Forschungsstelle für Personalschriften Marburg

Jubiläum!

01.08.2017

Kategorie: Nachrichten, Neuerscheinungen

100. Beitrag in "Leben in Leichenpredigten" erschienen

Am 1. August 2017 ist der 100. Beitrag der monatlichen Artikelserie "Leben in Leichenpredigten" in unserem Wissensportal www.personalschriften.de publiziert worden. Die Mainzer Kirchenhistorikerin Irene Dingel, Direktorin des Leibniz-Instituts für Europäische Geschichte, untersucht in ihrem Beitrag die Hintergründe der Herausgabe der ersten Sammlungen von Musterleichenpredigten durch Johann Spangenberg und dessen Sohn Cyriakus in der Mitte des 16. Jahrhunderts. Derartige, auch Postillen genannte Sammelwerke führten exemplarische Vorgaben der Textgestaltung und ausgewählter Bibelstellen zusammen, an denen sich die Prediger beim Verfassen von Leichenpredigten orientieren konnten.

Seit ihrem Start im Mai 2009 erfährt die "Leichenpredigt des Monats" viel Aufmerksamkeit und breite positive Resonanz: Im Rahmen der Artikelserie "Leben in Leichenpredigten" präsentiert die Forschungsstelle auf ihrer Website in regelmäßigen Abständen eine besonders anschauliche und wissenschaftlich interessante Leichenpredigt. Damit soll nicht nur die Mannigfaltigkeit der Informationen aufgezeigt werden, die diese Quellen bieten, sondern auch ihr daraus resultierender inter- und multidisziplinärer Charakter. Zugleich dienen die illustrierten Kurzdarstellungen als Anregungen für vertiefende Forschungen und verweisen zu diesem Zweck auf relevante Literatur, die in unmittelbarem Bezug zum Themenkreis der Leichenpredigt steht.

Ursprünglich als Publikationsforum für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Forschungsstelle gedacht, überwiegen mittlerweile die Beiträge externer Wissenschaftler. Bislang haben über 50 verschiedene Autorinnen und Autoren unterschiedlichster Fachrichtungen an der Reihe mitgewirkt. Neben Verfasserinnen und Verfassern aus Deutschland finden sich Beiträger aus den USA, der Schweiz, Israel, Polen, Tschechien und Estland im Autorenkreis. Zudem bietet die Artikelserie auch dem wissenschaftlichen Nachwuchs vermehrt ein Podium für eigene Veröffentlichungen. Die Themen sind vielfältig: Sie reichen von politischer Kommunikation und Propaganda über adlige Memorialkultur und interkonfessionelle Auseinandersetzungen bis hin zu Beiträgen, die sich etwa mit hebräischen Trauergedichten, Missionsreisen, Magischen Quadraten, Wetterphänomenen und Medizinern am Zarenhof, aber auch Spukerlebnissen und Verbrechen wie Raub und Gattenmord beschäftigen.

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