, in dem der König starb, verschied auch sein Gefährte Hans Joachim von Zieten am 27. Januar 1786, drei Tage nach dem Geburtstag seines Landesherrn.</p>
<p class="MsoNormal" style="line-height: 150%;">Die Zeit der klassischen Leichenpredigt war 1786 bereits vorüber, aber immerhin sind zwei Epicedien im <link 62>Gesamtkatalog deutschsprachiger Leichenpredigten (GESA)</link> der Forschungsstelle für Personalschriften auf Hans Joachim von Zieten nachgewiesen. Ein Gedicht von G. W. Burman aus dem Jahr 1786, gedruckt in Berlin[4] und ein 23 Seiten umfassendes Trauergedicht ebenfalls von 1786 von E.G. Ebert, gedruckt in Weißenfels.[5] Während Burman ein unkritisches Ruhmesbild des Verstorbenen malt und sogar die Stimmgewalt Zietens rühmt <em>Und</em> <em>wenn donnerte Sein winkend Sprechen […]</em>,[6] so greift Ebert, der sich auf dem Titelblatt selbst als Husar <em>am Begräbnißtage seines Generals</em> ausgibt, einzelne Begebenheiten aus dem Leben Zietens auf. Vor allem hebt er darauf ab, dass Zieten noch im hohen Alter von 64 Jahren im Kampfgetümmel seine Soldaten antrieb, sich selbst nicht schonte und den Säbel schwang. Würdigung in literarischer[7] wie auch in bildlicher Darstellung hat Zieten vielfach erhalten. 30 Treffer erzielt man allein im Digitalen Portraitindex.[8] Friedrichs Bruder Prinz Heinrich von Preußen ließ 1790 ein Denkmal für Zieten in Rheinsberg auf dem Wilhelmsplatz errichten, was Ebert in seinem Epicedium 1786 bereits forderte: <em>Drum stell' Ihn auf den Wilhelms-Platz / Zu Seidlitz, Winterfeld</em>.[9] Nach einigen Umwegen und Überwindung vieler Hindernisse wurde Zieten einer der bedeutenden Generale, die zum Ruhm des in diesen Tagen auch noch nach 300 Jahren im Rampenlicht stehenden Friedrich, genannt der Große, beitrugen.</p>
<p class="MsoNormal" style="line-height: 150%;">&nbsp;</p>
<p class="MsoNormal" style="line-height: 150%;"><strong>Bestand:</strong> Bibliothek des Ossolineums Wrocław (Breslau)<br /><strong>Signatur:</strong> XVIII 35071<br /><strong>Enthalten in:</strong> Katalog der Leichenpredigten und sonstiger Trauerschriften in der Bibliothek des Ossolineums Wrocław (Breslau) (Marburger Personalschriften-Forschungen 21), Sigmaringen 1998</p>
<p class="MsoNormal" style="line-height: 150%;">&nbsp;</p>
<p class="MsoNormal" style="line-height: 150%;"><strong>Anmerkungen:</strong></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height: 150%;">[1] <em>Zu Recht sind es die Kriege, Feldzüge und Schlachten Friedrichs des Großen, die das besondere Interesse der Historiker erregen, denn in ihnen hat vieles vom Kriegs- und Militärwesen des Barock seine höchste Stufe erreicht.</em> Zitat aus: Petter, Wolfgang, Zur Kriegskunst im Zeitalter Friedrichs des Großen, in: Kroener, Bernhard R. (Hg.), Europa im Zeitalter Friedrichs des Großen. Wirtschaft, Gesellschaft, Kriege (Beiträge zur Militärgeschichte 26), München 1989, S. 248.</p>
<p class="MsoNormal" style="line-height: 150%;">[2] Den Beinamen "der Große" trug Friedrich II. bereits zu Lebzeiten. Er war bestrebt, ruhmreich in die Historiografie einzugehen, so: Luh, Jürgen, Der Große. Friedrich II. von Preußen, München 2011. Zu der Fragestellung ebenfalls interessant die Beiträge des dritten Colloquiums in der Reihe "Friedrich300" vom 25./26. September 2009 in Potsdam; URL: <link http://www.perspectivia.net/content/publikationen/friedrich300-colloquien/friedrich-groesse _blank - "3. Colloquium Friedrich300">www.perspectivia.net/content/publikationen/friedrich300-colloquien/friedrich-groesse</link> (Letzter Zugriff: 2. Dezember 2011).</p>
<p class="MsoNormal" style="line-height: 150%;">[3] Zur Biografie siehe u.a.: Schnitter, Helmut (Hg.), Gestalten um Friedrich dem Großen (Biographische Skizzen 2), Reutlingen 1993, S. 35-44; Blumenthal, Luise Johanne Leopoldine von, Joachim Hans von Zieten. Ausgewählter Nachdruck der "Lebensbeschreibung Hans Joachim von Zieten, Königl. Preuß. Generals der Kavallerie". Nachdruck der Ausgabe Berlin 1797 (Quellen und Schriften zur Militärgeschichte 5), bearb<span class="msoIns">.</span> von Jürgen Kloosterhuis, Paderborn 1992; Engelmann, Joachim, Friedrich der Große und seine Generale, Wölfersheim-Berstadt 1988, S. 98f.</p>
<p class="MsoFootnoteText" style="line-height: 150%;">[4] Bestand: Universytet Wroclawski (Universitätsbibliothek Breslau), Biblioteka Uniwersytecka, Sign.: 571158, enthalten in: <link http://cgi-host.uni-marburg.de/%7Eomgesa/tbk/id1.php?lang=de&p=0&ex=website&l=15&id[]=28985 _blank - "Hans Joachim von Zieten TBK 571158">Titelblattkatalog der Leichenpredigten und sonstiger Trauerschriften der Universitätsbibliothek Breslau</link> (Datenbank der Forschungsstelle für Personalschriften).</p>
<p class="MsoNormal" style="line-height: 150%;">[5] Bestand: Bibliothek des Ossolineums Wroclaw (Breslau), Sign.: XVIII 35071, enthalten in: Katalog der Leichenpredigten und sonstiger Trauerschriften in der Bibliothek des Ossolineums Wroclaw (Breslau) (Marburger Personalschriften-Forschungen 21), bearb. von Rudolf Lenz, Eva-Maria Dickhaut, Petra Kehl und Jörg Witzel, Sigmaringen 1998, S. 177, Auswertungs-Nr. 513.</p>
<p class="MsoNormal" style="line-height: 150%;">[6] Burmann, G. W., Dem Nachstrebenden Sohne gewidmet [Epicedium auf Hans Joachim von Zieten], Berlin 1786, S. 3 (siehe Anm. 4).</p>
<p class="MsoFootnoteText" style="line-height: 150%;">[7] Theodor Fontane widmete Zieten sogar ein Gedicht unter dem Titel "Der alte Zieten", in: Fontane, Theodor, Gedichte, 10. Aufl., Stuttgart/Berlin 1905, S. 259f.</p>
<p class="MsoFootnoteText" style="line-height: 150%;">[8] Überblick der verzeichneten Portraits&nbsp;zu&nbsp;Hans Joachim von Zieten: URL: <link http://www.portraitindex.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery/1&index=sys_obj_pnd_no&desc=%22118808443%22 _blank - "Portraitindex Zieten">http://www.portraitindex.de/db/apsisa.dll/ete?action=queryGallery/1&index=sys_obj_pnd_no&desc=%22118808443%22</link> (Letzter Zugriff: 2. Dezember 2011).</p>
<p class="MsoFootnoteText" style="line-height: 150%;">[9] Ebert, E. G., Gedanken eines Husaren am Begräbnißtage seines Generals Hans Joachim von Ziethen, Weißenfels 1786, S. 19 (siehe Anm. 5). Da Ebert Zietens Denkmal neben dem von Friedrich Wilhelm von Seydlitz und Hans Karl von Winterfeldt sehen möchte, ist sicher der Wilhelmplatz in Berlin gemeint, den Friedrich II. mit Denkmälern für Generale des Siebenjährigen Krieges ausgestalten ließ. Dort wurde 1794 auf Betreiben Friedrich Wilhelm II. die Bronze-Statue für Zieten aufgestellt, wo heute wieder ein Denkmal für den General steht.</p>
<p class="MsoFootnoteText" style="line-height: 150%;">&nbsp;</p>
<p class="MsoFootnoteText" style="line-height: 150%;"><strong>Zitierweise:</strong> Gabriele Bosch, Hans Joachim von Zieten (1699-1786). Gefährten in der Schlacht – Des Königs General, in: Leben in Leichenpredigten 2/2012 &lt;http://www.personalschriften.de/leichenpredigten/artikelserien/artikelansicht/details/hans-joachim-von-zieten-1699-1786.html&gt;</p>]]></content:encoded>
			<category>Leben in Leichenpredigten</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 21:07:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Zum 300. Geburtstag Friedrichs des Großen</title>
			<link>http://www.personalschriften.de/aktuelles/feed/details/zum-300-geburtstag-friedrichs-des-grossen.html</link>
			<description>Beitrag in &quot;Leben in Leichenpredigten&quot;</description>
			<content:encoded><![CDATA[Heute, am 24. Januar 2012, jährt sich zum 300. Mal der Geburtstag Friedrichs II. von Preußen. Aus diesem Anlass veröffentlicht die Forschungsstelle schon heute den für Februar vorgesehenen Artikel in "Leben in Leichenpredigten".
Frau Bibliotheksrätin Dr. Gabriele Bosch, Leiterin der Bibliothek des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes in Potsdam und als ehemalige Mitarbeiterin der Forschungsstelle weiterhin verbunden, stellt in ihrem Text "des Königs General" Hans Joachim von Zieten und dessen Beitrag zum Ruhm des Preußenkönigs vor.]]></content:encoded>
			<category>Nachrichten</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 24 Jan 2012 09:15:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Tagungsbericht &quot;Die Reformation und ihre Inszenierungen&quot;</title>
			<link>http://www.personalschriften.de/aktuelles/feed/details/tagungsbericht-die-reformation-und-ihre-inszenierungen-ereignis-identitaet-erinnerung.html</link>
			<description>In Erlangen fand Anfang September 2011 der Sommerkurs &quot;Die Reformation und ihre...</description>
			<content:encoded><![CDATA[In Erlangen fand&nbsp;Anfang September 2011 der Sommerkurs "Die Reformation und ihre Inszenierungen. Ereignis, Identität, Erinnerung" statt. Ausgerichtet vom Lehrstuhl für Neuere Geschichte 1 (Frühe Neuzeit, Professor Dr. Birgit Emich) der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg diskutierten die Teilnehmer über unterschiedlichste Medien und Wege, aber auch Orte und Quellen des kommunikativen Gedächtnisses der "Generation Reformation" im 16. Jahrhundert.&nbsp;
Im Rahmen der Veranstaltung hielt Dr. Ulrike Ludwig (Dresden), die bereits in der Artikelserie "Leben in Leichenpredigten" der Forschungsstelle für Personalschriften publiziert hat, einen Vortrag über die schriftlich dokumentierte Selbstwahrnehmung sächsischer Beamter der Reformationszeit. Als Grundlage für ihre Untersuchung nutzte sie Leichenpredigten dieser Personengruppe aus dem 16. Jahrhundert. Dabei stellte sich heraus, dass&nbsp;personales Gedenken&nbsp;weniger auf die erlebten reformatorischen Umbrüche Bezug nahm. Vielmehr basierte die Erinnerungskultur auf der Schilderung familiärer Kontinuitäten - die Reformation wurde von den Zeitgenossen nur am Rande als sinnstiftendes und diese Generation definierendes Ereignis wahrgenommen.
Über die Vorträge und Ergebnisse des Sommerkurses informiert ausführlich der entsprechende Tagungsbericht, der soeben auf der wissenschaftlichen Plattform H-Soz-u-Kult erschienen ist.]]></content:encoded>
			<category>Neuerscheinungen</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 17 Jan 2012 12:35:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Die Forschungsstelle twittert</title>
			<link>http://www.personalschriften.de/aktuelles/feed/details/die-forschungsstelle-twittert.html</link>
			<description>Aktuelle Nachrichten werden von der Forschungsstelle für Personalschriften jetzt auch via Twitter...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Aktuelle Nachrichten werden von der Forschungsstelle für Personalschriften jetzt auch via Twitter verbreitet.
Folgen Sie uns unter:&nbsp;<link http://twitter.com/leichenpredigt _blank - "Twitter Leichenpredigt">http://twitter.com/leichenpredigt</link>]]></content:encoded>
			<category>Nachrichten</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 12 Jan 2012 17:45:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
	</channel>
</rss>
